God of War 2018: Alle Neuerungen und Änderungen am Gameplay - Buntes Blut, Sammelgegenstände, Quick-Time-Events
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Was macht God of War für PS4 anders als Sonys bisherige Actionspiele mit Kratos? Der große Artikel zu den Änderungen und neuen Features befasst sich auf Seite 2 mit dem Gewaltgrad, leichten Open-World-Anleihen, einem bis dato ungekannten Story-Fokus und dem Fehlen der Quick-Time-Events aus den Vorgängern.
Wie sehr unterscheidet sich God of War 4 von den Vorgängern? Das PS4-Debüt der Serie steht kurz vor einem Release und in unserem großen God of War-Special listen wir alle Neuerungen und kontroversen Gameplay-Veränderungen zur 2018-Fortsetzung auf. Entwickler Santa Monica hat die Sony-Serie um Kriegsgott Kratos derart umgekrempelt, dass man bei God of War 2018 mit Fug und Recht von einem Reboot sprechen kann. Allerdings wird die Geschichte aus God of War 3 mehr oder weniger nahtlos fortgesetzt, keine Sorge! Nur eben diesmal mit einer ganz anderen, deutlich intensiveren Erzählweise.
In diesem Artikel
- Seite 1 God of War 2018: Alle Neuerungen und Änderungen am Gameplay - Kamera, Crafting, Kampfsystem, Skills
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Seite 2
God of War 2018: Alle Neuerungen und Änderungen am Gameplay - Buntes Blut, Sammelgegenstände, Quick-Time-Events
- 2.1 God of War 4: Story und Charaktere stehen im Vordergrund
- 2.2 God of War ab 18 und uncut, aber ohne rotes Blut?
- 2.3 Open-World-Anleihen in God of War für PS4: Sammelgegenstände und Challenges
- 2.4 Fast komplett abgeschafft: Quick-Time-Events in GoW 4
- 2.5 God of War 2018-Neuerungen: Zusammenfassung und Liste der Änderungen
- Seite 3 Bildergalerie
God of War 4: Story und Charaktere stehen im Vordergrund
Klar, auch frühere God of War-Spiele erzählten spannende Geschichten, aber darin ging es vornehmlich um Rache und die Vernichtung von Kratos' Feinden. Im 2018-Reboot für Sonys Playstaton 4 hat der God of War-Held eine ganz neue Motivation: Er muss sich um seinen Sohn Atreus kümmern. Die Beziehung zwischen dem strengen Vater und seinem eigensinnigen Sprössling mausert sich bereits in den ersten Spielstunden zum Highlight der Story. Vor allem, da offenbar nicht alles so ist, wie es scheint, und Atreus ein Geheimnis umgibt. Santa Monica Studios langsame Erzählweise und intensive Beschäftigung mit den Charakteren zahlen sich aus; wir sind schon mächtig gespannt, in welche Richtung sich die Geschichte im Verlauf der 25 bis 35 Stunden langen Kampagne entwickelt.
Häufige Dialoge zwischen dem KI-Begleiter und dem vom Spieler gesteuerten Kratos bringen euch die Charaktere näher als in den Vorgängern. God of War für PS4 arbeitet dazu mit vielen Zwischensequenzen, die aber dennoch ohne Schnitt auskommen - eine beeindruckende Kameratechnik. Übrigens: Wer befürchtet, dass durch die Einbindung des Sohnemanns bei der Erzählung zu viel Fokus auf das Zwischenmenschliche gelegt werden könne, muss sich nicht sorgen. Bereits zu Beginn gibt es sehr deutliche Anzeichen dafür, dass im neuen God of War die nordischen Götter wie Thor, Loki und Odin eine Rolle spielen werden - ob man sie auch genauso rabiat niedermetzelt wie in God of War 3, steht jedoch auf einem anderen Blatt.
Quelle: Sony
Am Anfang von God of War 2018 bringt ihr Kratos' Sohn Atreus erst einmal das Jagen bei. Das stärkt die Bindung zu den Charakteren.
God of War ab 18 und uncut, aber ohne rotes Blut?
Ungewöhnlich für God of War-Verhältnisse: Zwar zerreißt Kratos in Finisher-Moves auch schon mal Gegner oder dreht Feinden den Hals um, aber so explizit wie in God of War 3 und Ascension wird die Gewaltdarstellung zumindest in den ersten Spielstunden nie. Wer erinnert sich nicht daran, wie Kratos in den Vorgängern dem Sonnengott Helios den Kopf abgerissen oder einem Zentauren die Eingeweide aus der Bauchhöhle gezerrt hat?
Solche deftigen Szenen glänzten in God of War 4 bislang mit Abwesenheit, die Brutalität der Kämpfe wird durch die entmenschlichten, meist aus Knochen und Asche bestehenden Feinde enorm abgeschwächt. Blut spritzt in God of War 2018 nur sehr selten, bislang sahen wir vor allem orange und blaue Körperflüssigkeiten. Auch in Sachen abgetrennte Gliedmaßen hält sich der neueste Serienteil entgegen anders lautender Aussagen der Entwickler vergleichsweise stark zurück; eine USK-Altersfreigabe ab 18 Jahren hat God of War 2018 dennoch erhalten. Mehr zur (diesmal fast schon comichaften) Gewaltdarstellung gibt's im Video-Special:
Open-World-Anleihen in God of War für PS4: Sammelgegenstände und Challenges
Vor kurzem noch umgaben so einige Fragezeichen den neuen Serienteil. Wird God of War etwa gar ein Open-World-Spiel? Nach der Hands-on-Vorschau zu GoW 4 wissen wir: Nein, wird es nicht!
Allerdings hat sich Entwickler Santa Monica Studio großzügig von erfolgreichen Open-World-Spielen wie Horizon: Zero Dawn inspirieren lassen. Auf der Übersichtskarte schlüsselt God of War 2018 fein säuberlich auf, wie viele Artefakte wir in jedem Gebiet gefunden haben und wie nahe wir uns an der 100%-Marke befinden - aber einen Icon-Wust wie in Ubisoft-Spielen braucht ihr nicht zu befürchten. Viele Sammelgegenstände versprechen eine Belohnung, wenn das Set komplett ist: Dann gibt es sofort XP oder Hacksilber. Der Umfang fällt groß aus: Allein im anfangs betretenen Midgard weist der Kartenbildschirm elf unterschiedliche Regionen aus. Dabei dürften die waldigen Mittellande nur eine von mehreren Stationen auf der Reise von Kratos und Atreus sein.
Schatzkarten und Waffen-Herausforderungen der Marke "Pariere 25 Angriffe", "Greife 50 brennende Gegner an" oder "Erledige 100 Wölfe" sprechen Trophäen-Jäger an. Allerdings besteht die Gefahr, dass es God of War bei seinem PS4-Debüt mit der Anzahl dieser Challenges übertreibt: Das schnöde Interface neigt dazu, das Abhaken solcher optionalen Nebenaufgaben ebenso wie das Sammeln der Artefakte mit dem sturen Durchgehen einer Liste gleichzusetzen. 1/10 hier, 4/63 dort - dieser Zahlenwust und die Menge an Sammelzeug könnten God of War-Fans möglicherweise auf die Nerven gehen, einer Open-World-Seuche gleich.
Sehr gelungen ist dagegen, wie Santa Monica Studios die besonders wertvollen Items versteckt, die Hörner und Äpfel, die in serientypischen Dreier-Sets Kratos' Lebensenergie und Wutanzeige permanent erhöhen - das sind die God of War 4-Äquivalente der Gorgonenaugen, Phönixfedern und Minotaurenhörnern aus Teil 3. Um solche nützlichen Schätze zu finden, muss man besonders aufmerksam sein: Manch eine versiegelte Tür lässt sich nur über Umwege und durch Einsatz von Gehirnschmalz öffnen, andere erfordern das Ausfindigmachen und die Zerstörung dreier Runensteine in der Umgebung.
Fast komplett abgeschafft: Quick-Time-Events in GoW 4
Quelle: Sony
God of War hat auf der PS4 nur noch sehr wenige Quick-Time-Events unter Zeitdruck zu bieten. Gut oder schlecht? Schreibt uns eure Meinung in den Kommentaren!
God of War geht neue Wege - von der Third-Person-Perspektive bis zum nordischen Setting. Doch für den ersten PS4-Auftritt von Serienheld Kratos greift Entwickler Santa Monica Studio noch tiefer in die God of War-DNS ein: Beim Release am 20. April 2018 soll das Actionspiel mit einem Minimum an Quick-Time-Events auskommen. Kein panisches Tastenhämmern mehr, keine vorgegebenen Button-Sequenzen, bei denen es aufs exakte Drücken in Sekundenbruchteilen ankommt und wo ein Versagen den Game-over-Bildschirm aufruft. Allerdings wird der Spieler bei großen Bosskämpfen immer noch dazu aufgefordert werde, schnell auf die X-Taste des Playstation-4-Controllers zu hämmern oder die Analogsticks im Kreis zu drehen.
Was definitiv fehlen wird, sind komplizierte eingeblendete Tasteneingaben wie Dreieck, Quadrat, Kreis, L1, Dreieck, die in kurzer Zeit und einer bestimmten Reihenfolge imitiert werden müssen. So klettert Kratos jetzt etwa dynamisch auf große Gegner wie einen Zyklopen - auf dem Rücken des Riesen soll der Spieler jetzt einfach ganz ohne Aufforderung die zwei normalen Angriffstasten drücken, die auch im restlichen Spiel verwendet werden. Kratos spult daraufhin ganz automatisch coole, an die Situation angepasste Animationen ab - ohne dass ein Quick-Time-Event wie etwa im neuen Spider-Man-Spiel für Playstation 4 nötig ist.
God of War 2018-Neuerungen: Zusammenfassung und Liste der Änderungen
- Kratos kann nur noch an vorgegebenen Stellen springen und klettern.
- Neue Third-Person-Kamera, keine festen Blickwinkel mehr
- God of War-Held Kratos wird von seinem KI-gesteuerten Sohn Atreus begleitet.
- Das neue Kampfsystem von God of War ist langsamer als in den Vorgängern und im Vergleich taktischer.
- God of War 4 bietet Crafting, Items mit verschiedenen Seltenheitsgraden sowie RPG-Elemente wie XP und Skills.
- Die Story des Spiels wird deutlich aufwändiger und langsamer erzählt; im Vergleich zu bisherigen God of War-Spielen stehen die Charaktere stärker im Vordergrund.
- Der Gewaltgrad ist dem ersten Anschein nach gegenüber God of War 3 reduziert - im neuen PS4-Spiel spritzt selten rotes Blut.
- Obwohl das Spiel kein Open-World-Szenario bietet, erinnern Sammelgegenstände, Herausforderungen und die Übersichtskarte in Ansätzen an Spiele wie Horizon: Zero Dawn.
- Das God of War-Reboot für Sonys Playstation 4 enthält nur noch sehr wenige Quick-Time-Events.
Was sagt ihr zu den God of War-Neuerungen auf der PS4? Wird das Actionspiel ein würdiger Nachfolger? Schreibt es uns in den Kommentaren!
