Prozessoren: Was Sockel sind und welche zu empfehlen sind
Special
Wir bieten euch ein Special mit einer Kaufberatung zu Prozessoren für einen Gaming-PC ab 130 Euro plus viele Wissenstipps zu Themen wie Sockel und Chipsatz.
Sockel für Einsteiger erklärt
Mainboards und CPUs haben einen so genannten Sockel. Dies ist wichtig zu wissen, falls ihr euch in Hardware-Dingen nicht so gut auskennt, damit ihr nicht versehentlich eine CPU für ein (eventell schon vorhandenes) Mainboard kauft, auf das die CPU gar nicht passt. Denn der Sockel ist die Vorrichtung auf dem Mainboard, in die die CPU eingelegt wird. Der Sockel muss dabei genau zu den filigranen Pins der CPU-Unterseite passen. Daher müssen der Sockel des Mainboards und der der CPU übereinstimmen. Bei den Herstellern sowie auch in den Internet-Shops und auf Preisvergleichs-Websites sind Mainboards und Prozessoren daher auch nach Sockel unterteilt.
Jeder Sockel stellt dabei dann quasi eine Plattform da, die von AMD und Intel meist jeweils über einige Jahre gepflegt oftmals auch überarbeitet wird. So gibt es den AMD Sockel AM4 schon seit dem Frühling 2017, unter anderem für die ersten AMD Ryzen-Prozessoren mit Modellen wie dem Ryzen 5 1600X. Im Laufe der Zeit kamen dann weitere CPU-Generationen und gerade erst, wie anfangs erwähnt, fünf weitere CPUs auf den Markt, weiterhin für den Sockel AM4. Wegen des Alters des Sockel AM4 kann es passieren, dass eine CPU nicht zusammen mit einem älteren Mainboard funktioniert, obwohl die Sockel übereinstimmen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Prozessoren: Relevanz für Spiele und Notwendigkeit eines Neukaufes
- Seite 2 Prozessoren: Was Sockel sind und welche zu empfehlen sind
- Seite 3 Prozessoren: Chipsätze, Übertakten, Kerne und Threads
- Seite 4 Prozessoren: Enthusiasten-CPU und Kaufberatung mit Sockel 1700-Schlusswort
- Seite 5 Bildergalerie
Hier kann ein BIOS-Update für das Mainboard helfen, es gibt aber auch Fälle, in denen es unmöglich ist, ein altes Mainboard mit einer neuen CPU zu betreiben, obwohl die Sockel passen. Dies war beim Sockel 1151 der Fall, weswegen man kurz nach dem Release einer neuen CPU- und Mainboard-Generation dazu überging, die neueren Modelle als Sockel 1151 v2 zu bezeichnen, um die Kompatibilität zu kommunizieren.
Sockel: Drei Kandidaten für Gamer
Für einen Spiele-PC kommen aktuelle drei so genannten "Mainstream"-CPU-Sockel in Frage, die in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis jeweils mehrere sehr empfehlenswerte CPUs bieten: Der AMD Sockel AM4 sowie die Intel Sockel 1200 und 1700. Wer noch einen PC mit einem älteren Sockel hat, sollte lieber Mainboard und CPU sowie falls nötig RAM wechseln, anstatt für sein altes Mainboard noch eine CPU zu kaufen, falls man denn überhaupt bei Neuware fündig wird
Quelle: AMD
Der bald neu kommende Sockel AM5, noch nicht auf einem Mainboard montiert
Für Profi-Anwender gibt es noch weitere Sockel, die aber wirklich nur für die Nutzer zu empfehlen sind, die genau wissen, dass sie die Features dieser Enthusiasten-Sockel benötigen - dazu später mehr.
Die drei Mainstream-Sockel bieten mehrere Kombinations-Möglichkeiten aus CPU und Mainboard, die ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Der neueste Sockel 1700 von Intel (Release Oktober 2021) bietet einige sehr starke CPUs für Gamer vor allem im Preisbereich ab 230 Euro. Die CPUs sind dabei den ähnlich ausgestatteten und ähnlich teuren Modellen von AMD immer ein klein wenig voraus.
Allerdings sind die Mainboards in Relation gesehen teurer als die für den Sockel AM4, so dass AMD in der Summe aus CPU und Mainboard ein ähnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Für Gamer, die eine besonders gute Preis-Effizienz suchen und das Risiko eingehen, dass ihre CPU vielleicht nicht 5 bis 6 Jahre ausreichend stark ist, sondern früher ersetzt werden muss, eignet sich der Sockel 1200 (Release April 2020) von Intel bestens.
Hier gibt es unterhalb von 200 Euro einige sehr gute CPUs, bei denen es AMD erst in den letzten Tagen mit einigen der anfangs genannten neuen Modellen geschafft hat, möglicherweise lohnenswerte Alternativen zu bieten. Zu den Kauftipps kommen wir aber später noch.
AMD hat allerdings im Vergleich zu Intel einen entscheidenden Vorteil, sofern man übertakten will. Denn Alle Ryzen-CPUs lassen sich übertakten, und schon ein Mainboard für 70 bis 80 Euro reicht aus, um eine Übertaktung in die Wege zu leiten. Bei Intel hingegen braucht man erstens eine CPU mit einem K oder KF am Ende der Modellnummer, die jeweils deutlich teurer als die normalen, bei Standardtakt meist ähnlich starken Versionen der CPU sind.
Zweitens muss ein Mainboard mit einem Z-Chipsatz her - solche Modelle sind ebenfalls teurer als Modelle mit anderen Chipsätzen und auch teurer als der Übertakter-Einstieg bei AMD. Mehr zum Thema Chipsatz und Übertakten sowie auch zu der Frage, wie viele Kerne eine CPU haben sollte, findet ihr auf der nächsten Seite.
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