Final Fantasy 16: Das Lied von Blut und Feuer - Vorschau!

Special Stefan Wilhelm
Final Fantasy 16: Das Lied von Blut und Feuer - Vorschau!
Quelle: Square Enix

Düster, actionreich und erwachsen: Final Fantasy 16 markiert eine Kehrtwende für die Reihe. Wie gut das klappt, lest ihr in der Vorschau!

Weiter geht's mit einer nicht weniger cineastisch inszenierten Schlachtszene, in der wir unseren Helden, Clive Rosfield, zum ersten Mal kontrollieren. Der Sprössling des Herzogtums Rosaria ist offenbar unfreiwillig mit einer Soldatentruppe unterwegs, um den Dominus von Shiva, der Eis-Esper, zu töten. Als sich zwischendurch auch noch der Erdriese Titan einmischt und ein Mitglied unserer Crew von einem Felsbrocken zermatscht wird, ist aber erst einmal Flashback-Time.

Ifrit May Cry

Clive erinnert sich an einen schicksalhaften Tag vor 13 Jahren, an dem sein behütetes Leben wegen des Verrats eines anderen Königreiches völlig aus den Fugen geriet. Dabei erfahren wir dann auch, was der Kampf zwischen Ifrit und Phönix aus dem Intro eigentlich zu bedeuten hatte. Als junger Clive erlernen wir zunächst die Basics des Kampfsystems.

Weil Square Enix dafür einen Designer anheuerte, der schon an Spielen wie Dragon's Dogma und Devil May Cry 5 beteiligt war, bekommen wir entsprechend actionreiches, schnelles Gemetzel geboten. Gegner besitzen Haltungsleisten, die uns wertvolle Angriffschancen eröffnen, sobald sie geleert sind, deswegen ist durchweg aggressives Vorgehen gefragt.

Clive und Cid kämpfen gegen die Echse Fafnir. Quelle: Square Enix Neben seiner Klinge darf Clive zu Beginn auch die Kräfte der Phönix-Esper einsetzen, die sich intuitiv in unsere Schwertcombos einbinden lassen. Das Gezeigte spielt sich dabei deutlich griffiger als noch das Kampfsystem von Final Fantasy 15. Während es dort in den meisten Fällen reichte, einfach abwechselnd die Knöpfe fürs Angreifen und Ausweichen gedrückt zu halten, können und müssen wir in Teil 16 jeden Schlag und jeden Ausweichhüpfer selbst auslösen. Wie in einem Actionspiel von Platinum Games bekommen wir durchs Ausweichen im letzten Moment eine Gelegenheit für besonders mächtige Gegenangriffe.

Nachdem wir unseren Sparringspartner vermöbelt haben, dürfen wir kurz den kleinen Burghof erkunden. Dabei treffen wir auf einen Arbeiter, der anscheinend durch ein Tattoo im Gesicht als Sklave gebrandmarkt ist - im Herzogtum Rosaria, der Heimat unserer Spielfigur, ist also auch nicht unbedingt alles eitel Sonnenschein.

Ab mit den alten Zöpfen

Die erste Hauptmission führt uns dann in ein atmosphärisches Sumpfgebiet. Hier sollen wir um uns um ein paar Goblins kümmern, um eine geplante Zeremonie von Rosaria am nächsten Tag zu beschützen. Mit zwei Begleitern, die wir weder kontrollieren noch ausrüsten dürfen, kämpfen wir uns durch den Sumpf.

Clive und seine zwei Begleiter kämpfen gegen einen Morbol im Sumpf. Quelle: Square Enix Zu Beginn des Spiels fällt nochmal besonders auf, wie sehr das Gameplay entschlackt wurde: Unsere Auftragsgebiete sind abseits einiger Schatztruhen am Wegesrand streng linear, die Cutscene-Frequenz ist durchgehend hoch. Steigt Clive im Level auf, erhöhen sich seine Attribute automatisch. Wir dürfen uns nur seine Kampffähigkeiten aussuchen, von denen es pro freigeschalteter Esper-Kraft offenbar eine Handvoll gibt, und die Ausrüstungsslots sind ebenfalls überschaubar.

Final Fantasy 16 trägt sich also ganz mit seiner dramatischen Geschichte, seiner bildhübschen Grafik und seinem flotten Action-Gameplay. Und auch wenn mancher Final-Fantasy-Fan bei dem geringen Rollenspielanteil die Nase rümpfen wird, geht das Konzept auf. Wenn wir einen Bossgegner in einer fetten Quick-Time-Sequenz zerlegen, das Effektfeuerwerk beim Kämpfen auf Hochtouren läuft und wir zwischendurch überzeugend geschauspielerten Charakteren zusehen, zieht uns das flotte Pacing voll in seinen Bann.

Esper Shiva bereitet einen mächtigen Eiszauber vor. Quelle: Square Enix

Feuer im Pulverfass

Danach demonstriert uns das Spiel, dass es nicht vorhat, seine Figuren mit Samthandschuhen anzufassen. Die geplante Zeremonie läuft völlig aus dem Ruder, als sich ein anderes Königreich einmischt. Es kommt, wie es kommen muss: Die Esper von Rosaria, der Phönix, wird entfesselt und legt alles in Schutt und Asche. In Clive erwacht in diesem Moment die unkontrollierbare Kraft des Feuermonsters Ifrit und es kommt zum beeindruckenden Schlagabtausch aus dem Intro, an dessen Ende wir den Phönix regelrecht zerfleischen.

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