God of War Ragnarök: Letzte Preview vor dem Test - So genial wie der Vorgänger?
Special
Bis zum Test von God of War Ragnarök dauert es noch ein paar Wochen, doch schon heute dürfen wir euch aus den ersten Spielstunden berichten. Was macht es gut? Und was anders? Und vor allem: Braucht es überhaupt tiefgreifende Neuerungen? Felix Schütz verrät, warum sich God of War Ragnarok fast wie ein Add-on spielt - und warum das genau richtig sein könnte.
Ebenfalls aus dem Vorgänger bekannt: Die Kamera hängt wieder nahe am Helden dran, Attacken von hinten erkennt man dadurch oft erst spät. Die Bossgegner gefallen mir dafür schon jetzt sehr gut. Jeder dicke Brocken erfordert eine eigene Strategie und zackige Reflexe, das Balancing ist fordernd, aber fair - so darf es für meinen Geschmack gerne weitergehen. Für besiegte Gegner gibt's übrigens wieder Erfahrungspunkte, die man in mehreren Talentbäumen ausgibt, um neue Spezialangriffe und Tricks freizuschalten. Atreus und Kratos verfügen nun aber über getrennte Bäume, außerdem fällt das Menü des Jungen auffällig klein aus. Deutet sich hier vielleicht eine dicke Überraschung für den späteren Spielverlauf an? Das Menü hat jedenfalls mein Interesse geweckt!
Vertraute Qualitäten
Auch aus dem Vorgänger bekannt: Kratos und Atreus sammeln unterwegs massenhaft Hacksilber und Ressourcen, die man im Crafting-Menü verprasst, um neue Rüstungsteile und Waffenupgrades freizuschalten. Das ist schnell erledigt und trotzdem motivierend genug. Neue Baupläne für Rüstungssets gibt es unter anderem über Nebenaufgaben, die sich bislang wunderbar in die Erzählung einfügen. Außerdem sind die streng abgegrenzten Levels geradezu gespickt mit kleinen Verstecken, alternativen Pfaden und optionalen Schätzen. Auch hier gibt es keinen messbaren Unterschied zum Vorgänger, aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch - das Erkunden macht auch in God of War Ragnarök viel Spaß.
In diesem Artikel
Besonders im zweiten Gebiet, dem wunderschönen Svartalfheim, ist mein Entdeckerdrang geweckt. Die Heimat der Zwerge bietet einen herrlichen Kontrast zum verschneiten Einstieg und ist über weite Strecken mit Wasser bedeckt. Genau wie beim See der Neun müssen sich die Helden also wieder ein Boot schnappen und von Strand zu Strand schippern, Nebenaufgaben lösen, Schätze sammeln und Wege freilegen. Und genau wie im Vorgänger gibt's auch hier einige Hindernisse, die man erst mit einer bestimmten Fähigkeit freischalten kann, die ich aber noch gar nicht habe - Backtracking wird also auch in Ragnarök ein Thema sein. Die Rätsel sind bislang sehr fair und unterhaltsam: Da muss ich zum Beispiel Wasser mit der Eisaxt einfrieren, Hindernisse sprengen oder Plattformen per Schalter bewegen. Nichts davon knifflig, aber wirklich schön in die Umgebung eingebunden. Ebenfalls bekannt: Die optionalen Nebenaufgaben, in denen man zum Beispiel Odins Raben mit der Axt vom Himmel holen muss - die hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber sei's drum. Dafür entschädigt mich nämlich der Humor, der sich immer wieder unter die ernsten Töne mischt - besonders die Zwerge sind hier für ein paar heitere Szenen gut.
Quelle: Sony
God of War Ragnarök vor dem Test: Die ersten Stunden gespielt
Wunderschön und flüssig
Technisch zeigt sich die Testversion auf der PS5 in Topform, zumindest wenn man den Performance-Modus auswählt, der 60 Bilder pro Sekunde anpeilt und dazu eine dynamische Auflösung verwendet. Der Qualitätsmodus liefert dagegen stramme 4K-Auflösung, allerdings nur bei angepeilten 30Fps - und das fühlt sich richtig zäh an, enttäuschend. Bis zum Release soll aber noch weiter an der Performance gearbeitet werden. Mir wird es egal sein - ich bleibe beim Performance-Modus, denn das Spielgefühl mit 60Fps ist herrlich. Auch fallen so gut wie keine Ladezeiten an, das Erlebnis fühlt sich damit wie aus einem Guss an. Das gilt auch für die spannenden Zwischensequenzen, zu denen das Spiel elegant überleitet.
Auch das prall gefüllte Optionsmenü verdient ein Lob, denn hier stecken Dutzende Einstellungsmöglichkeiten, um die Zugänglichkeit zu verbessern. Zum Beispiel hebt Kratos nun auf Wunsch automatisch Gegenstände auf, außerdem könnt ihr Quicktime-Events vereinfachen oder abschalten, wenn ihr keine Lust darauf habt. Werft also vor Spielstart unbedignt einen Blick in das Menü, es könnte sich für euch lohnen!
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Ersteindruck: Wird God of War Ragnarök der erhoffte, würdige Abschluss von Kratos' Saga? Ich glaube schon! Die Geschichte beginnt vielversprechend, die Charaktere sind spannend, das Gameplay präsentiert sich geschliffen und die Atmosphäre ist erstklassig. Allein: Es macht bislang wirklich überhaupt nichts Neues. Aber wir reden hier nur von den ersten Spielstunden. Ich habe ja den leisen Verdacht, dass das Spiel später doch noch die eine oder andere Überraschung liefern könnte. Und selbst wenn nicht, selbst wenn es nur auf dem Niveau des Anfangs bleibt, wäre das wahrscheinlich immer noch ein richtig starkes Sequel. So oder so: Das Teil wird auf jeden Fall durchgespielt!
