Gaming-PCs zu Weihnachten: Sockel-Wahl und Enthusiasten-CPUs

Special Antonio Funes
Gaming-PCs zu Weihnachten: Sockel-Wahl und Enthusiasten-CPUs
Quelle: Phanteks

Zu Weihnachten stehen bei vielen Gamern PCs auf den Wunschlisten. Wir geben Tipps rund das Zusammenstellen von PC, schauen aber auch, welche Vor- und Nachteile der Eigenbau im Vergleich zu einem Komplett-PCs hat. Zudem haben wir sechs Gaming-PCs als Beispiele für euch zusammengestellt, und zwar von 525 bis 1590 Euro.

CPU-Plattform: Welchen Sockel?

Wer sich für eine bestimmte CPU oder CPU-Familie entscheidet, der legt sich auch beim Sockel fest. Denn jede CPU ist nur zu einem bestimmten Sockel kompatibel, den das passende Mainboard ebenfalls bieten muss. Manch einer bringt bei der Wahl auch die persönliche Sympathie für AMD oder Intel mit ins Spiel. Doch am Ende sollte natürlich die Leistung und der dafür fällige Preis das Entscheidende sein. Dabei sind für Gamer, die keine sehr speziellen Anwendungen außerhalb von Games nutzen, die beiden Mainstream-Sockel Intel 1151 v2 und AMD AM4 ideal.

Was passende Mainboards angeht, so geht es schon ab etwa 40 bis 50 Euro los. Für einen Gaming-PC empfehlen wir aber, als Untergrenze etwas mehr auszugeben. Ab etwa 70 bis 80 Euro sollte es losgehen.

Ein Ryzen-Prozessor im Mainboard-Sockel eines Gigabyte-Mainboards Quelle: Gigabyte Ein Ryzen-Prozessor im Mainboard-Sockel eines Gigabyte-Mainboards Mainboards über 150 Euro lohnen sich nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel wenn ihr beim Übertakten die Grenzen ausloten wollt. Oder auch für den Sonderfall, denn wir nun schildern.

BIOS für Ryzen 3000er-CPUs

Mit den neuen Ryzen 3000er-CPUs kam auch der Chipsatz X570 auf den Markt. Die Prozessoren laufen aber auch auf Sockel AM4-Mainboards mit älteren Chipsätzen. Einen Fallstrick gibt es aber: Wenn das Exemplar des Mainboards, das ihr kauft, bezogen auf sein Produktionsdatum nicht relativ neu ist, kann es passieren, dass das BIOS zu alt für einen Ryzen 3000er ist. Die CPU wird dann nicht erkannt, der Monitor bleibt schwarz. Die 3000er-Familie gibt es seit Juli - in der Regel sollte ein Produktionsdatum des Mainboards ab August oder September ausreichen, aber ganz sicher ist dies nicht. Es gibt vier Optionen, um dieses Problem zu umgehen:

  • ihr informiert euch beim Shop, ob das BIOS neu genug ist, und falls nein, dann bestellt ihr einen Update-Service beim Shop mit
  • ihr kauft ein Modell mit Flashback-Funktion - hier lässt sich das BIOS auch ohne CPU updaten
  • ihr lasst euch von AMD eine Leih-CPU für das Update zusenden
  • ihr kauft ein X570-Mainboard, die nativ zu den 3000er-CPUs kompatibel, aber auch mit Preisen ab 150 Euro relativ teuer sind

Wer ohnehin ein hochwertiges, auch zum Übertakten bestens geeignetes Mainboard im Sinn hat und mehr als 130 bis 140 Euro ausgeben will, der greift natürlich am besten direkt zu einem X570-Mainboard.

Enthusiasten-Sockel

Die so genannten "Enthusiasten"-Sockel (AMD TR4 und sTRX4 sowie Intel 2066) scheinen zwar angesichts der Bezeichnung etwas für Enthusiasten und somit ebenfalls für Spiele geeignet zu sein.

Ein AMD Ryzen Threadripper in seiner Verpackung Quelle: PC Games Hardware Ein AMD Ryzen Threadripper in seiner Verpackung Doch das ist ein Trugschluss. Zwar sind manche dieser CPUs in der Tat ein wenig schneller als die schnellste CPU für die Mainstream-Sockel. Der Aufpreis für diesen in der Praxis minimalen Vorsprung ist aber exorbitant. Die günstigere der beiden allerneuesten Threadripper-CPUs von AMD kostet beispielsweise nicht weniger als 1500 Euro und ist in vielen Spielen nicht schneller als der 200 Euro teure Ryzen 5 3600. Viele der Enthusiasten-CPUs sind wiederum in Games schwächer als gleichteure Mainstream-Exemplare, da sie eher für Server und ähnliche Einsatzgebiete konzipiert sind. Hinzu kommen auch noch hohe Mainboard-Preise für die Sockel 2066, TR4 und sTRX4. Nur wer ganz genau weiß, dass solche CPUs ihm auch außerhalb von Gaming entscheidende Vorteile bringen, sollte also zu einem der Enthusiasten-Sockel greifen. Für unsere Gaming-PCs werden wir aber ausschließlich auf die Mainstream-Sockel 1151 v2 und AM4 setzen.

  1. Seite 1 Gaming-PCs zu Weihnachten: Komplett-PC und Eigenbau
  2. Seite 2 Gaming-PCs zu Weihnachten: Sockel-Wahl und Enthusiasten-CPUs
  3. Seite 3 Gaming-PCs zu Weihnachten: CPU, Grafikkarte und weitere Bauteile
  4. Seite 4 Gaming-PCs zu Weihnachten: Hinweise und zwei Einsteiger-PCs
  5. Seite 5 Gaming-PCs zu Weihnachten: Vier PCs (Mittel- und Oberklasse)
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk