Evil Genius 2 in der Vorschau: So spielt sich die Schurken-Strategie
Special
Evil Genius 2 ist fast fertig und wir haben es gespielt: In unserer Vorschau mit Video stellen wir die neuen (und alten) Spielmechaniken vor, häufen Reichtümer an, bauen unsere Basis aus und schicken die Agenten des Guten zur Gehirnwäsche. Das tolle Comic-Design mit 60er-Jahre-Flair überzeugt dabei schon jetzt, doch spielerisch gibt's noch ein paar Fragezeichen. Wird Evil Genius 2 ein würdiger Nachfolger?
Ungeduldige Spieler dürfen aber auch die Kontrolle über den Schurken übernehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen. Beispielsweise kann Maximilian einen Buff aktiviert, durch den alle Schergen in der Nähe sofort ihr Training abschließen. Und wem das noch nicht reicht, der sucht sich einfach einen ahnungslosen Diener aus der Menge aus und exekutiert ihn vor versammelter Mannschaft. Auch das spornt die Truppe zu Höchstleistungen an - für einen netten Chef tut man schließlich alles.
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Quelle: PC Games
Wenn wir Untergebene exekutieren, spornt das Schergen in der Nähe zu Höchstleistungen an.
Teuflische Tricks
Gerade im Labor können sich solche Maßnahmen lohnen, denn nur wenn die bösen Wissenschaftler richtig ranklotzen, kommt man hier schnell zu Ergebnissen und schaltet neue Technologien frei. Welche das sind, bestimmen wir in einem simpel gestrickten Forschungsmenü. Dort erhöhen wir unter anderem das Schergenlimit oder die Statuswerte des bösen Genies, schalten neue Raumobjekte, Bewaffnung oder fiese Fallen frei.
Und damit wären wir auch bei den feindlichen Agenten angelangt, die uns in Evil Genius 2 (jetzt kaufen 19,43 € ) regelmäßig einen Besuch abstatten. Von Zeit zu Zeit legt nämlich ein Schiff an der Trauminsel an, darauf befinden sich nicht nur Touristen, sondern auch neugierige Ermittler. Damit unsere Geheimoperation nicht auffliegt (was stärkere Angreifer zur Folge hätte), errichtet man deshalb ein Casino im Eingangsbereich. Dort werden Touristen durch Schergendiener beschäftigt, die nebenbei auch die feindlichen Ermittler ablenken.
Das Gute muss weg!
Früher oder später stehen die Agenten trotzdem vor der Tür - und nun gibt es drei Möglichkeiten. So sorgt man beispielsweise dafür, dass die Schergen schnell herbeidüsen und die Agenten gleich am Eingang abwimmeln. Manchmal ziehen sie dann einfach ihrer Wege und kümmern sich nicht weiter um uns.
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Auf die Kämpfe haben wir kaum Einfluss, nur den Superschurken und seine Handlanger dürfen wir selbst kontrollieren.
Als zweite Möglichkeit lösen wir Alarm aus und hetzen unsere Gefolgschaft auf die Gegner. Die liefern sich dann einen Faustkampf oder ein Feuergefecht, je nachdem, wie die Truppe gerüstet ist. Weil das mitunter unübersichtlich werden kann, darf man das Geschehen jederzeit pausieren und Kommandos erteilen. Und wem es nicht schnell genug geht, darf auch eine Zeitbeschleunigung aktivieren.
Als dritte Option darf man besiegte Gegner auch gefangen nehmen, dann werden sie automatisch in eine Arrestzelle gebracht. Dort haben wir in unserer Preview-Version bereits die Möglichkeit, Gegner einer Gehirnwäsche zu unterziehen und sie so in unseren Trupp aufzunehmen. Allerdings sollte man auch hier ein wachsames Auge auf die Gegner haben, denn manchmal können sich Agenten aus ihren Zellen befreien oder einer Folter widerstehen - wie wir es besser machen könnten, erklärt uns das Spiel aber leider nicht.
Sicher ist sicher
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Mit Kameras, Wachposten, Fallen und Waffenschränken erhöhen wir die Sicherheit.
Damit man nicht von Feinden überrascht wird, muss man sich auch um die Sicherheit kümmern. Der erste Schritt dazu ist ein Wachraum, dort hocken die Schergen an Monitoren - je mehr man davon besitzt, desto mehr Kameras darf man auf den Gängen installieren, die dann einen Bereich automatisch überwachen. Es empfiehlt sich außerdem, an bestimmten Stellen ein paar Wachposten abzustellen; Kämpfer-Einheiten beziehen dort automatisch Stellung, sobald sie Zeit dafür haben. Außerdem sollte man noch einen Tisch im Überwachungszimmer aufstellen; dort warten die Kämpfer, bis jemand Verdächtiges zur Tür hereinspaziert. Sobald wir Waffenschränke erforscht haben, schnappen sich die Wächter dort außerdem Streitkolben und Betäubungspistolen, die ihre Kampfkraft mächtig steigern.
Zusätzlich darf man auch noch Bereiche definieren, in denen Gefolgsleute automatisch auf Eindringlinge reagieren. Beispielsweise werden die feindlichen Agenten dann sofort am Eingang abgewimmelt, ohne dass man sie extra dafür markieren muss.
Selbst ist der Schurke
Und sollte doch mal jemand in die Basis eindringen, empfiehlt es sich, ein paar fiese Fallen auf den Gängen zu installieren. Mit überdimensioniertem Boxhandschuh, Eisstrahler, Giftpfeilwerfer, Supermagneten, fleischfressender Planze und einigem mehr könnt ihr eure Basis sichern und ein wenig Schadenfreude genießen.
Aber auch auf die Fallen darf man sich nicht zu sehr verlassen, denn trotz zahlreicher Vorkehrungen sind uns beim Probespielen doch mal ein paar Saboteure unentdeckt eingebrochen. Die konnten dann unentdeckt an unseren Schergen vorbeimarschieren und begannen dann prompt damit, die ganze Bude abzufackeln. Zum Glück hatten wir vorher schon reichlich Feuerlöscher auf den Gängen installiert, um das Schlimmste zu verhindern. Die Saboteure konnten wir trotzdem nur zufällig stellen - wir hatten sie zwar deutlich als Ziele markiert, doch bis unsere Wachleute dann endlich mal anrückten und die Gegner zur Strecke brachten, verging mehr Zeit als eigentlich nötig.
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Saboteure schleichen unerkannt in unsere Basis und setzen Räume in Brand. Unbedingt Feuerlöscher auf den Gängen installieren!
Gerade in solchen Fällen können wir dann beispielsweise auch unsere Handlanger zum Einsatz bringen. Das sind besondere Gefolgsleute mit speziellen Eigenschaften, die wir über kleine Nebenaufträge freischalten und die wir im Gegensatz zum restlichen Fußvolk auch direkt steuern dürfen. Jeder Handlanger verfügt über zwei Talente, mit denen sich Gegner auch gezielt ausknipsen lassen.
Zwischen Remake und Fortsetzung
Kenner des Vorgängers werden ein paar Details bemerken, die im Nachfolger gestrichen oder vereinfacht wurden. So müssen die Schergen beispielsweise keine Koffer mehr mit sich rumschleppen, das Feature wurde ersatzlos gestrichen. Auch werden die Leichensäcke nicht mehr im Kühlhaus gelagert, das Gebäude gibt es nicht mehr. Stattdessen lassen wir die Toten einfach flott zu einem kleinen Ofen bringen, wo sie kurzerhand verfeuert werden. Eine weitere Neuerung stellt die Möglichkeit dar, auf mehreren Ebenen zu bauen. Ihr könnt zwar leider nicht die Außenbereiche der Insel nutzen, aber zumindest das Innere steht euch zur Verfügung. Dazu errichtet ihr einfach ein Treppenhaus und wechselt per Tastendruck eine Etage rauf oder runter - dort könnt ihr euren Basisbau dann wie gewohnt fortsetzen. Auf manchen Stockwerken finden sich sogar Goldvorkommen, die man höchstwahrscheinlich abernten kann. Unklar ist allerdings, ob und wie uns feindliche Agenten auf anderen Etagen noch gefährlich werden wollen - einen Basiseingang scheint es hier nämlich nicht zu geben.
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Fragezeichen vor dem Test
Das ist nur eine von mehreren Fragen, die erst unsere Testversion beantworten kann. Dann wird sich auch klären, wie es ums Balancing bestellt ist. In unserer Vorschau-Fassung war Gold zum Beispiel schon früh kein Thema mehr, weil man nur genügend Außenposten auf Level 2 bringen musste, um automatisch genügend Geld zu bekommen. Aufträge waren da fast überflüssig. Auch in Sachen Tiefgang und Langzeitmotiviation bleibt noch einiges zu klären: Evil Genius 2 macht zwar schon vieles richtig und sieht mit seinem verspielten Look auch grundsympathisch aus, aber es macht - zumindest in unserer Preview-Version - eben auch wenig neu und spielt sich eher seicht.
Vor allem in Sachen Welteroberung erwarten wir aber noch die ein oder andere Überraschung. Für das fertige Spiel haben die Entwickler beispielsweise hunderte mögliche Ziele in Aussicht gestellt, von denen in unserer Anspielfassung noch gar nichts zu sehen war. Darunter etwa die Möglichkeit, die britische Königsfamilie zu verhökern oder Alaska abzufackeln - das klingt herrlich diabolisch, muss sich aber natürlich erst noch im Test beweisen.
Das Gleiche gilt auch für den Umfang, der sich bislang nur schwer abschätzen lässt. Sicher ist nur: Neben den vier Schurkenkampagnen wird es auch einen Sandbox-Modus geben, in dem ihr gemütlich vor euch hinbauen könnt. Später soll das Spiel außerdem noch über einen Season Pass auch mit neuen Inhalten erweitert werden.
Evil Genius 2 erscheint am 30. März 2021 für PC, die Steam-Fassung schlägt mit knapp 40 Euro zu Buche. Rund um den Release könnt ihr natürlich mit unserem Test zu Evil Genius 2 rechnen. Wenn ihr bis dahin Fragen zum Spiel habt, bitte ab damit in den Kommentarbereich!
