God of War Ragnarök: Letzte Preview vor dem Test - So genial wie der Vorgänger?

Special Felix Schütz
God of War Ragnarök: Letzte Preview vor dem Test - So genial wie der Vorgänger?
Quelle: Sony

Bis zum Test von God of War Ragnarök dauert es noch ein paar Wochen, doch schon heute dürfen wir euch aus den ersten Spielstunden berichten. Was macht es gut? Und was anders? Und vor allem: Braucht es überhaupt tiefgreifende Neuerungen? Felix Schütz verrät, warum sich God of War Ragnarok fast wie ein Add-on spielt - und warum das genau richtig sein könnte.

Ich bin ein ziemlich fauler Mensch. Wo fleißige Fans wohl jede Info über God of War Ragnarök aufsaugen, habe ich mir die Mühe nie gemacht. Schließlich mochte ich den Vorgänger, habe ihm sogar eine große Galerie gewidmet. (Verdammt, schaut das Teil gut aus!) Dass ich den Nachfolger spielen würde, war für mich darum schon lange beschlossene Sache. Und nun, nachdem ich die ersten Stunden der Testversion erlebt habe, zeichnet sich ein Bild ab: God of War Ragnarök wird ziemlich sicher eine fantastische Fortsetzung. Allerdings auch eine, die zumindest in den ersten Stunden kaum etwas anders macht als der erste Teil. Ich bin mir sicher, dass sich manche Spieler daran stören werden. Doch euch ist das so egal wie mir? Ihr freut euch einfach auf ein packendes, gefühlvolles Action-Abenteuer, das seine Helden wunderbar ernst nimmt und nichts von seiner Faszination verloren hat? Dann lest weiter!

Das Ende der Götter naht

God of War Ragnarök (jetzt kaufen 25,00 € ) macht vom Start weg vieles richtig, doch eines gefällt mir besonders: Es ist wunderbar unaufgeregt. Die Entwickler tappen nicht in die Falle, dass eine Fortsetzung automatisch größer, spektakulärer, beeindruckender sein muss. Also das komplette Gegenteil von God of War 2 (das ich übrigens vorzüglich finde)! Stattdessen stehen die Story und ihre Charaktere klar im Vordergrund. Was haben Kratos und Atreus seit dem letzten Teil getrieben? Und wie kommt der wortkarge Spartaner nun damit zurecht, dass sich sein Sohn zu einem beherzten Teenager entwickelt hat, der auch eigene Ziele verfolgt, der unbequeme Fragen stellt - und der seinem grimmigen Vater immer wieder Respekt abringt? Stets an ihrer Seite: Der plapperfreudige Mimir, ein abgetrennter Kopf, der sich liebend gerne ins Gespräch einbringt und Kratos mittlerweile als Bruder bezeichnet - ein Detail, das er wohlwollend zur Kenntnis nimmt.

Drei Jahre nach dem ersten Spiel ist Atreus aber nicht nur sichtbar gereift, er ist auch regelrecht besessen von seiner Suche nach Antworten. Vor allem der Name Loki lässt ihm keine Ruhe. Kratos dagegen fürchtet die Angriffe von Freya, die nach dem Tod ihres Sohnes bittere Rache geschworen hat. Und dann ist da noch der Fimbulwinter, der mittlerweile mehrere der neun Reiche einhüllt, ein Vorbote auf Ragnarök - dem prophezeiten Untergang der Götter. Kratos erkennt: Es wird Zeit, zu handeln.

Bildergalerie


Nur ein God of War 1,5?

Die ersten Spielstunden verbringt man vor allem in schneebedeckten Wäldern und Gebirgen. Der Einstieg ist dadurch zwar etwas unspektakulär, weckt aber auch schöne Erinnerungen an den Vorgänger. Wer den nicht gespielt hat, wird allerdings nur Bahnhof verstehen - für Neueinsteiger ist Ragnarök schlichtweg nicht gemacht. Also falls ihr es noch nicht getan habt: God of War (2018) kaufen und unbedingt nachholen!

Auch spielerisch bleibt fast alles beim Alten. Das wuchtige Kampfsystem kehrt so spaßig zurück, wie ich es in Erinnerung hatte. Mit Leviathanaxt und Kratos' markanten Chaosklingen reiht man geschmeidige Kombos aneinander, außerdem bietet jede Waffe mehrere Spezialangriffe, die man je nach Gegnertyp gezielt einsetzen sollte: Wirbelattacken, Eissplitter, ein Verbrennungseffekt oder die Möglichkeit, Feinde mit den Ketten brutal zu sich heranzuziehen, sind ebenso wichtig wie fleißiges Blocken und Ausweichen. Auch Atreus erweist sich als wertvoller Helfer, er schießt mit Pfeil und Bogen auf Gegner oder liefert Gelegenheiten, um brutale Finisher einzusetzen. Kurzum: Das spielt sich genau so wie fluffig wie der Vorgänger, auch wenn es - zumindest in den ersten Stunden - kaum Verbesserungen gibt. Hier habe ich allerdings einige Hoffnung, dass man später auch noch ein paar Überraschungen erlebt, gerade was die Waffen und Zauber betrifft.

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