Gaming-PCs zu Weihnachten: CPU, Grafikkarte und weitere Bauteile

Special Antonio Funes
Gaming-PCs zu Weihnachten: CPU, Grafikkarte und weitere Bauteile
Quelle: Phanteks

Zu Weihnachten stehen bei vielen Gamern PCs auf den Wunschlisten. Wir geben Tipps rund das Zusammenstellen von PC, schauen aber auch, welche Vor- und Nachteile der Eigenbau im Vergleich zu einem Komplett-PCs hat. Zudem haben wir sechs Gaming-PCs als Beispiele für euch zusammengestellt, und zwar von 525 bis 1590 Euro.

Grafikkarte- und CPU-Kombination

Sobald die Wahl des Sockels steht, geht es zum Thema Grafikkarte. Denn diese ist für die Gamingleistung das wichtigste, sofern die CPU keine komplette Gurke ist. Eine moderne CPU ab etwa 120 Euro reicht schon aus, um selbst einer High-End-Grafikkarte keine Bremse zu sein. Mit einer stärkeren CPU gewinnt man freilich an FPS in Games (FPS: Bilder pro Sekunde) - aber vor allem bei einem begrenzten Budget sollte man im Zweifel eher ein wenig mehr in die Grafikkarte als in die CPU stecken, solange - wie gesagt - die CPU trotzdem noch eine ordentliche Power liefert.

Dies ist aktuell mit einem Ryzen 5 3600 sehr gut gegeben. Der AMD-Prozessor ist trotz seines Preises von unter 200 Euro sogar absolut top: Bis etwa zum 370 Euro teuren Core i7-8700K haben andere Prozessoren maximal fünf Prozent mehr Gaming-Leistung. Die Intel-CPU bringt knappe 10 Prozent mehr FPS als der Ryzen 5 3600.

Bei Preis-Leistung derzeit nicht zu toppen: AMD Ryzen 5 3600 Quelle: PC Games Hardware Bei Preis-Leistung derzeit nicht zu toppen: AMD Ryzen 5 3600 Ein größeres Plus als 10 Prozent gibt es im Mainstream-Sektor nur mit dem Core i9-9900K, der für seinen Preis von 470 Euro etwa 15 Prozent mehr Spieleleistung als der Ryzen 5 3600 bringt. Letzterer ist also eine enorm gute Basis für einen PC mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Beispiel: Ein Core i7-8700K bringt knappe 10 Prozent mehr Leistung als der Ryzen 5 3600, kostet aber über 150 Euro mehr. Wegen der Kosten stellen wir dem Intel-Prozessor nur eine Nvidia GTX 1660 Ti zur Seite. Nehmen wir die Ryzen-CPU und sparen die gut 150 Euro, dann ist als Grafikkarte eine Nvidia RTX 2060 Super oder AMD RX 5700 XT drin, die mindestens 30 Prozent schneller als eine Nvidia GeForce GTX 1660 Ti sind - ein deutlich größeres Plus als das, was der Intel Core i7-8700K gegenüber dem Ryzen 5 3600 bietet. Das einzige Argument für den Intel-Prozessor wäre die Idee, dass die CPU wegen der Mehrleistung ein wenig länger "durchhält". Das Argument ist allerdings schwach, denn nehmen wir mal an, dass ein irgendein zukünftiges Spiel in einigen Jahren wegen der Leistung des Ryzen 5 3600 nur noch maximal 40 FPS liefern kann, obwohl man eine aktuelle neue Grafikkarte eingebaut hat, dann wären es mit dem Intel Core i7-8700K auch nur vier FPS mehr.

Weitere Komponenten (mit Links zu Specials)

Beim Gehäuse (unser letztes Special stammt aus dem Mai) findet ihr bereits ab etwa 30 Euro Modelle, die für einen Gaming-PC gut geeignet sind. Für Aufpreise steigert ihr die Bauteil-Qualität oder auch die Qualität und Anzahl an eingebauten Lüftern.

All-in-One-Wasserkühlungen wie hier von Corsair sind eher ein optisches Schmankerl, denn viele Luftkühlungen sind für weniger Geld ebenfalls sehr leise. Quelle: Corsair All-in-One-Wasserkühlungen wie hier von Corsair sind eher ein optisches Schmankerl, denn viele Luftkühlungen sind für weniger Geld ebenfalls sehr leise. Auch eine Schalldämmung oder Hilfen zum Einbau sind bei teureren Gehäusen oft durchdachter. Was die Laufwerke angeht, so empfehlen zumindest für Windows eine SSD, siehe hierzu auch unser SSD-Special vom Oktober, in dem wir auch die Vorteile von M.2-SSDs erklären, deren Aufpreis auf 2,5-Zoll-SSD inzwischen moderat ist. Beim Netzteil reicht ein Modell mit 450 bis 500 Watt auch für starke PCs aus, sofern ihr ein Markenmodell ab etwa 50 Euro wählt - siehe hierzu auch unser Juni-Special. Wem die Lautstärke bei Last weniger wichtig ist, der kann den bei CPUs mitgelieferten CPU-Kühler nehmen. Ansonsten geht es mit einem Luftkühler ab etwa 20 Euro auch leiser, und zum Übertakten solltet ihr eher ab 35 bis 40 Euro einrechnen. Für besondere Zwecke oder auch nur für die Optik gibt es auch All-in-One-Wasserkühlungen. Zu beiden Optionen haben wir auch in unserem Special aus dem Juni Tipps und eine Marktübersicht mit Luftkühlern aufbereitet. Das Thema Arbeitsspeicher hatten wir erst Anfang November ausführlich besprochen. 16 Gigabyte reichen auf absehbare Zeit aus - wer genug Budget hat, geht direkt auf 32 Gigabyte. Vor allem wenn man ohnehin schon mehr als 1000 Euro ausgibt, sind die weiteren etwa 60 bis 70 Euro zu verschmerzen und sorgen vermutlich bis zum Ende der PC-Nutzung für Ruhe. Nun kommen wir aber ab der nächsten Seite zu unseren PC-Zusammenstellungen.

  1. Seite 1 Gaming-PCs zu Weihnachten: Komplett-PC und Eigenbau
  2. Seite 2 Gaming-PCs zu Weihnachten: Sockel-Wahl und Enthusiasten-CPUs
  3. Seite 3 Gaming-PCs zu Weihnachten: CPU, Grafikkarte und weitere Bauteile
  4. Seite 4 Gaming-PCs zu Weihnachten: Hinweise und zwei Einsteiger-PCs
  5. Seite 5 Gaming-PCs zu Weihnachten: Vier PCs (Mittel- und Oberklasse)
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