Elgato 4K60 S+ : Audio-Eingang und unser Praxis-Fazit

Special Antonio Funes
Elgato 4K60 S+ : Audio-Eingang und unser Praxis-Fazit
Quelle: Elgato

Die Elgato 4K60 S+ Capturing-Box nimmt Videos vom PC oder einer Spielekonsole mit bis zu 3840x2160 Pixel (4K) auf. Wir haben die Box, die nur so groß wie eine Festplatte ist, einem Praxistest unterzogen und schauen uns an, wie gut sie für Gamer taugt, die ihr Gameplay ohne den PC zu belasten aufzeichnen und später zum Beispiel bei YouTube hochladen wollen.

Audio-Eingang - weitere Optionen

Eine andere Möglichkeit, Kopfhörer oder Lautsprecher zu verwenden und den Ton an die Elgato 4K60 S+ zu liefern, ist ein Stereo-Audiokabel mit je einem 3,5mm-Stecker an beiden Enden. Ihr könnt dann eine freie Audio-Buchse des PCs mit der Elgato-Box verbinden. Von einer Audiobuchse geht es also zum Beispiel zu den Kopfhörer, von der anderen zur Capture-Box. Allerdings muss die Treibersoftware eures Onboard-Sounds oder eurer Soundkarte dazu die Option bieten, den Sound parallel auf den beiden Buchsen gleichzeitig auszugeben.

Noch eine Möglichkeit: Ein Y-Kabel, das aus einer Audio-Buchse eures PCs quasi zwei macht. An die eine Buchse des Adapters kommt der Kopfhörer oder die Lautsprecher, an die die andere das beschriebene zur Box führende Audiokabel mit zwei 3,5mm-Steckern an seinen Enden.

Elgato 4K60 S Vorderansicht: Der Audioeingang links, rechts der Card-Slot, in der Mitte ein Touch-Button mit LED-Statusbeleuchtung. Quelle: Elgato Elgato 4K60 S Vorderansicht: Der Audioeingang links, rechts der Card-Slot, in der Mitte ein Touch-Button mit LED-Statusbeleuchtung. Übrigens: Wenn euer Monitor einen Audio-Ausgang hat, dann schließt ihr aber am besten einfach die Kopfhörer oder Lautsprecher direkt dort an. Der Sound kommt dann zusammen mit dem Bild-Signal per HDMI beim Monitor an, die Box als Zwischenstation kann ihn abgreifen. Problematisch kann ein USB-Headset sein - hier müsst ihr ausprobieren, ob ihr über die Windows-Soundoptionen zusätzlich die Ton-Ausgabe per HDMI oder eine normale 3,5mm-Buchse für das Stereo-Audiokabel aktivieren könnt. Die Problematik mit einem USB-Headset hat, nebenbei gesagt, nichts mit der Elgato 4K60 S+ im Speziellen zu tun.

Praxiserfahrungen

Im Praxisbetrieb nahm die Elgato 4K60 S+ die Videos sowohl auf der SD-Karte als auch per USB auf einem PC ruckelfrei und in einer guten Qualität auf. Ausprobiert haben wir die Aufnahme des Gameplays einer Xbox One S und eines Spiele-PCs jeweils direkt auf die SD-Speicherkarte sowie auch per USB mit einem Laptop als Capturing-Helfer. Ebenso testeten wir Spielen und gleichzeitiges Aufnehmen via USB auf dem Gaming-PC und bemerkten keinerlei Leistungseinbußen.

Zwei kleine Probleme hatten wir: Bei der Capturing-Software war nicht direkt klar, ob die Aufnahme nun läuft oder nicht, da das Aufnahmemenü sehr abgespeckt ist. Zudem blinkte die Status-LED des Cardslots minutenlang in Rot, nachdem wir die angeschlossene Xbox One abgeschaltet hatten. Laut Support-Website bedeutet Rot eigentlich ein Problem oder einen Bootvorgang. Wir entnahmen die Karte schließlich trotzdem und konnten sie problemlos an einem PC per Cardreader verwenden.

Fazit: Tolle Capturing-Box mit kleinen Nachteilen

Die Elgato 4K60 S+ hat uns überzeugt - Kritikpunkte gibt es allerdings auch. Für ambitionierte Gamer, deren PC mehr als 60 FPS liefern kann, sicherlich besonders ärgerlich ist, dass die Elgato 4K60 S+ auch das ausgegebene Bildsignal auf 60 Hertz begrenzt. Somit sind hohe Bildwiederholfrequenzen, wie sie viele Gaming-Monitore bieten, nutzlos, wenn man die Box angeschlossen hat. Was die Features angeht: Wir hätten uns gewünscht, dass die Box per USB auch die Videodateien der SD-Karte übertragen kann, und das natürlich dann mit USB3.0-Speed. Außerdem wäre ein Audio-Ausgang hilfreich, um Kopfhörer oder Lautsprechern direkt an die Box anzuschließen und sich Konfigurationsprobleme oder Adapterlösungen zu sparen.

Kurzfazit Elgato 4K60 S+ • Vorteile: Klein und kompakt; einfach zu bedienen; Aufnahme auf SD-Karte und wahlweise auch direkt auf den PC
• Nachteile: Maximal 60Hz Pass-Through; keine Cardreader-Funktion; hoher Anschaffungspreis

Alles in allem möchte man die Elgato 4k60 S+ aber nicht mehr missen, wenn man sie erst mal ausprobieren konnte, obgleich sie freilich nicht ganz billig ist. Aber vielleicht bietet sie sich gerade jetzt, wo es so gut wie keine Gaming-Grafikkarten zu bezahlbaren Preisen im Handel gibt, als willkommene Idee für Hardware-Fans an, die sich mit etwas anderem eine Freude machen wollen. Für Gamer, die häufig Videos ihres Gameplays veröffentlichen wollen, können wie Elgato 4K60 S+ aber guten Gewissens empfehlen.

  1. Seite 1 Elgato 4K60 S+ : Auflösungen, Anschluss und Speicherung
  2. Seite 2 Elgato 4K60 S+ : Anschluss per USB und Audio-Eingang
  3. Seite 3 Elgato 4K60 S+ : Audio-Eingang und unser Praxis-Fazit
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