Am 9. März ging die Cebit 2013 zu Ende. Wir stellen euch interessante neue Hardware vor und und beleuchten die Schwerpunkt-Themen Cloud Computing und Shareconomy. Zu vielen vorgestellten Produkten findet ihr sogar Videos in unserem Special.
Cloud und Shareconomy im Spielebereich
Für einige Gamer ist "die Cloud" eher ein Schreckgespenst: mit Cloud-Computing ist es nicht nur möglich, Daten einfach nur online zu lagern, sondern auch die eigentliche Software kann auf Servern laufen und nicht mehr auf dem heimischen PC. Für Office-Programme bietet sich dies natürlich besonders an, hier ist es letztenendes vielen Usern auch egal, ob nun die Textverarbeitung technisch gesehen online läuft oder nicht. Auch unsere Artikel verfassen wir "online" über eine spezielle Website mit eigenen browserbasierten Software-Plugins. Doch auch für Spiele kann dies ein Vorteil sein: die gesamte Rechenarbeit für die Grafik und künstliche Intelligenz muss nicht mehr der eigene PC übernehmen.
Man überträgt per Maus und Tastatur oder Gamepad nur noch die Befehle und empfängt das Ergebnis seiner Aktionen auf dem Bildschirm. Doch viele Gamer stehen einer solchen Technik kritisch gegenüber. Denn nicht jeder möchte "online sein müssen" oder von einer guten Internetleitung abhängig sein, nur um zu spielen. Auch wird es rechtlich immer schwammiger: gehört dem User das Spiel nun oder nicht? Und was, wenn der Publisher irgendwann nicht mehr existiert? Zudem besteht berechtigterweise auch die Sorge, dass vor allem bei actionreichen Titeln ein flüssiges Spielerlebnis nicht gewährleistet sein wird, da mehr Daten erst vom PC in die Cloud und wieder zurück fließen müssen.
Quelle: PCGH
Kickstarter-Projekt
Bei vielen modernen Spielen ist Cloud-Computing aber bereits schon zum Teil integriert: Achievements und Spielstände werden immer häufiger mit einem Hauptserver synchronisiert, teilweise sind sogar nur die online gespeicherten Daten "gültig". Insbesondere
Achievements, also "besondere" oder auch kuriose Ziele, die man in einem Spiel erreichen kann und die meist mit einem für Mitspieler sichtbaren Symbol belohnt werden, werden mittlerweile auch bei Singleplayer-Spielen häufig nur noch bei bestehender Online-Verbindung freigeschaltet, um Manipulationen zu vermeiden. Denn immer mehr Spielern ist es wichtig, möglichst viele Achievements zu meistern, nicht zuletzt um damit ein wenig anzugeben. Ins Themenfeld "Shareconomy" fällt ein in letzter Zeit immer häufiger diskutiertes Thema, nämlich die Vorfinanzierung von Spielen durch die Spielergemeinde. Der Trend bei den großen Publishern geht zu kurzweiliger Unterhaltung für Gelegenheitsspieler. Es bleibt immer weniger Platz für ambitionierte und kreative Ideen. Doch mit Projekt-Portalen wie Kickstarter kann jedermann ein Projekt unterstützen, welches von großen kommerziellen Geldgebern keine Chance bekommen hat. Die Idee bei Kickstarter ist, dass viele User mit jeweils eher kleinen Beträgen für eine Summe sorgen, mit der das Projekt, zum Beispiel ein Filmprojekt oder eben auch ein Computerspiel, umgesetzt werden kann. Ein erfolgreiches Beispiel ist das mittlerweile auch über Steam erhältliche "Giana Sisters – twisted dreams", eine Neuauflage des Jump'n'Run-Klassikers Great Giana Sisters, welches im PC Games-Test auch völlig verdiente 87 Prozent als Wertung bekam.
In diesem Artikel
- Seite 1 Cebit 2013: Shareconomy
- Seite 2 Cebit 2013: Cloud und Shareconomy im Spielebereich
- Seite 3 Cebit 2013: 3D-Drucker und passives Netzteil
- Seite 4 Cebit 2013: Gehäuse, Kühler und Brille für Virtual-Reality
- Seite 5 Cebit 2013: All-in-One-Gaming PC und erste Haswell-Mainboards
- Seite 6 Bildergalerie
