Elgato Game Capture 4K X und 4K Pro: Neues Hardware-Futter für Streamer
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An der Konsole zocken und die ganze Welt daran teilhaben lassen. Streaming wurde in den vergangenen Jahren immer beliebter. Für Hobby-Streamer und Profi-Player hat Elgato nun neue Ware parat.
Wer schon immer von einer Karriere als Let's Player oder Streamer träumte, stößt früher oder später auf das Thema "Capture Card". Dabei handelt es sich um eine Schnittstelle zwischen Konsolen und PC. Während PC-Spieler eher ohne weitere Probleme ihre Spiele mittels Software aufzeichnen können, benötigen Xbox, Playstation und Co. ebendieses Extra.
Elgato hat sich über viele Jahre in diesem Bereich als Go-to-Firma etabliert. Nun brachte der ehemals Münchener Peripherie-Produzent zwei neue Karten auf den Markt: Elgato Game Capture 4K X und Elgato Game Capture 4K Pro. Wir haben beide angeschaut und verraten euch, für wen sich die Neuerungen wirklich lohnen.
Intern oder extern?
Beide Capture Cards haben zwar den gleichen Zweck, unterscheiden sich aber optisch und im Anschluss deutlich. Daher starten wir zunächst mit einem Blick auf die Game Capture 4K X.
Quelle: Elgato/Corsair
Hierbei handelt es sich um eine externe Karte. Die 4K X hat einen HDMI-In- und Output, einen USB-C-Anschluss, sowie einen analogen Audio-Eingang. Der Aufbau, um das Signal von der Konsole in den PC zu leiten, ist recht simpel. Das HDMI-Signal von der Konsole wird in den HDMI-Input der Capture Card geleitet und geht dann per HDMI-Out weiter in den Monitor oder Fernseher.
Besonders ist bei der 4K X, dass mit HDMI 2.1 Aufnahmen und Passthroughs mit bis zu 4K144 und HDR10 möglich sind. Wem das zu kompliziert ist, hier einmal heruntergebrochen: Die Karte kann exakt das Bild aufnehmen und verlustfrei wiedergeben, das aus eurer Konsole kommt. Bisher waren die externen Karten auf maximal 4K60 beschränkt.
Zudem bietet die 4K X durch den USB-C-Anschluss die Möglichkeit, auch unterwegs Gameplay aufzunehmen. Elgato empfiehlt dafür ein iPad, welches die Inhalte dann in der Fotogalerie oder dem internen Speicher sichert. Schade ist jedoch, dass Features vom Vorgänger ganz einfach eliminiert wurden.
Die Game Capture 4K60 S+ bot einen SD-Kartenslot an, wodurch man Spiele direkt auf der Karte speichern konnte. Ganz ohne PC. Doch die Funktion verschwand gemeinsam mit der Karte vom Markt.
Quelle: Elgato/Corsair
Prinzipiell kann an die 4K X alles angeschlossen werden, was mittels HDMI durchschleusbar ist. Neben Konsolen können das auch PCs oder Kameras sein. Für Kameras hat Elgato weitere, eigene Lösungen.
Die Möglichkeit, das Bild eines weiteren PCs durchzuschicken, wird aber wiederum für Streamer mit einem schwächeren Gaming-PC spannend. So wird die geforderte Leistung für die Software aufgeteilt und der Spiele-Rechner kann seine volle Kraft entfalten. Er agiert gewissermaßen als Konsole. Warum die Software so anspruchsvoll ist, dazu später mehr.
Elgato für Bastler: 4K Pro
Die Elgato Game Capture 4K Pro unterscheidet sich bereits auf den ersten Blick von der 4K X. Es handelt sich hierbei um Karte mit PCIe 2.0 -Anschluss. Das bedeutet, dass die 4K Pro in den PC eingebaut werden muss. Wer bisher keine Bastelerfahrungen sammeln konnte, sollte sich aber nicht davon abschrecken lassen.
Der Einbau ist simpel, da die Karte keine weitere Stromzufuhr benötigt. Den Strom holt sich die Elgato direkt aus dem Mainboard. Steckt die Karte einmal im Slot, ist sie Plug-and-play nutzbar. Wer bereits Erfahrung mit dem Vorgänger, der 4K60 Pro hat, wird das Prozedere kennen, denn beide Karten sind sich sehr ähnlich.
Der Anschluss von Konsolen, PCs, Kameras und Co ist dann einfach. Genau wie bei der 4K X wird das HDMI-Signal in den HDMI-In geschleust und es kommt verlustfrei aus dem HDMI-Out wieder heraus. Wie der Beiname "Pro" schon verrät, ist hier aber deutlich mehr Power verfügbar und damit eine noch bessere Auflösung im Passthrough möglich.
Quelle: Elgato/Corsair
Natürlich bietet die Game Capture 4K Pro auch HDR10 an, scheitert aber an 4k-Aufnahmen in 144 Hertz. Es bleiben aber die Möglichkeiten 4K60, 1440p144 und 1080p240. Allerdings kann die 4K Pro mit einem starken Passthrough punkten. Hier sind wiederum 4K144 und sogar 8K60 in HDR möglich.
Bildergalerie
Nun muss man an der Stelle die Frage stellen, wer im Alltag effektiv 8K Inhalte nutzt, doch wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um ein Pro-Modell handelt. Daher gehen wir von einer professionellen Nutzung aus. Ein Downscaling von 8K auf 4K ist aber möglich. Das Ausbleiben von 4K144-Aufnahmen ist dann aber fraglich. Der Vorteile einer integrierten Capture Card sind aber klar: Weniger Kabelsalat und das Gerät ist immer bereit zur Aufnahme.
