Gaming-Gehäuse: Tipps zur Auswahl und Belüftung sowie große Marktübersicht
Special
In unserem Special erfahrt ihr, was ihr bei der Auswahl eines neuen Gehäuses für euren Gaming-PC beachten solltet. Optik, die Größe und die inneren Maße sind einige der Themen. Wir geben aber auch Tipps für die Belüftung eines PCs und bieten eine Marktübersicht mit 60 Gehäusen für Gaming-Hardware von 35 bis 100 Euro.
Gaming-Gehäuse
PC-Gehäuse gibt es schon für weniger als 20 Euro - wer will, der kann aber auch weit über 200 Euro investieren. Doch was genau sollte man beim Kauf beachten? Wie sieht es mit der Belüftung aus? Und welche Preisklasse ist zu empfehlen? Diese Fragen versuchen wir in unserem Special für euch zu klären. Zudem bieten wir eine Marktübersicht mit 30 aktuell gut lieferbaren und für Gaming-PCs gut geeigneten PC-Gehäusen von 30 bis 150 Euro.
In diesem Artikel
Eine Frage des Geschmacks
Die Geister scheiden sich vor allem bei der Optik. Gehäuse mit extrem aggressiver "Gamer"-Optik gibt es zwar vergleichsweise kaum mehr, was die Auswahl an aktuellen im Handel erhältlichen PC-Gehäusen angeht.
Quelle: MSI
MSI MPG Gungnir 110M
Aber es gibt durchaus eine Menge sehr auffällige Gehäuse, zudem sind Sichtfenster im linken Seitenteil oder sogar eine komplett transparente linke Seite weit verbreitet. Viele Hersteller liefern auch LED-beleuchtete Lüfter mit, und das immer häufiger mit frei konfigurierbaren RGB-LEDs und nicht nur einfarbig. Es gibt aber auch eine riesige Auswahl an Gehäusen ohne Seitenfenster, zum Teil dann trotzdem mit auffälliger Front, oftmals aber in geradezu monolithischer Optik - letztere gibt es natürlich ebenfalls in vielen Fällen als Versionen mit Seitenfenster, falls man zwar eine schlicht-edlen Gesamteindruck haben will, aber gleichzeitig dann doch die Möglichkeit wünscht, auf die Hardware im Inneren blicken zu können. Am Ende entscheidet aber natürlich der eigene Geschmack, solange man in der Preisklasse, die man anstrebt, genügend Alternativen findet. Besonders einfach haben es Gamer, denen die Optik völlig egal ist - hier zählen dann eher praktische Eigenschaften.
Größenverhältnisse
Bevor man sich dem Äußeren widmet, ist aber das Innere an der Reihe. Zu einigen Details kommen wir auf der zweiten Seite, doch das Wichtigste: der Formfaktor des Mainboards.
Für Mainboards gibt es genormte Größen, die jeweils ein Maximalmaß haben. Die wichtigsten sind (von klein nach groß): Mini-ITX, µATX (auch Micro- oder mATX), ATX und E-ATX. Die Info, welches Format maximal in ein Gehäuse hereinpasst, findet ihr in den technischen Daten des Gehäuses.
Quelle: Fractal Design
Fractal Design Define S
Dabei gilt: Ein im Vergleich zum Formfaktor des Gehäuses kleineres Mainboard passt immer, ein größeres aber nie. Die meisten Gamer-Gehäuse bieten das ATX-Format. Auch dann, wenn ihr nur ein µATX-Mainboard nehmt, was für die Leistung des PCs ja kein Nachteil ist, bietet es sich an. Zu µATX oder gar Mini-ITX solltet ihr nur greifen, wenn ihr unbedingt ein besonders kleines Gehäuse wünscht. Es gibt aber auch eine Menge ATX-Gehäuse, die kaum größer als ein durchschnittliches µATX-Mainboard sind, sodass man stets einen Blick auf ATX-Alternativen haben sollte. E-ATX wiederum ist ein besonders großes Format - dies macht heutzutage an sich keinen Sinn mehr, außer ihr wollt eine riesige Festplatten-Armada in den PC einbauen. Ansonsten bieten normale ATX-Midi-Tower mehr als genug Platz, eine gute Belüftung und nehmen weniger Platz weg. E-ATX-Mainboards gibt es eher für die "Enthusiasten"-Sockel, also für eher professionellere Anwendungen. Bei dem für Gaming-PCs angesagten Intel Sockel 1200 haben weniger als 10 von knapp 200 gelisteten Modellen das E-ATX-Format, und zwar ausschließlich Modelle für über 500 Euro. Bei AMD sind es nur drei von über 250 gelisteten Mainboards, und diese drei gibt es so gut wie nirgends zu kaufen.
