RAM: DIMM und SO-DIMM, RAM-Einbau

Special Antonio Funes
RAM: DIMM und SO-DIMM, RAM-Einbau
Quelle: PC Games Hardware

Wir klären viele Fragen rund um Arbeitsspeicher für PCs und bieten euch auch noch eine Übersicht mit aktuellen DDR4- und DDR5-RAM-Kits (16GB und 32GB).

Bauarten für PCs: DIMM und SO-DIMM

Bei etlichen technischen Geräten wird RAM in Form von Chips einfach mit auf der Platine verlötet, auf der auch der Prozessor und/oder Mikrocontroller sowie andere Bauteile zu finden sind. Für PCs (und Laptops) gibt es für den Arbeitsspeicher hingegen Riegel, auf denen wiederum Speicherchips verlötet sind. Die Riegel werden dann in Slots des Mainboards gesteckt. Dank der Riegel können PC-Hersteller sowie auch Nutzer beim Zusammenstellen eines PCs sehr einfach die gewünschte Menge an RAM festlegen. Auch das Aufrüsten beziehungsweise der Wechsel des RAMs ist somit möglich.

Dies funktioniert nur dank Bauformat-Standards für die verschiedenen RAM-Sorten. Dabei geht es von rein physischer Seite her um die Größe der Riegel, die Anzahl und Position der Kontaktstellen, mit denen ein Riegel später im PC in einem Slot verankert wird, sowie um eine Einkerbung an der Unterseite, auf der auch die Kontaktstellen liegen. RAM-Riegel gibt es in zwei Längen: DIMM mit etwa 13,3 Zentimeter sowie SO-DIMM mit knapp 6,8 Zentimetern. DIMM ist für Desktop-PCs gedacht, SO-DIMM hingegen für Laptops, wobei es in seltenen Fällen auch auf Desktop-Mainboards für Mini-PCs zum Einsatz kommt.

Beide Bauarten können auch, obgleich dies selten ist, in völlig anderen Geräten verwendet werden. Ein Beispiel sind manche Sampler im Musikbereich, bei denen man per Speicherupgrade mehr oder auch bessere Samples gleichzeitig laden kann. Sowohl bei DIMM als auch bei SO-DIMM gibt es wiederum durch Weiterentwicklungen bei Dingen wie Takt und Datenrate immer wieder neue Standards wie DDR4 oder DDR5.

Ein Mainboard beispielsweise für DDR4-RAM ist allerdings inkompatibel zu anderen DDR-Standards. Damit man nicht versehentlich einen falschen Riegel einbaut, gibt es je nach Standard die schon oben genannte Kerbe an einer anderen Stelle der Riegel-Unterseite. Im RAM-Slot des Mainboards ist an der entsprechenden Stelle wiederum ein kleiner Steg, sodass rein mechanisch nur Riegel mit dem passenden Standard hineinpassen.

RAM-Riegel einbauen: kein Hexenwerk

RAM einzubauen ist eines der einfachsten Dinge, die man rund um einen PC selbst machen kann. Bei Laptops ist es ebenfalls sehr einfach, sofern das Öffnen des Gehäuses nicht kompliziert ist. Sowohl bei manchen Fertig-PCs als auch bei Laptops kann es übrigens passieren, dass der Hersteller die Riegel verlötet hat - hier ist ein Wechsel dann natürlich nicht so einfach möglich. Ansonsten erklärt sich der Einbau aber beinahe von selbst.

SO-DIMM-Slots Quelle: PC Games Hardware Slots für SO-DIMM-RAM Für die DIMM-Riegel für Desktop-PCs gibt es auf den Mainboards zwei oder vier RAM-Slots, die ihr bei normalen PC-Gehäusen bei einem Blick von der Seite aus ins Gehäuse rechts vor der CPU sehen könnt.

Den Riegel setzt ihr einfach mit der Seite, an der die Kontakte sind, nach unten ausgerichtet in den RAM-Slot. Anhand der Kerbe an der Riegelunterseite sowie dem Steg im Slot wisst ihr auch, wie herum der Riegel hineinkommt. Ihr drückt den Riegel nun kräftig in den Slot herein, wobei ihr auch zuerst die eine Seite des Riegels, dann die andere einrasten lassen könnt.

Beim Einrasten greifen zudem zwei kleine Hebel zu, die am RAM-Slot angebracht sind (je nach Mainboard ist es nur ein beweglicher Hebel). Diese solltet ihr vor dem Einlegen des RAMs natürlich aufklappen. Die nötige Kraft zum Einbau kann jemandem, der selten RAM einbaut, als gefährlich hoch vorkommen. Dies ist aber normal und sollte euch keine Sorgen machen.

Der Einbau von SO-DIMM-RAM ist noch einfacher: Man "legt" ihn in eine Vorrichtung ein und arretiert dann seitliche Metalllaschen - der Riegel steht nach dem Einbau dann nicht hochkant im Gehäuse, sondern liegt (teils nur beinahe) parallel zum Mainboard. Beim Ausbau gilt sowohl für SO-DIMM als auch für DIMM, dass ihr den oder die Hebel/Laschen selbstverständlich zuerst de-arretiert und nicht einfach den Riegel versucht, mit Gewalt herauszuziehen.

  1. Seite 1 RAM: Einleitung und Begriffs-Erläuterung
  2. Seite 2 RAM: DIMM und SO-DIMM, RAM-Einbau
  3. Seite 3 RAM: Von SD- zu DDR-RAM; Takwerte und Datenraten
  4. Seite 4 RAM: Leistungseinfluss durch Takt, Datenraten und Latenzen
  5. Seite 5 RAM: Welches RAM für welche CPU? Marktübersicht DDR4-DDR5
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