Gehäuse: Belüftung von Gehäusen

Special Antonio Funes
Gehäuse: Belüftung von Gehäusen
Quelle: Phantek/Caseking

Ein Gehäuse ist mehr als nur ein Kasten für die Hardware. Wir geben euch Tipps, was ihr bei der Wahl eines passenden Gehäuses beachten müsst. Unsere Marktübersicht zeigt euch zudem gut 80 empfehlenswerte Gehäuse in verschiedenen Größen.

Gehäusebelüftung

Einige Gehäuse haben ein extrem ausgeklügeltes Belüftungskonzept, zumindest wenn man alle der vorhandenen Lüfterplätze nutzen möchte. Doch bevor ihr zusätzlich zu den meist ein bis zwei mitgelieferten Gehäuselüftern noch weitere Lüfter anschafft, nur um alle verfügbaren Lüfterplätze zu belegen, solltet ihr ausprobieren, ob nicht zwei Gehäuselüfter insgesamt völlig ausreichen.

Denn für moderne Hardware ist es so gut wie nie nötig, mehr Gehäuselüfter einzubauen als einen im vorderen Bereich (eher unten im Gehäuse) sowie einen im hinteren Bereich (eher mittig oder oben). Dadurch wird ein Luftstrom erzeugt, der vorne frische Luft ansaugt und über Grafikkarte sowie CPU nach hinten oben gelangt. Die warme Luft rund um die CPU und die Grafikkarte wird nach hinten geblasen und zudem vom hinteren Lüfter auch noch aktiv nach außen geleitet. Der Lüfter des CPU-Kühlers unterstützt im Optimalfall diesen Luftstrom - ein Towerkühler ist dabei die beste Lösung. Siehe dazu auch die Tipps in unserem Special zum Thema CPU-Kühlung.

Nanoxia Deep Silence 3 Quelle: Nanoxia Nanoxia Deep Silence 3 In aller Regel ist diese Lüftung mit nur zwei Gehäuselüftern dann auch leiser als wenn ihr das Gehäuse komplett mit Lüftern bestückt, nur um euch an das vom Hersteller vorgeschlagene Belüftungskonzept zu halten oder weil ihr denkt, dass die Hardware mit nur zwei Lüftern zu heiß wird. Erst wenn die Temperaturen der Hardware wirklich trotz der zwei Lüfter etwas zu hoch sind oder ihr die CPU stark übertakten wollt oder beispielsweise der Grafikkartenkühler schon bei relativ kurzer Gaminglast deutlich schneller drehen muss, weil die Temperatur der Grafikkarte zu sehr steigt, solltet ihr daran denken, auch weitere Gehäuselüfter einzubauen.

Cooler Master Elite 130 Quelle: Cooler Master Cooler Master Elite 130 Aber aufpassen: ein Lüfter an der falschen Stelle kann sogar den Luftstrom negativ beeinflussen. Häufig macht es - wenn euch die Belüftung zu laut ist - auch Sinn, sich zunächst nur bessere Lüfter anzuschaffen, die mehr Luft befördern oder die auch einfach nur leiser agieren als die beim Gehäuse mitgelieferten Lüfter. Wer gar auf Wasserkühlung setzen will: einige Gehäuse haben besondere Plätze für eine waschechte Wasserkühlung - allerdings ist eine Wasserkühlung mittlerweile eher etwas für Enthusiasten, die extremste Übertakter-Experimente wagen wollen, oder für Nutzer, denen die Optik der Wasserkühlung gefällt. Denn ansonsten gibt es auch extrem leise Luftkühlungen, die zudem günstiger als eine Wasserkühlung sind.

  1. Seite 1 Gehäuse: worauf man achten sollte
  2. Seite 2 Gehäuse: Bauformate mit ATX, µATX und mehr
  3. Seite 3 Gehäuse: Belüftung von Gehäusen
  4. Seite 4 Gehäuse: Marktübersicht: Einleitung und Mini-ITX-Gehäuse
  5. Seite 5 Gehäuse: Marktübersicht ATX- und µATX-Gehäuse bis 60 Euro
  6. Seite 6 Gehäuse: Marktübersicht ATX- und µATX-Gehäuse ab 60 Euro
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