Gothic 3 wissentlich trotz schwerer Bugs zu veröffentlichen, ist eine Frechheit. Richtig dreist wird es, unliebsame Berichterstattung durch Drohanrufe und Zensur verhindern zu wollen.
Einladung zum Met-Trinken
Noch am gleichen Tag zieht unser Artikel über die schriftlich von Jowood freigegebene Testversion weite Kreise. Im Forum von Jowood sowie auf der Fanseite www.worldofgothic.de betreiben die Community Manager Schadensbegrenzung. »PC PowerPlay kann gar nicht richtig getestet haben«, heißt es da unter anderem, »die hatten eine viel ältere Version vorliegen.«
Besonders mutig ist Community Manager »CrazyIvan«, er schreibt ebenfalls am 21. September, um 20:12 Uhr: »Jedes Mitglied der Community, das in der Verkaufsversion einen reproduzierbaren A-Bug findet, der auf Gothic 3 und nicht auf sein System zurückzuführen ist, wird von mir auf ein Wochenende in ein Schaukampflager eingeladen, verköstigt, trainiert und – falls volljährig und interessiert – mit Met ins Nirvana geschickt.«
A-Bugs sind übrigens keine Kleinigkeiten, sondern Systemabstürze und so genannte Blocker, die ein Weiterspielen verhindern (etwa eine Hauptstory, die nicht weitergeht, ein unbesiegbarer Endgegner, aber auch Zerstören von Spielständen). Und CrazyIvan hat mittlerweile viele Einladungen verschickt, wie er im gleichen Forum zugibt. Doch es kommt noch »besser« ...
