Forspoken: Die finale Preview - Vorsichtiger Optimismus, aber immer noch offene Fragen

Special Stefan Wilhelm
Forspoken: Die finale Preview - Vorsichtiger Optimismus, aber immer noch offene Fragen
Quelle: Square Enix

Zum dritten und letzten Mal vor dem Release präsentierte uns Square Enix sein Open-World-Rollenspiel Forspoken. Wir konnten drei Stunden lang die ersten Kapitel spielen, Kampfsystem und Parkour ausprobieren und einige Bosskämpfe bestreiten. In der Preview klären wir, ob endlich Vorfreude angesagt ist!

Square Enix' Next-Gen-Action-RPG Forspoken geistert schon eine ganze Weile durch die Releaselisten. Ursprünglich für Mai und dann für Oktober 2022 eingeplant, soll das Abenteuer mit Parkour und Magie nun am 24. Januar 2023 endlich für PC und PS5 erscheinen. Aber auch abseits der Verschiebungen begegnen viele Spieler dem Titel bisher eher mit gemischten Gefühlen: Während das Isekai-Setting, bei dem die New Yorkerin Frey Holland aus unbekannten Gründen in einer Fantasy-Welt landet, frisch und unverbraucht daherkommt, sind die daraus resultierenden Dialoge nicht jedermanns Sache. Auch die kürzlich für PS5 veröffentlichte Gameplay-Demo musste einiges an Kritik einstecken.

Entsprechend haben wir unsere Reise zum großen Preview-Event in Hamburg mit einer gesunden Portion Skepsis angetreten. Nachdem wir uns dann ganze drei Stunden durch die ersten Kapitel des Rollenspiels kämpfen durften, stellen wir fest: Manch offene Frage bleibt immer noch ungeklärt, aber wir blicken dem Release ein Stück optimistischer entgegen!

Die Prämisse: Gewöhnungsbedürftig, aber charmant

Unsere Gameplay-Demo beginnt im zweiten Kapitel des Spiels - wie genau Frey von New York nach Athia gelangt, haben wir also noch nicht gesehen. Der Blick ins Kodex-Menü verrät aber einige Details zur Hintergrundgeschichte: Frey, die eigentlich "Alfre" heißt, wurde als Baby im New Yorker Holland-Tunnel ausgesetzt. Bis ins Erwachsenenalter kommt sie immer wieder bei verschiedenen Pflegefamilien unter.

Kurz vor ihrer Reise nach Athia wird sie dann von einer Gang angeheuert, um einen Raub zu begehen, der aber schiefläuft. Als Frey vor den Gangstern flüchtet, verüben sie einen Brandanschlag auf ihre Wohnung. Obdach- und mittellos sucht die junge Frau den Holland-Tunnel auf und findet dort ihren späteren Sidekick, einen glitzernden Armreif, der sie offenbar direkt nach Athia bringt.

Forspoken Quelle: PC Games Forspoken

Dieser Reif, der immer wieder betont, dass er gerne "Armberge" genannt werden möchte (nein, wir hatten den Begriff auch noch nie gehört), verrät uns dann nach und nach, was in diesem Königreich eigentlich schiefläuft. Eine Katastrophe namens "Der Bruch" hat nicht nur ganze Landstriche in Todeszonen verwandelt, sondern auch Menschen und Tiere zu Monstern. Die vormals angebeteten Matriarchinnen Athias, die Tantas, sind dem Wahnsinn verfallen und terrorisieren das Volk, das in der letzten noch heilen Stadt eingesperrt ist.

Frey ist von all dem sichtlich überfordert, ihr loses Mundwerk verliert sie dadurch aber nicht - immerhin liefern ihr die süffisanten Kommentare des Armreifs und das feindselige Verhalten von Athias Obrigkeit genügend Gründe zum Fluchen. Dabei fällt auf: Auch, wenn manche Sprüche etwas gezwungen wirken und das Ganze nicht frei von Augenroll-Momenten ist, können sich die deutschen Sprecher insgesamt hören lassen. Schon nach kurzer Zeit haben wir Frey und den Reif irgendwie ins Herz geschlossen, auch oder gerade weil das Spiel auch gerne mal etwas cheesy wird.

Dabei hilft auch, dass die Charaktermodelle optisch überzeugen. Freys detailliertem Gesicht sind ihre Emotionen deutlich anzusehen und auch bei den Nebencharakteren haben die Designer einen sauberen Job gemacht. Standard-NPCs folgen dagegen dem JRPG-Klischee und bewegen sich eher wie Roboter. Bevor wir aber überhaupt auf andere Menschen treffen, müssen wir aus der Anfangszone entkommen, in der uns die Gameplay-Basics beigebracht werden.

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