Grand Theft Auto: Die größten Tops und Flops aus 25 Jahren Seriengeschichte

Special Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Grand Theft Auto: Die größten Tops und Flops aus 25 Jahren Seriengeschichte
Quelle: Rockstar Games

Leaks, Skandale und der ganz große Erfolg: In 25 Jahren erlebte Rockstars Gangster-Saga Grand Theft Auto alle Höhen und Tiefen des Geschäfts. Die größten Tops und Flops der GTA-Geschichte!

Grand Theft Auto war noch nie ein Spiel für Zartbesaitete: Die 1997 gestartete Ganoven-Reihe eckte aufgrund der Darstellung von erwachsenen Inhalten und Gewalt bereits zu Beginn an. Doch so groß die Kontroversen um die Open-World-Spektakel auch waren, so überzeugend waren die Spiele selbst. GTA ist Wegbereiter für offene Welten in Computer- und Videospielen, mauserte sich im Verlauf der Seriengeschichte zur Gesellschaftssatire und erlangte so Bekanntheit über die Gaming-Community hinaus. Grand Theft Auto ist inzwischen ein Stück Popkultur, blickt jedoch auch auf eine 25-jährige Geschichte zurück, in der nicht immer nur eitel Sonnenschein war.

Top: Ein Vierteljahrhundert Kult

Den Erfolg der GTA-Serie an einzelnen Features festzumachen, ist unmöglich. Immerhin sprechen wir hier von einer Zeit von 25 Jahren und damit der Evolution vom pixeligen Top-Down-Actionspiel zum hochauflösenden Open-World-Epos. Innerhalb dieser Entwicklung drückte Rockstar Games jedem Teil einen eigenen Stempel auf, der ihn unverkennbar machte. GTA: Vice City (2002) war mit seinen kruden Charakteren, der coolen Musik und dem schrillen Neon-Look eine Persiflage auf die Gangster-Filme der 70er- und 80er-Jahre.

Grand Theft Auto erschien 1997 unter der Flagge von DMA Design. Das schottische Studio wurde 2002 zu Rockstar North und damit in Rockstar Games integriert.  Quelle: Moby Games Grand Theft Auto erschien 1997 unter der Flagge von DMA Design. Das schottische Studio wurde 2002 zu Rockstar North und damit in Rockstar Games integriert. 

In GTA 4 (2008) dagegen nahmen die Macher den "American Dream" aufs Korn, der für Einwanderer Niko Bellic fast schon zum Albtraum wird. In GTA 5 (2013) präsentierte Rockstar mit Trevor, Michael und Franklin erstmals gleich drei spielbare Charaktere und inszenierte die Geschichte entsprechend anders.

Grand Theft Auto war also stets mehr als nur eine einfache Open-World-Spielwiese, sondern erzählte spannende, schräge und manchmal auch ergreifende Schicksale unter Zuhilfenahme von sich stetig entwickelnden spielerischen Möglichkeiten.

Flop: Die GTA Trilogy

Es hätte alles so schön sein können: GTA 3, GTA: Vice City und GTA: San Andreas als aufpolierte Neuauflagen für PC, Playstation 4/5, Nintendo Switch, Xbox One und Xbox Series S/X! Doch daraus wurde im Winter 2021 leider nichts. Die von Grove Street Games entwickelten Remaster waren eine einzige Katastrophe: Tonnenweise Technikpatzer und andere Probleme plagten die Spiele zum Start.

Grand Theft Auto - The Trilogy: Definitive Edition hätte eigentlich die Klassiker GTA 3, Vice City und San Andreas ins Jahr 2021 holen sollen. Die schludrige Umsetzung dämpfte die Nostalgie allerdings spürbar.  Quelle: Rockstar Games Grand Theft Auto - The Trilogy: Definitive Edition hätte eigentlich die Klassiker GTA 3, Vice City und San Andreas ins Jahr 2021 holen sollen. Die schludrige Umsetzung dämpfte die Nostalgie allerdings spürbar. 

Der polarisierende neue Grafikstil war bei diesen hingeschluderten Umsetzungen wahrlich das kleinste Problem. Derartige Ramschware hatten die Klassiker nicht verdient. Rockstar schaltete sich infolge des ersten Aufschreis ein und versprach Besserung. Seitdem basteln die Entwickler stetig an dem maroden Produkt und liefern Patches. Doch der Ruf der GTA: The Trilogy - Definitive Edition ist erst mal ruiniert.

Top: Die Musik macht's!

Zu einer perfekten offenen Spielwelt gehören mehr als nur Hochhausschluchten, Schießereien und ein paar Passanten auf den Straßen. Schon früh fiel den Entwicklern von DMA Design (später Rockstar North) auf, dass ein Soundtrack für ein Spiel wie Grand Theft Auto mindestens genauso wichtig ist. Musik erschafft Emotionen, und in Verbindung mit Musik entstehen oft Erinnerungen.

Und auch, wenn lizenzierte Soundtracks erst durch den Erfolg von GTA 3 möglich wurden, so sind die vielfältigen Radiosender ebenso ein Markenzeichen für die Serie wie der zynisch-bissige Unterton.

Hand aufs Herz: Wer ist nicht einfach mal in GTA: Vice City durch die Straßen gebrettert und hat dabei etwa "Billie Jean" von Michael Jackson oder "Raining Blood" von Slayer gelauscht? Die Mischung unterschiedlichster Stile und Interpreten sorgte nicht nur dafür, dass man gerade zu Beginn des Spiels munter durch die Sender schaltete.

Das hat fast jeder schon gemacht: in GTA: Vice City in irgendein Auto steigen, das Radio aufdrehen und dann durch die nächtlichen Straßen düsen.  Quelle: Moby Games Das hat fast jeder schon gemacht: in GTA: Vice City in irgendein Auto steigen, das Radio aufdrehen und dann durch die nächtlichen Straßen düsen. 

Im Spielverlauf kristallisierten sich auch klare Song-Favoriten oder vielleicht sogar Neuentdeckungen heraus. Mindestens genauso wichtig wie die Musik waren dabei die Moderatoren, Talk-Gäste und Werbespots. Wer hier genau hinhört, dem serviert die GTA-Serie seit dem dritten Teil etliche Lacher - und das ganz nebenbei.

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