Far Cry: New Dawn enthüllt – Ubisofts Open-World-Shooter-Reihe begibt sich in die Postapokalypse
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Far Cry: New Dawn in der Vorschau: Nachdem das Ende von Far Cry 5 viele Spieler relativ ratlos zurückgelassen hat, wissen wir nun, warum es so war wie es war: Die Story ist noch nicht zu Ende erzählt! Und zwar in Far Cry: New Dawn. Das Spiel bringt die Reihe in die Postapokalypse und einige Neuerungen mit sich. Wir waren bei der Enthüllung dabei und berichten in unserer Vorschau plus Preview-Video!
Ein paar Tage vor der Presse-Präsentation von Far Cry: New Dawn schickte uns Ubisoft eine ominöse Einladung zu einem Enthüllungs-Event und deutete an, dass sich dieses wohl um ein neues Far Cry drehen würde.
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In der Redaktion wurde daraufhin fleißig spekuliert. Von Far Cry 6 (jetzt kaufen / 39,99 € ) ging niemand aus, eher von einem Spin-off wie Far Cry: Primal oder Blood Dragon. Am wahrscheinlichsten fanden wir entweder Far Cry: Blood Dragon 2 oder aber einen im Wilden Westen angesiedelten Ableger, der auf der Erfolgswelle von Red Dead Redemption 2 schwimmen und die Map von Far Cry 5 wiederverwerten könnte.Nun, immerhin mit der Spin-off-Annahme lagen wir richtig und auch damit, dass uns keine völlig neue Welt erwarten würde. Anstatt aber als Cowboy oder Indianer in den Kampf zu ziehen, begeben wir uns in der ersten direkten Fortsetzung der Far Cry-Geschichte in die postapokalyptische Zukunft.
The end of the world as we know it
Wer Far Cry 5 noch nicht (durch-)gespielt hat und nicht wissen möchte, wie es ausgeht, dem empfehlen wir jetzt, nicht weiterzulesen; allerdings kommt man um diesen Spoiler nicht herum, so man New Dawn spielen möchte. Dennoch gibt es hier unsere einzige und finale SPOILER-WARNUNG.
Quelle: Ubisoft
Wer will, ruft wieder einmal menschliche und tierische Helfer an seine Seite.
Wie diejenigen wissen, die den üblen Machenschaften des "Vaters" Joseph Seed und seiner Anhängerschaft in Far Cry 5 das Handwerk gelegt haben, endet die Geschichte nicht unbedingt mit einem Happy End: Als Resultat eines internationalen Konfliktes werden zahlreiche Länder der Erde mit Atombomben beschossen und die Welt geht unter. Augenscheinlich sterben alle Bewohner der Spielwelt Hope County, ausgenommen Joseph und unser selbsterstellter Protagonist, da die beiden in einen Bunker flüchten können - wo der Vater uns fortan als willenlosen Sklaven hält, mit dem er eine neue Zivilisation gründen will. Tja.
Siebzehn Jahr, nuklear
Allerdings, ganz ausgelöscht wurde das Leben auf der Erde und auch in Montana doch nicht, wie wir zu Beginn von Far Cry: New Dawn erfahren. Nach dem atomaren Zusammenbruch kam es erst einmal zu einem knapp sechs Jahre andauernden nuklearen Winter, während dem die Temperaturen dramatisch sanken und Stürme alles verwüsteten. In den vier Jahren danach regenerierte sich die Welt wieder, der nukleare Winter ließ nach, die Sonne brach wieder durch und das Leben und die Natur eroberten sich ihren Platz auf dem Planeten zurück. In den nächsten sieben Jahren setzte sich im Rahmen eines sogenannten "Super Bloom" die Natur endgültig wieder durch, sodass wir uns am Anfang des Spiels, im Jahre 2035, in einer zwar zerstörten, aber farbenfrohen und wild bewucherten Welt wiederfinden.
On the Highway to Hope County
Wir, das ist im Falle von Far Cry: New Dawn ein Helfer aus einem anderen Gebiet der USA, der gemeinsam mit Kollegen nach Montana gerufen wird, um dort im Konflikt zwischen diversen Fraktionen für Ordnung zu sorgen. Wie es aussieht, werden wir unseren Helden beziehungsweise unsere Heldin auch diesmal wieder selbst erstellen können. Weil es die Far Cry-Tradition so will, wird unser Zug, mit dem wir in Montana ankommen, aber angegriffen und wir finden uns wieder einmal in einer uns zum großen Teil feindlich gesinnten, fremden Welt wieder.
Quelle: Ubisoft
Die Fauna hat die Apokalypse auch nicht völlig unbeschadet bestanden - Mutationen sind die Folge.
Wie bereits erwähnt, ist uns die Welt als Kenner von Far Cry 5 nicht gänzlich unbekannt. Klar, 17 Jahre Postapokalypse haben die Map teils drastisch verändert, neue Gebiete sind entstanden, alte weggefallen und ganze Areale sind nicht wiederzuerkennen. Im Großen und Ganzen ist das aber nach wie vor Hope County und natürlich spielen die Entwickler auch sehr bewusst damit, uns die bekannten Lokationen der Welt in ihrer veränderten Version vor Augen zu führen.
Wer sind nun die Fraktionen, wegen derer wir überhaupt erst in diesen ganzen Schlamassel gezogen werden? Grob gesagt teilen sich die Überlebenden des atomaren Holocaust in zwei Gruppen auf: Einerseits die Survivors, die ehemaligen Bewohner von Hope County, die sich fast alle als Farmer verdingen, um sich und Ihresgleichen mit Nahrung und Ressourcen zu versorgen. Andererseits sind da die Highwaymen, quasi moderne Piraten, die von Ort zu Ort ziehen und sich nach dem Motto "Es gibt kein Morgen, leb' für das Heute" alles unter den Nagel reißen, was ihnen vor die Flinte kommt; die Entwickler beschreiben sie als eine Art endzeitliche Motorradgang.
Schwesternhiebe
Angeführt werden die Highwaymen von den beiden Zwillingsschwestern Mickey und Lou, Töchter des Gründers der Vereinigung und nach einem gemeinschaftlichen Vatermord dessen Nachfolgerinnen. In bester Mad Max-Tradition treibt sie dasselbe an wie fast alle Menschen in New Dawn: Die Suche nach Treibstoff, der wichtigsten Ressource in einer Welt, in der Maschinen noch existieren, aber so gut wie keine Neuen gebaut werden; sei es traditionelles Benzin, welches jedoch durch die lange Lagerung langsam seine Wirkung verliert, oder der neue Standard, Ethanol, welcher aus Gemüse gewonnen wird.
Lagerkoller
Viel zu tun also für uns, um hier für Ordnung zu sorgen. Zum Glück sind wir aber nicht alleine - netter Heroe, der wir nun einmal sind, schlagen wir uns natürlich auf die Seite der Survivors und werden im Spielverlauf in deren Heimatfestung namens Prosperity aufgenommen, die sich mit massiven Angriffen der Highwaymen konfrontiert sieht. Anders als viele andere Teile der USA hat sich der Südwesten und damit Montana trotz der nuklearen Katastrophe nämlich vergleichsweise gut gehalten, was viele Ressourcen und somit reiche Beute für die Invasoren bedeutet.
Quelle: Ubisoft
Die Expeditionen schicken uns an verschiedene Orte in den gesamten USA.
Es gilt also, Prosperity gut zu schützen. Dafür erforschen wir die Welt auf der Suche nach Überlebenden, die uns durch ihr Fachwissen bei der Befestigung unserer Heimat unterstützen können. Wie genau das vonstattengehen wird, ist noch nicht bekannt. Wir werden aber wohl diverse Gebäude ausbauen können, wodurch wir Zugriff auf zusätzliche und ausgebaute Produktionsstätten, Waffenlager und mehr bekommen.
Überhaupt spielen Ressourcen eine größere Rolle als jemals zuvor. Fast schon wie in Fallout 4 und Fallout 76 klauben wir fast alles auf, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, um es in seine Einzelteile zu zerlegen. Mit Eisen, Schrauben und Co. basteln wir dann an unserer Ausrüstung herum und entwickeln einzigartige Knarren. Das ist der Fokus, was die Waffen angeht: Auch diese werden nicht mehr neu produziert, sodass es an uns liegt, effektiv daran herumzubasteln - was nicht heißt, dass nicht einige Fan-Favoriten auch wieder mit an Bord sind.
Vor allem stehen aber neue Exemplare wie der Saw Launcher im Mittelpunkt. Dieses motorbetriebene Ungetüm ballert mit Sägeblättern um sich und richtet ordentlich Schaden an - wer sich an den Ravenholm-Abschnitt aus Half-Life 2 erinnert und gerne mit der Gravity Gun hantiert hat, weiß, wie sich das ungefähr anfühlen dürfte. Wir sagen bewusst "dürfte", denn auch, wenn wir eine ordentliche Portion des Spiels gezeigt bekamen, durften wir beim Enthüllungsevent noch nicht selbst Hand anlegen.
Das Schlagwort dürfte "Individualisierung" sein, denn je nach Lust, Laune und vorhandenem Bastelmaterial dürfen wir den Saw Launcher modifizieren und auf diese Weise etwa mehrere Discs aus einmal abschießen oder deren Flugverhalten verändern.
