Retro-Special zu F-Zero, Seite 2
Special
Das große Vorbild von Wpieout, Fast Racing Neo: Wir zollen dem Initiator des Space-Racing-Genres unseren Tribut. Herzlich willkommen bei dem spektakulärsten Rennvergnügen der Galaxis! In unserem großen Retro-Special blicken wir zurück auf eine der besten, aber aktuell auch am stiefmütterlichsten behandelten Nintendo-Serien überhaupt.
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Das X macht den Unterschied
Quelle: PC Games
Durch Neigen des Flitzers samt Einlenken in die gleiche Richtung könnt ihr auch scharfe Kurven nehmen, ohne bemerkenswert viel Speed zu verlieren.
Obwohl sich F-Zero sehr gut verkaufte und maßgeblich am Erfolg des Super Nintendo beteiligt war, dauerte es über sieben Jahre, ehe Big N weltweit einen Nachfolger für das N64 veröffentlichte. Das offizielle Sequel namens BS F-Zero Grand Prix blieb zuvor einzig den Japanern vorbehalten. Das nämlich konnten sich im Jahr 1996 Besitzer des Satellaview-Add-ons auf ein wiederbespielbares Modul für ihren Super Famicom aus dem Internet herunterladen - allerdings nur über einen Zeitraum von vier Wochen. Gravierende Unterschiede gab es jedoch nicht. Viel mehr als ein ausgewechselter Fuhrpark und eine Handvoll neuer, sehr schwieriger Strecken hatte Nintendo knapp sechs Jahre nach dem Release des Originals nicht auf der Pfanne.
F-Zero X hingegen erschien auch bei uns im Westen und hievte das futuristische Renn-Erlebnis mit Loopings und Tunnelfahrten auf die nächste Ebene, ohne auf das markante Feeling des Originals zu verzichten. Wie schon beim ersten Teil war es Nintendo außerdem wichtiger, eine superflüssige und extrem schnelle Grafik auf den Bildschirm zu zaubern. F-Zero X war zwar kein Kind von Hässlichkeit, die saubere Pixel-Optik aus 16-Bit-Zeiten ist aber um Welten besser gealtert als das N64-Pendant. Sogar der Game Boy Advance wurde mit einem Ableger namens F-Zero: Maximum Velocity ausgestattet, der vielen Spielern noch aufgrund des sehr guten Multiplayers in bester Erinnerung geblieben ist. Im Nachhinein gab das erste mobile F-Zero den Startschuss für weitere Fortsetzungen, ebenfalls für Handhelds von Big N vorgesehen.
Das lange Warten
Quelle: PC Games
Sprungschanzen wie hier ermöglichen Abkürzungen, sind allerdings auch ganz schön gefährlich.
In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends befand sich F-Zero auf dem Höhepunkt seiner Popularität und wurde auf Handheld wie Konsole mit weiteren hochwertigen Spielen versehen. Allen voran F-Zero GX, 2003 auf dem brandneuen Gamecube erschienen, sorgte mit seiner sauberen, bildhübschen Grafik für heruntergeklappte Kinnladen. Spielerisch gefiel vor allem die Option, eigene Fahrzeuge per Tuning-Funktion gehörig aufzumotzen und dem eigenen Fahrstil anzupassen. F-Zero GX kam sogar dermaßen gut an, dass Nintendo auch eine Automatenversion für die Spielhalle erstellte, welche jedoch unter dem Titel F-Zero AX bekannt ist.
Ebenfalls 2003 wurden auch Besitzer eines Game Boy Advance mit einem frisch polierten Titel namens F-Zero: GP Legend auf die Piste gelockt. Seit dem 21. Oktober 2004 herrscht bei der Serie aber leider Stillstand, denn an diesem Tag erschien mit F-Zero Climax das bislang letzte Spiel der Reihe - exklusiv in Japan, wie man traurigerweise leider noch hinzufügen muss. Abgesehen von einigen Gastaufritten Captain Falcons oder diversen Bonusstrecken wie zuletzt in Mario Kart 8 bleibt F-Zero selbst nach gut zwölf Jahren dauerabwesend.
Quelle: PC Games
Am Ende der Saison wird abgerechnet: Von jeder Strecke erhaltet ihr sämtliche Rundenzeiten. Schafft ihr es, eure Bestzeit beim nächsten Mal zu toppen?
Zum Teil liegt dies mit Sicherheit an der Tatsache, dass Rennspiele im futuristischen Setting auf dem Markt derzeit eher weniger gefragt sind. Somit bleibt nur zu hoffen, dass das exklusiv für Wii U und Nintendo Switch veröffentlichte Fast Racing Neo respektive Fast RMX die erste von vielen Zündkerzen für Nintendos Rennspiel-Motor war. Wir hoffen es ja schhon lange, aber angesichts der Tatsache, dass Nintendo bei der Switch meist gewillt ist, auf die Wünsche der alteingesessenen Fans zu hören, ist ein neuer F-Zero-Ableger definitiv nicht ausgeschlossen. Vielleicht bringt Big N also schon ein bahnbrechend phänomenales Rennspiel als weiteren Kaufgrund für die Hybridkonsole auf den Markt.
Extra: Die verfügbaren Fahrzeuge
Mit diesen vier Gefährten düst ihr über die Highspeed-Pisten!
Fire Stingray
Der Fire Stingray braucht sehr lange, bis er seine Maximalgeschwindigkeit erreicht hat - sobald dies aber eintrifft, hängt ihn keiner mehr ab. Eine gute Kurvenlage und sehr robuste Panzerung machen diesen Flitzer somit zum besten des Spiels. Er ist perfekt dafür geeignet, neue Streckenrekorde aufzustellen.
Quelle: Nintendo
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Blue Falcon
Das für viele einsteigerfreundlichste Fahrzeug überzeugt vor allem durch seine Beschleunigung, weist ansonsten aber eher nur durchschnittliche Werte auf. Sowohl um die Endgeschwindigkeit als auch die Kurvenlage ist es bei der Konkurrenz besser bestellt, hier erhaltet ihr immerhin noch eine gute Mischung.
Quelle: Nintendo
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Wild Goose
Etwas schwächer gepanzert und zum Tachoende nicht ganz so schnell, steht die Wild Goose dem Fire Stingray kaum nach. Wer sich vor dem pinkfarbenen Gefährt noch sträubt, findet mit der Gans ein sehr zufriedenstellendes Fahrzeug. Natürlich nur, wenn ihr euch mit dem nicht ganz so coolen Namen anfreunden könnt.
Quelle: Nintendo
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Golden Fox
Ein anspruchsvolles Fahrzeug: Die Beschleunigung ist unvergleichlich, doch die braucht der goldene Fuchs auch, um Kollisionen mit seinen Konkurrenten zu vermeiden. Grundsätzlich solltet ihr Kurven immer sehr scharf nehmen, da der Golden Fox sonst schnell aus der Bahn trudelt und so Energie verliert.
Quelle: Nintendo
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Extra: Die Erben von F-Zero
Fakt ist: Nintendo erschuf mit F-Zero seinerzeit ein neues Untergenre der Rennspiele, das viele Nachahmer fand. Unter all den Titeln haben wir für euch die besten, wichtigsten und auch skurrilsten Vertreter herausgepickt.
Carmageddon
Geht es in F-Zero vor allem darum, Schaden zu vermeiden, muss dieser in Carmageddon größtmöglich angerichtet werden. Das Spiel, das von allen hier aufgezählten das realistischste ist, ist in Deutschland nur zensiert erhältlich, ausländische Versionen sind sogar komplett beschlagnahmt worden.
Quelle: SCi Games
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Biker Mice From Mars
Zugegeben, optisch wirkt Biker Mice from Mars, da auf einer Zeichentrickserie basierend, eher wie eine Mischung aus Rock'n Roll Racing und Super Mario Kart. Doch gerade das futuristische Design der Figuren und Strecken liegt extem nah an dem Weltraumflitzer aus dem Hause Nintendo.
Quelle: Konami
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Wipeout 64
Wohl kein Spiel der 90er-Jahre nahm sich F-Zero so sehr zum Vorbild wie WipeOut. Das Rennspiel setzte einen ähnlich hohen Fokus auf Geschwindigkeit, brachte zudem aber noch neue Elemente wie Waffen ins Spiel. Der aktuellste Teil der Reihe, WipeOut 2048, erschien im Jahr 2012.
Quelle: Midway Games
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Hydro Thunder
Science-fiction muss nicht zwingend im Weltraum angesiedelt sein. Hydro Thunder verlagerte sein Geschehen aufs Wasser und trat damit (vielleicht unbeabsichtigt?) in Konkurrenz mit Wave Race 64. Als ob der Vergleich mit einem Rennspiel von Nintendo nicht schon mehr als genug wäre ...
Quelle: Midway Games
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Drome Racers
Optisch mutet Drome Racers eher wie ein futuristisches Formel-1-Rennspiel an - und das trifft sogar ein wenig zu. Einen Simulationsaspekt werdet ihr hier aber nicht finden, stattdessen setzte der eher mittelmäßige Gamecube-Racer auf oberflächliches Tuning und recht triste Streckenführung.
Quelle: Electronic Arts
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
Extreme-G
Zum Schluss noch mal ein echter Klassiker: Extreme-G für das Nintendo 64 implementierte genau wie WipeOut Waffen und hohe Geschwindigkeit in sein Kern-Gameplay. Vielleicht sogar etwas zu viel, denn aufgrund der N64-Nebeldichte erkannte man Kurven oftmals viel zu spät.
Quelle: Acclaim Entertainment
F-Zero: Wir blicken in unserem Retro-Special auf den Klassiker für das Super Nintendo zurück
