Grand Theft Auto: Die größten Tops und Flops aus 25 Jahren

Special Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Grand Theft Auto: Die größten Tops und Flops aus 25 Jahren
Quelle: Rockstar Games

In 25 Jahren erlebte Rockstars Gangster-Saga Grand Theft Auto alle Höhen und Tiefen des Geschäfts. Die größten Tops und Flops der GTA-Geschichte!

Flop: Der Start von GTA Online

Grand Theft Auto 5 erschien am 13. September 2013, die Multiplayer-Optionen GTA Online sollten am 1. Oktober 2013 an den Start gehen. Wer allerdings damals dabei war, erinnert sich noch an die technischen Probleme, die der Launch mit sich brachte. Die Technik und auch das Spiel hielten dem Ansturm der Fans nicht stand. Das Ergebnis: Verbindungsabbrüche, Serverfehler - und vor allem jede Menge Frust. Dieser Zustand hielt mehrere Tage. Rockstar Games entschuldigte sich für die Probleme, veröffentlichte Hilfe für Problemlösungen und deaktivierte zwischenzeitlich sogar den Ingame-Shop, um die Sache nicht noch schlimmer zu machen. Server-Probleme sind zum Launch großer Produktionen keine Seltenheit. Doch gerade in Rockstar und GTA hatten die Spieler ihre Hoffnungen gesetzt.

Letztlich sorgten später veröffentlichte Patches und kontinuierliche Arbeiten an den Servern für Besserung. Der Ärger war aber trotzdem groß und überschattete auch die Freude über GTA Online merklich.

GTA Online ist heute ein Publikumsmagnet. Der Start des Multiplayer-Modus wenige Wochen nach dem Launch von GTA 5 war jedoch enorm holprig und kostete Entwickler und Fans gleichermaßen Nerven.  Quelle: Rockstar Games GTA Online ist heute ein Publikumsmagnet. Der Start des Multiplayer-Modus wenige Wochen nach dem Launch von GTA 5 war jedoch enorm holprig und kostete Entwickler und Fans gleichermaßen Nerven. 

Top: Die Modding-Community

Kreativität und Grand Theft Auto, das gehört schon seit jeher zusammen. Rockstars Gangster-Saga schart eine gigantische Community um sich, die sich begeistert an Modifikationen versucht. Die Beziehung zwischen den GTA-Entwicklern und Moddern war und ist jedoch kompliziert. So nahm Rockstar auch immer wieder Modder ins Fadenkreuz, die unliebsame oder gar allzu erfolgreiche Kreationen ins Netz stellten.

Die Modding-Community jedoch hält alte GTA-Teile nicht nur am Leben, sie sorgt auch für frische Grafik- und Gameplay-Ansätze. Die vielleicht prominenteste inoffizielle Erweiterung ist derzeit sicherlich GTA Roleplay, das über modifizierte Gameplay-Clients wie "FiveM" oder "Grand Theft Multiplayer" abgerufen wird.

In GTA: San Andreas passt ihr das Äußere von Titelheld CJ vielfältig an. Die Masse an Aktivitäten beinhaltet auch Schäferstündchen mit virtuellen Gespielinnen. Die Hot-Coffee-Mod brachte die versteckten Bilder dazu zum Vorschein.  Quelle: Moby Games In GTA: San Andreas passt ihr das Äußere von Titelheld CJ vielfältig an. Die Masse an Aktivitäten beinhaltet auch Schäferstündchen mit virtuellen Gespielinnen. Die Hot-Coffee-Mod brachte die versteckten Bilder dazu zum Vorschein. 

GTA Roleplay verbindet Rollenspiele im Stil von Dungeons & Dragons mit serverspezifischen Regeln und avancierte zum Twitch-Phänomen, dem sich selbst Größen wie MontanaBlack und Knossi nicht entziehen konnten. Auch hier gilt: Von dem Hype um diese Modifikation profitiert auch Rockstar Games, weil sie mehr Aufmerksamkeit auf GTA 5 lenkte.

Flop: Die Hot-Coffee-Mod

Der Begriff "Mod" ist in diesem Fall eigentlich nicht ganz korrekt. Denn letztlich brachte die durch den Niederländer Patrick Wildenborg entwickelte Erweiterung lediglich Szenen zum Vorschein, die ohnehin schon in GTA: San Andreas steckten. Wer Hot Coffee installierte, konnte die im Spiel möglichen "Beischlaf-Sequenzen" in all ihrer pixeligen Pracht betrachten und per Tastenbefehl sogar in diese eingreifen.

Aus heutiger Sicht sind die Bilder eher belustigend. Damals aber war diese Enthüllung ein Riesenskandal, der Rockstar Games und Grand Theft Auto in Verruf und in Probleme brachte.

Dies sorgte unter anderem für eine Neueinstufung des Spiels in der US-Altersfreigabe durch das amerikanische Entertaining Software Rating Board (ESRB) von M ("Mature", ab 17 Jahren) zu AO ("Adult only" - nur für Erwachsene über 18 Jahren geeignet und somit auf einer Ebene mit Pornos).

Die Folge: Supermärkte nahmen das Spiel aus dem Sortiment, es hagelte Klagen und die Rockstar-Aktie fiel in Folge deutlich. Es schaltete sich sogar der US-Kongress ein.

Rockstar stoppte zunächst die Produktion der Ladenversionen, patchte das Spiel nach und erhielt dann Wochen später das M-Rating zurück. Auf den deutschen Markt hatte die Enthüllung keinen großen Einfluss: Die ursprünglich veröffentlichte Version war in puncto Gewalt zwar geschnitten, nach gemoddeten Sex-Mini-Spielchen krähte hierzulande aber kein Hahn.

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