Meine Vorfreude auf Endless Ocean: Luminous war riesengroß - die Enttäuschung im Test ist sogar noch größer. Was ist da nur schiefgelaufen?
Bitte weiterschwimmen, es gibt nichts zu spielen
Was meine ich damit? Nun, ich habe die Story für diesen Test nicht beendet, und zwar nicht, weil ich nicht bereit gewesen wäre, mich da durchzuquälen.
Aber: Das Freischalten der einzelnen Kapitel ist daran gekoppelt, wie viele Fische man im freien Spiel gescannt hat. Die sind nämlich von einer Art lumineszierenden Schicht überzogen, die man nur mit dem Scanner entfernen kann, weil - ach, ist ja auch völlig egal.
Jedenfalls: Was da an Mengen an gescannten Fischen vorausgesetzt wird, ist GEWALTIG. Bis zu Kapitel 12, dem letzten Kapitel von (glaube ich) 14, das ich noch freigeschaltet habe, bevor ich das Handtuch geworfen habe, musste ich zigtausende Fische von ihrem Leuchtschlamm befreien.
Also begab ich mich immer wieder und wieder und wieder in die zufällig generierten Welten, erforschte alle Ecken und Enden und musste meist trotzdem noch einmal zurück und weiterscannen.
Quelle: Nintendo
Aber ich kämpfte, äh, scannte mich tapfer vor, und als ich vor Kapitel 13 stand, da musste ich auf einmal als Freischaltungsvoraussetzung nicht mehr stupide herumscannen, Heureka.
... Nein, da gilt es, alle Felder auf der Rätseltafel freizuschalten, und das war der Moment, wo ich völlig frustriert aufgab.
99 dumme Rätsel auf ihrem Weg zum Meeresgrund
Besagte Rätseltafel ist ein via Menü abrufbares Feld mit 99 Fragezeichen, und um diese aufzudecken, muss man die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen.
Das umfasst etwa: spezielle Schatzkisten finden und öffnen; bestimmte Meerestiere scannen; zahlreiche via Zufall in Schatz-Lichtbobbeln versteckte Münzen finden; diverse Orte, die mal schon, mal nicht generiert werden, entdecken und besuchen; zusammen mit bestimmten Meerestieren, die man entsprechend taggen kann, über zufällig platzierte Steintafeln am Meeresboden schwimmen.
Zur Einordnung: Ich stehe, da ich diesen Text schreibe, bei 42 freigeschalteten Feldern, und ich habe insgesamt viermal die Map wirklich komplett von oben nach unten erforscht. Ich bin also noch nicht einmal in der Nähe davon, diese Aufgabe abzuschließen, und ich habe schon Stunden damit verbracht, völlig stupide durch das Wasser zu dümpeln.
Da die Aufgaben so spezifisch sind, reicht es aber auch nicht, einfach mal auf gut Glück ins Wasser zu starten, nein, nein. Die notwendigen Orte und Objekte können überall auftauchen.
Wenn man dieses bescheuerte Feld ausfüllen will, muss man also immer wieder und wieder und wieder und wieder zurück in die maximal uninspiriert zurechtgenerierten Fluten und sie trotzdem so aufmerksam erforschen, als wäre man gerade mit Audioguide im Louvre unterwegs.
Du bist im Level abgesunken
Es wird noch besser, denn durchs Scannen und andere Aktionen steigt man im Erfahrungslevel auf - ja, natürlich gibt es ein XP-System, warum auch nicht. Und manche der Aufgaben konnte ich noch gar nicht erledigen, vor allem das Schwimmen über Steintafeln, da einige der Fische einen gewissen Erfahrungslevel voraussetzen, bevor man mit ihnen, äh, über Steintafeln schwimmen kann.
Das heißt, ich schwamm oft genug herum, stieß auf diese blöden Tafeln und konnte nix tun, weil ich erst auf Level 38 war, der Zebrahai mich aber erst cool genug fürs Tafel-Date fand, sobald ich Level 40 erreicht hatte und die verbliebenen Scans in der Welt nicht im Absatz reichten, um mich auf den nötigen Level zu hieven. Also Welt neu generieren, wieder rein, alles wieder aufdecken, alles wieder entdecken (oder auch nicht, wenn es nicht zufällig generiert wurde) und dann langsam, aber sicher dem Wahnsinn anheimfallen.
