Gord im Test: Mad Max im Mittelalter

Test Andreas Altenheimer Benedikt Plass-Fleßenkämper Katharina Pache
Gord im Test: Mad Max im Mittelalter
Quelle: Covenant.dev

Gord im Test: Das düstere, neue Spiel ehemaliger Mitarbeiter von The WItcher 3 und Frostpunk im großen Check.

Apropos Jobs: Gelegentlich werdet ihr mit Zufallsereignissen konfrontiert und müsst dann eine Entscheidung treffen. Möchtet ihr den Inhalt der ominösen Flasche trinken, die am Rand des Sees gefunden wurde? Solltet ihr sicherheitshalber einen Teil eurer Essensreserven wegwerfen, weil er durch die Sommerhitze verdorben sein könnte? Oder möchtet ihr dem Ritual einer mysteriösen Frau zustimmen, um im Austausch gegen Nahrung euren Glauben zu erhöhen? Des Weiteren gibt es persönliche Nebenmissionen, in denen ein Stammesmitglied mehrere Aufgaben wie das Erforschen einer Ruine oder eine bestimmte Beschwörung absolvieren muss.

Schwacher Durchblick

Grafisch macht Gord auf den ersten Blick einen guten Eindruck, weil die dunkle Farbpalette eine stimmige Atmosphäre erzeugt. Allerdings sorgt sie in Kombination mit der distanzierten Vogelperspektive für Übersichtsprobleme. So ist es nicht immer einfach, in einem Pulk Einheiten auseinanderzuhalten - vor allem, wenn sie direkt neben einem Gebäude stehen. Da hilft nur Pausieren und Heranzoomen mithilfe des Mausrads.

Richtig dämlich wird es beim Aufstellen von Stolperfallen, die euch vor dem Eintreffen feindlicher Kreaturen warnen sollen: Um ein Stammesmitglied zum Bau zu verdonnern, sollt ihr nicht das große Symbol über der Falle anklicken.

Stattdessen gilt es, einen der beiden winzig kleinen sowie nahezu unsichtbaren Stöcke anzuvisieren, die links wie rechts versetzt im Boden stecken.

Fein animiert und schick vertont

Die Animationen hinterlassen einen schönen Ersteindruck, verbergen aber zwei kleine Makel: Zum einen sind eure Einheiten selbst bei nahem Zoom sehr klein geraten, weshalb die verspielten Bewegungsabläufe gar nicht richtig zur Geltung kommen.

Zum anderen ist es uns mehrfach passiert, dass eine Einheit vor einer Tür stand, während eine andere Einheit ebendiese Tür nicht betreten konnte und stattdessen verzweifelt im Kreis davor umherirrte.

Richtig genial ist indes die Musikuntermalung, die nordische und mittelalterliche Klänge vereint. Dafür schwächeln die Sound-Effekte ein wenig. Sie bestehen meist aus Wasserplätschern oder Windgeräuschen und fallen nur auf, wenn dumpfe Warnsignalen ertönen, sobald euch das Spiel auf irgendetwas hinweisen möchte.

Meinung

Wertung zu Gord (PC)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Hochgesteckte Ziele, gute Umsetzung, kleine Fehler.

Gord erscheint am 17. August 2023 auf dem PC via Steam, auf PS5 und den Xbox-Series-Konsolen. Im Rahmen des Steam Next Fest im Juni dieses Jahres war bereits eine Demo spielbar. Angekündigt wurde das Projekt 2021, die Entscheidung, auch PS5 und Xbox Series zu beliefern, wurde im selben Jahr bekannt gegeben.

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