Lian Li PC-O11 Dynamic: Kabelsalat-Abhilfe und Fazit

Special Antonio Funes
Lian Li PC-O11 Dynamic: Kabelsalat-Abhilfe und Fazit
Quelle: Antonio Funes

Das Lian Li PC-O11 Dynamic ist bei der Höhe und Tiefe ist eher ein kleineres MIDI-Gehäuse. Die Breite ist mit 27 Zentimetern weit über dem Durchschnitt, denn es hat zwei Kammern. Das Konzept kommt vor allem Systemen mit Wasserkühlung entgegen - genau eine solche bauen wir ein und testen das Gehäuse somit in der Praxis.

Praxistest Lian Li PC-O11 Dynamic: Kabelsalat ade

Um die Menge an Kabeln zu verdeutlichen, die bei uns anfielen: wir haben sieben Lüfter mit jeweils einem Stromkabel, die zum Teil mit einem weiteren Kabel verbunden sind, um mehrere Lüfter an der gleichen Mainboardbuchse anzuschießen.
Drei der Lüfter haben zusätzlich auch noch Kabel für ihre LED-Ansteuerung, hinzu kommen Kabel für zwei LED-Leisten, die Pumpe und natürlich auch noch die Stromkabel des Netzteils, um den Hauptstromstecker, den P4-Zusatzstecker, die PCIe-Stecker sowie mehrere SATA- und IDE-Stromstecker zu bieten.

Die Kabel verschwinden hinter der Nebenkammer-Blende Quelle: Antonio Funes Die Kabel verschwinden hinter der Nebenkammer-Blende Last but not least kommen noch die Kabel des Gehäuses hinzu, um die USB-Ports zu versorgen und eine Verbindung zwischen Mainboard und Ein/Aus-Schalter sowie die HDD-LED zu gewährleisten. All diese Kabel konnten wir ohne Probleme in der Nebenkammer unterbringen - es sind lediglich bei einem Teil dieser Kabel wenige Zentimeter zu sehen, die unweigerlich in die Hauptkammer hineinreichen müssen, da die Anschlüsse auf dem Mainboard liegen. Bei normalen Gehäusen hätten wir aber große Schwierigkeiten gehabt, all diese die Kabel zwischen Mainboard-Tray und Seitenteil hineinzuquetschen. Da es beim Lian Li PC-O11 Dynamic dank der Nabenkammer viel Platz gibt, muss man sich beim Verlegen der Kabel keine große Mühe geben, sie fein und ordentlich zu organisieren. Unsere zwei Bilder links zeigen unseren PC mit Blick auf die Nebenkammer, und zwar zum einen mit Blende und zum anderen ohne Blende, so dass man die "versteckten" Kabeln in all ihrer Pracht bewundern kann.

Und so sieht es ohne Blende aus, wenn man die Kabel nicht extra fein säuberlich verlegt und mit Kabelbindern ordnet. Quelle: Antonio Funes Und so sieht es ohne Blende aus, wenn man die Kabel nicht extra fein säuberlich verlegt und mit Kabelbindern ordnet. Komplett aus den Augen und aus dem Sinn sind die Kabel, wenn man nun noch die Kammer mit dem Gehäuseseitenteil verschließt. Einen Teil der Kabel haben wir übrigens in den 3,5-Schacht auf der Rückseite verfrachtet - denn dort haben wir nur einen der Montageplätze mit einer 3,5-Zoll-Festplatte belegt. Auf dem anderen sitzt eine platzsparende 2,5-Zoll-SSD. Beide Laufwerke sind auf kleinen Schlitten montiert, die man von der Rückseite des Gehäuses aus leicht entnehmen kann.

Fazit: Relativ kompaktes Gehäuse mit viel Platz

Das Lian-LI PC-O11 Dynamic ist ein sehr gute Gehäuse für alle, die ihre Hardware gerne präsentieren, dabei mindestens einen von außen gut sichtbaren 360mm-Radiator (oder eine Dreier-Reihe an 120mm-Lüftern) verwenden möchten und schon immer genervt davon waren, Kabel in einem Standardgehäuse möglichst unsichtbar unterzubringen. Hinzu kommt, dass das Gehäuse trotzdem erstaunlich kompakt ist. Von der Seite wirkt es wie ein Midi-Tower, nur die Breite lässt das Volumen erahnen. Wir empfehlen als Standort entweder einen Schreibtisch, sofern dort genug Platz ist, oder auch ein 70 bis 100 Zentimeter hohes Sideboard oder Wandregal. Sollte die Breite der Stellfläche zu klein sein, kann man sich in einem Baumarkt ein Regalbrett (40cm mal 50-60cm) besorgen. Da das Lian Li PC-O11 Dynamic nicht vier einzelne Standfüße, sondern vorne und hinten je eine durchgehende Standleiste hat, verteilt sich das Gewicht auch sehr gleichmäßig. Der Preis für das Gesamtpaket ist absolut angemessen. Es sind aber einige Kleinigkeiten zu beachten, wenn man mit dem Gehäuse zu 100 Prozent glücklich werden möchte. Die Vor- und Nachteile haben wir wie folgt zusammengefasst, wobei freilich jeder für sich bewerten kann, ob alle Punkte relevant sind.

Vorteile: Sehr gute Verarbeitung; Seitenteile extrem simpel abnehmbar, das Gehäuse ist trotzdem bombensicher verschließbar; viel Platz, denn alle Kabel, das Netzteil und mehr können dank zweiter Kammer unsichtbar und ohne viel Fummelei verbaut werden; bis zu drei 360mm-Radiatoren möglich; Seite und Front aus Glas bieten umfangreiche Einblicke; leichter Zugang zum hinteren 3,5-Zoll-Schacht; Mehrere Vorbohrungen ermöglichen weitere Optionen für Lüftermontage; vier Staubfilter (je einer unten und oben sowie zwei am rechten Seitenteil) machen es Staub sehr schwer, ins Gehäuse einzudringen; im Betrieb sehr leise, auch da die Front und die Seite durch die Glasteile komplett geschlossen ist.

Kritikpunkte: nur zwei USB-Ports mit der üblichen Typ-A-Größe; Schwarz eingerahmte Seiten- und Frontscheiben widersprechen dem Konzept eines weißen Gehäuses; Sinnvolle Montage eines separaten AGBs nur auf der Gehäuserückseite möglich; gleichzeitige Montage eines 280- und 360mm-Radiators schwierig - es fehlt nur ein Zentimeter Gehäusetiefe, damit es problemlos möglich wäre; Anleitung sehr spärlich und geht nur auf die wichtigsten Punkte ein; keine Lüfter im Lieferumfang.

Unser Autor ist trotz der Kritikpunkte sehr zufrieden mit dem Lian Li PC-O11 Dynamic. Denn das meiste betrifft den Einbau der individuellen Wasserkühlung, die ja sicher nicht jeder Käufer des Gehäuses im Sinn hat und die man zudem in aller Regel ja nicht alle paar Wochen erneut durchführen muss. Dass keine Lüfter mit im Lieferumfang waren, störte ihn nicht. Denn die meisten Nutzer, die eine aufwendigere Kühlung verwirkllichen wollen, besorgen sich ohnehin die Lüfter, die ihnen besonders gut zusagen,

  1. Seite 1 Lian Li PC-O11 Dynamic: Einleitung
  2. Seite 2 Lian Li PC-O11 Dynamic: Äußerer und innerer Eindruck
  3. Seite 3 Lian Li PC-O11 Dynamic: Einbau von Hardware und Wasserkühlung sowie Probleme
  4. Seite 4 Lian Li PC-O11 Dynamic: Kabelsalat-Abhilfe und Fazit
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