Elgato 4K60 S+: Praxistest der Capturing-Box für Videouploads bis zu 4K

Special Antonio Funes
Elgato 4K60 S+: Praxistest der Capturing-Box für Videouploads bis zu 4K
Quelle: Elgato

Die Elgato 4K60 S+ Capturing-Box nimmt Videos vom PC oder einer Spielekonsole mit bis zu 3840x2160 Pixel (4K) auf. Wir haben die Box, die nur so groß wie eine Festplatte ist, einem Praxistest unterzogen und schauen uns an, wie gut sie für Gamer taugt, die ihr Gameplay ohne den PC zu belasten aufzeichnen und später zum Beispiel bei YouTube hochladen wollen.

Elgato 4K60 S+ Capturing-Box

El Gato - das ist Spanisch für Kater, kann aber umgangssprachlich auch Dieb bedeuten. Wer einen Kater vom Nachdenken darüber hat, wie er sein Gameplay für YouTube, Twitch und Co in höchster Qualität aufzeichnen kann, ohne dabei Leistungseinbußen zu haben, könnte - und hier schließt sich der Kreis - Hilfe vom Hersteller mit dem Namen Elgato beim "Klauen" der Bilddaten eines PC oder einer Spielekonsole bekommen.

Denn Elgato, einst in Deutschland gegründet und seit 2018 im Besitz des US-Unternehmens Corsair, bietet schon seit längerer Zeit vor allem Produkte an, die das Bild eines PCs oder auch einer Spielekonsole im übertrganenen Sinne stehlen. Dabei geht es nicht um Datenklau, sondern um Produkte, die das Bildsignal abgreifen, um es in Form eines Videos auf einen Datenträger zu bannen.

Die Elgato 4K60S+ und ihr Lieferumfang Quelle: Elgato Die Elgato 4K60S+ und ihr Lieferumfang Videocapturing lautet dabei das Zauberwort, wenn wir uns wieder dem PC-Vokabular anpassen. Ein aktuelles Produkt von Elgato haben wir uns näher angesehen, nämlich die Capture-Box Elgato 4K60 S+, die im Handel ab stolzen 370 Euro zu haben ist. Ein Exemplar der Box hat und der Hersteller freundlicherweise für einen Praxistest zur Verfügung gestellt. Die Elgato 4K60 S+ ist gerade einmal so groß wie eine interne 3,5-Zoll-Festplatte, nur ein klein wenig kürzer sowie einen Tick höher. Es kommen zwar noch ein Netzteil sowie mehrere Kabel (HDMI, Netzteilkabel und ein USB-Kabel) dazu - trotzdem eignet sich die Box sehr gut dafür, sie zu Events oder zu Freunden mitzunehmen und geplante oder spontane Aufnahmen zu erstellen, aber auch dafür, dass ihr zu Hause vom PC oder von der Spielekonsole euer Gameplay als Video abgreift. Die Details dazu erklären wir in unserem Hands-On-Test.

Unterstützte Auflösungen und Anschluss

Wie der Name schon verrät, ist die Elgato 4K60 S+ dazu geeignet, das Bildsignal eines PCs oder einer Spielekonsole mit bis zu 60 FPS (Bilder pro Sekunde) und einer Auflösung von bis zu 4K (3840x2160 Pixel) aufzunehmen, das Ganze bei Bedarf auch in HDR, wobei die Box ausschließlich das Format HDR10 unterstützt. Bei den Auflösungen sind 480p, 720p, 1080p und 2160p möglich. 1440p, also WQHD (2560x1440 Pixel), wird in 4K gespeichert. Den HDCP-Kopierschutz kann die Box für die Aufnahme nicht umgehen, da sie ansonsten verbotenerweise kopiergeschützte Filme als Videofile speichern könnte.

Elgato 4K60 S+ von hinten: Anschlüsse für USB, die Stromzufuhr sowie HDMI EIn- und Ausgang. Quelle: Elgato Elgato 4K60 S+ von hinten: Anschlüsse für USB, die Stromzufuhr sowie HDMI EIn- und Ausgang. Für den Einsatz schließt ihr die Elgato 4K60 S+ ans Stromnetz sowie an den HDMI-Ausgang einer Spielekonsole oder der Grafikkarte eines PCs an. Vom HDMI-Ausgang der Box geht es dann zum Monitor oder TV-Gerät. Die Box wird also einfach zwischen Konsole respektive PC und Display geschaltet. Eine Latenz müsst ihr dabei nicht befürchten, da die Box das HDMI-Signal einfach nur abgreift und intern bearbeitet.

Videospeicherung

Gespeichert werden die Videos auf einer Speicherkarte, für die es an der Elgato 4K60 S+ einen SD-Kartenslot gibt. Die Aufnahme lässt sich über einen LED-Touch-Button an der Box starten und stoppen, der gleichzeitig auch den aktuellen Status angibt. Dabei arbeitet die Elgato 4K60 S+ mit einem HEVC-Chip, der durch seine Kodierung die Videos sehr effizient auf die SD-Karte befördert. Die Capture-Box erkennt das Ausgangsmaterial und passt die Aufnahme entsprechend an, wobei man über die auf der Karte gespeicherte Datei Settings.txt auch eigene Einstellungen und Vorgaben treffen kann - zum Beispiel kann als Zielformat MP4 oder MKV sowie als Encodingformat AVC/H264 oder HEVC/H265 und mehr.

Dies muss man allerdings mit Hilfe eines PCs mit Cardreader tun, wo man ohnehin vor dem ersten Einsatz die Karte passend formatieren kann. Die Settings-Datei auf der Karte entsteht allerdings erst nach dem ersten Einlegen in die Box - wer sie Settings nicht der Werks-Voreinstellung überlassen will, muss sie also danach noch per PC anpassen. Elgato nennt eine 256GB-Speicherkarte als Beispiel für die Aufnahmezeit: Bis zu sieben Stunden 4K-Aufzeichnung mit HDR sind dabei möglich. Dies erscheint auch realistisch: Ein einstündiges 4K-Testvideo ohne HDR belegte bei uns etwa 30 Gigabyte Speicherplatz - etwa acht dieser Videos hätten auf die Karte gepasst. Die SD-Karte muss dabei für die höchste Qualitätsstufe mindestens die UHS-Klasse U3 und Video Speed Class V30 haben. Entsprechende Karten kosten ab 27 Euro für 256GB und ab 60 Euro für 512GB. 1TB-Varianten sind noch selten und mit Preisen ab 185 Euro so teuer, dass man sich besser mehrere kleinere SD-Karten kauft, falls dies nötig sein sollte.

  1. Seite 1 Elgato 4K60 S+ : Auflösungen, Anschluss und Speicherung
  2. Seite 2 Elgato 4K60 S+ : Anschluss per USB und Audio-Eingang
  3. Seite 3 Elgato 4K60 S+ : Audio-Eingang und unser Praxis-Fazit
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