Vorschau zu Far Cry: New Dawn - Seite 2

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Vorschau zu Far Cry: New Dawn - Seite 2
Quelle: Ubisoft

Far Cry: New Dawn in der Vorschau: Nachdem das Ende von Far Cry 5 viele Spieler relativ ratlos zurückgelassen hat, wissen wir nun, warum es so war wie es war: Die Story ist noch nicht zu Ende erzählt! Und zwar in Far Cry: New Dawn. Das Spiel bringt die Reihe in die Postapokalypse und einige Neuerungen mit sich. Wir waren bei der Enthüllung dabei und berichten in unserer Vorschau plus Preview-Video!

Überlebensmüde

Klingt im Kern schon fast nach Survival-Gameplay und tatsächlich ist offensichtlich, dass sich die Macher eine Scheibe bei Fallout und Co. abgeschnitten haben. Unsere Befürchtung, dass wir fortan mehr Zeit aufs Schlafen, Essen und Crafting verwenden würden als auf das bekannte Open-World-Gameplay, wurde aber sowohl auf Nachfrage als auch im weiteren Verlauf der Demo zerschlagen. Far Cry ist auch in New Dawn noch Far Cry und das Crafting ist, wenngleich umfangreicher, ähnlich simpel wie in den Vorgängern. Heilmittel, Buffs und Co. können wir jederzeit im Ringmenü herstellen, ohne das Spiel zu pausieren, Waffen und Fahrzeuge werden an festen Orten in Prosperity angefertigt und Hunger oder Durst quälen uns offenbar gar nicht.

Postapokalyptische Pausenfüller

Das Gameplay in der offenen Spielwelt erinnert dann auch sehr an das, was man als Kenner der Vorgänger gewohnt ist. Uns erwarten unter anderem Objekte der Highwaymen, die es zu zerstören gilt, wie in Far Cry 5 die Suche nach Prepper-Verstecken, wilde Tiere, die wir jagen können, und mehr. Einen Mangel an Icons auf der Map wird es also auch diesmal definitiv nicht geben - das mag man nun gut oder schlecht finden. Die leichten RPG-Elemente in Form von Skill Trees und Perk Points, die wir für das Erledigen von Aufgaben erhalten, sind auch wieder mit an Bord.

Und natürlich werden wir auch wieder auf zahlreiche feindliche Lager treffen, die wir ausnehmen und zum Teil unserer eigenen Verteidigungslinie machen können. Allerdings wurden diese Missionen angepasst, sodass wir uns nun entscheiden können, ob wir ein Lager übernehmen und dadurch eine große Menge an Treibstoff und anderen Ressourcen auf einmal erhalten, oder aber einfach nur reingehen, Vorräte klauen und wieder verschwinden. Auf diese Weise können wir ein und dasselbe Lager gleich mehrmals um Benzin und Co. erleichtern und erhalten die Möglichkeit, die feindlichen Bastionen mehrmals auszuheben. Je öfter wir das tun, desto stärker wird jedoch die Bewachung des Lagers und desto größer die Herausforderung.
In Prosperity versammeln sich die Überlebenden von Hope County und widersetzen sich von hier aus den Highwaymen. Quelle: Ubisoft In Prosperity versammeln sich die Überlebenden von Hope County und widersetzen sich von hier aus den Highwaymen. Ebenso wie diese Outposts kommen übrigens auch die Feinde selbst in mehreren Stufen daher, die sich in Sachen Panzerung und Bewaffnung unterscheiden, mit einer finalen und extrem widerstandsfähigen Form, die als Unterstützung erscheint, wenn wir in einer Mission einen Alarm auslösen.

Fallout-Freundschaften

Um auch gegen diese besonders schweren Exemplare zu bestehen, steht es uns erneut frei, diverse NPC-Helfer an unsere Seite zu rufen. Wie im letzten Spiel sind dies auf der einen Seite menschliche Unterstützer, sogenannte Guns for Hire. So steht uns unter anderem die 17-jährige Carmina bei, ihres Zeichens Tochter von Nick Rye und seiner Frau, deren Geburt wir in Far Cry 5 in Gestalt unseres damaligen Protagonisten als Fahrer auf dem Weg zum Krankenhaus aktiv beigewohnt haben. Die uralte und leicht narkoleptische Nana unterstützt uns mit ihren Sniper-Talenten ebenso.

Jede Figur erzählt dabei in Nebenmissionen eigene kleine Geschichte - so treffen wir mit Carmina auf eine Frau, welche die Welt vor den Atombomben niemals gesehen hat und sie nur so kennt, wie sie jetzt ist. Spannend! Auch den guten Hurk, seines Zeichens Dummdödel, der bisher in fast allen von Ubisoft entwickelten Far Cry-Abenteuern einen Auftritt hatte, konnten wir in der Gameplay-Demo im Menü schon erspähen.

Auf der anderen Seite können wir aber auch wieder auf die Hilfe von tierischen Begleitern, den Fangs vor Hire, vertrauen. Bereits vorgestellt wurden uns das Hündchen Timber und Horatio, ein gigantisches und durchschlagskräftiges Wildschwein. Traurig, aber wahr: Von unseren alten animalischen Unterstützern scheint in der Postapokalypse keiner mehr am Leben zu sein, sei es wegen der Atomkatastrophe oder weil sie das Alter dahingerafft hat.

Und wer will, darf natürlich auch wieder auf menschliche Hilfe zurückgreifen. Wie der direkte Vorgänger lässt sich das komplette Spiel im Koop-Modus bestreiten, was wohl erneut der Atmosphäre in manchen Situationen nur bedingt zuträglich sein dürfte, aber bestimmt wieder viel Spaß machen wird.

Endzeitliche Expeditionen

Neu dabei in Far Cry: New Dawn sind die sogenannten Expeditionen. Dabei handelt es sich um Mini-Open-Worlds, angesiedelt in verschiedenen Teilen der USA. Der Gedanke hinter diesen übersichtlichen Abschnitten ist es, uns zu zeigen, welche Auswirkungen die Atombomben auf den Rest des Landes hatten. Bereits bestätigt wurden Gebiete im Grand Canyon, an der Westküste und im Bayou in Louisiana, viele weitere sollen noch dazukommen. Diese Expeditionen sind wiederholbar und sollen sich durch randomisierte Ziele, Fundorte von Missionsgegenständen und Gegnerpositionen auch immer unterschiedlich spielen - dieser Ansatz wurde vor allem für Koop-Sessions konzipiert. Drei verschiedene Schwierigkeitsgrade sollen zudem dafür sorgen, dass sowohl Anfänger als auch erfahrene Spieler hier eine Herausforderung finden können.
Das Ausheben von Feindeslagern dürfte genausoviel Spaß machen wie eh und je. Quelle: Ubisoft Das Ausheben von Feindeslagern dürfte genausoviel Spaß machen wie eh und je. In einer für uns gespielten Demo verschlug es uns dann auch gleich nach Louisiana, wo wir im fiktiven Five Stars Theme Park ein Päckchen finden sollen. Spielerisch konnten wir hier nicht viel Neues entdecken, die Mission erinnerte stark an ein Feindeslager. Die Möglichkeit, thematisch ungewöhnliche Areale zu implementieren, ist aber natürlich trotzdem nett, zumal die Entwickler durch die strikter abgesteckten Gebiete eine höhere Grafikqualität in diesen Gebieten versprechen.

Wohlbekanntes mit neuem Anstrich

Nach knapp zwei Stunden, in denen uns diverse Aspekte des Spiels gezeigt wurden, die Entwickler uns in Präsentationen die verschiedenen neuen Elemente näher gebracht hatten, welche die Postapokalypse mit sich bringt und wir im Interview unsere offenen Fragen beantwortet bekamen (oder auch nicht), hatten wir das Gefühl, einen guten Überblick darüber zu haben, was uns mit Far Cry: New Dawn erwartet: Einen Ableger der Reihe, der zwar mit einem spannenden neuen Setting daherkommt, sich aber ansonsten sehr vertraut anfühlt.

Ja, manche Aspekte wie die Expeditionen sind neu und andere wie die Feindeslager und das Crafting wurden überarbeitet und ausgebaut. Allzu große Experimente scheinen die Entwickler aber auch diesmal nicht zu wagen. Das mag viele Spieler nicht stören und das Endergebnis wird bestimmt ein sehr anständiges Spiel sein. Wir empfanden es aber schon bei Far Cry 5 als einen der größten Kritikpunkte. Im Falle von Far Cry: New Dawn müssen wir aber vor allem an Far Cry: Primal denken, welches dank Steinzeit ebenfalls mit einem sehr spannenden Setting daherkam, im Endeffekt aber relativ wenig daraus machte.

Neues Setting, neues Glück?

Wir sagen nicht, dass dies auch bei New Dawn der Fall sein wird und schlussendlich werden wir bestimmt wieder mal viel Spaß in der offenen Spielwelt haben - das Gunplay und die Gestaltung der Map sind ohnehin stets über jeden Zweifel erhaben. Wir hoffen aber, dass die Entwickler den Mut aufbringen, uns mit New Dawn auch abseits des Settings zu überraschen.Übrigens: Der Arcade-Modus aus Far Cry 5 oder auch nur der Leveleditor werden in Far Cry: New Dawn nicht zurückkehren. Angesichts der Tatsache, dass es sich um ein sehr hochwertig produziertes Spiel, aber eben doch "nur" ein Spin-off handelt, das noch dazu nur mit 45 Euro zu Buche schlagen wird, finden wir diesen Schritt aber in Ordnung. Far Cry: New Dawn erscheint am 15. Februar 2019 für PC, PS4 und Xbox One.

Meinung

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