Elden Ring endlich gespielt: Alle Zeichen stehen auf Meisterwerk! - Seite 3: Geister, Multiplayer, Technik und Fazit!

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Elden Ring endlich gespielt: Alle Zeichen stehen auf Meisterwerk! - Seite 3: Geister, Multiplayer, Technik und Fazit!
Quelle: Bandai Namco

Was wir von Elden Ring erwartet haben: mehr Souls-Futter. Was es liefert: die vielleicht beste Fantasy-Spielwelt seit Breath of the Wild! Vorschau + Video!

Beim Kampfsystem an sich wagt From Software kaum Experimente. Stattdessen erwarten euch mehr oder weniger dieselbe Steuerung, dieselben Animationen und teils auch dieselben Waffen wie bei Dark Souls 3. Das mag nun für den einen oder anderen etwas enttäuschend sein.

Man sollte aber auch bedenken, dass dem Finale der Souls-Trilogie in puncto Kampfgefühl kaum ein anderes Action-RPG das Wasser reichen kann. Die Kampfgeschwindigkeit ist dementsprechend hoch, die Waffen abwechslungsreich und vielseitig und die Hitboxen hervorragend.

... mit neuen Tricks

Wie bei Dark Souls 3 und Sekiro könnt ihr außerdem die Haltung der Gegner brechen, indem ihr sie mit starken Angriffen unter Druck setzt. Am besten funktioniert das mit einem zusätzlichen, neuen Kontersystem. Habt ihr einen Schlag geblockt, könnt ihr nun mit einem speziellen Gegenangriff nachsetzen.

Der zwingt viele Feinde sofort in die Knie und eröffnet die Möglichkeit für einen Finisher. Eine gegnerische Ausdauerleiste sucht ihr leider vergeblich, ihr müsst euch also merken, wie schnell welcher Gegner unter welcher Art Angriff einknickt.
From Software versteht es nach wie vor hervorragend, euch ein Gefühl für euren Fortschritt in der Spielwelt zu geben.  Quelle: PC Games From Software versteht es nach wie vor hervorragend, euch ein Gefühl für euren Fortschritt in der Spielwelt zu geben.  Klassische Paraden und Backstabs dürft ihr natürlich auch wieder einsetzen. Die Sprungfunktion schließlich hilft euch nicht nur beim Erkunden, manche Gegner verlangen auch vertikales Ausweichen und Sprungangriffe. All das spielt sich zwar sehr bekannt, aber deswegen nicht weniger toll!

Selbiges gilt für das flexible Klassensystem, das mit Zaubern in (bisher) zwei Archetypen sowie vielen Nah- und Fernkampfwaffen wieder jede Menge Raum zum Experimentieren lässt. Zaubern und Schießen kann euer Befleckter übrigens auch vom Pferd aus, wenn auch nur nach vorne und zur Seite. Dank der Lock-on-Funktion klappt auch das ganz zuverlässig.

Flexibel und begeisternd

Berittener Kampf, Stealth-System, Angriffstypen bis zum Abwinken und vielseitiges Klassensystem sind euch noch nicht genug taktische Optionen? Dann haben wir noch zwei! Zum einen kehren die aus Dark Souls 3 bekannten Waffenfertigkeiten zurück. Die könnt ihr jetzt aber austauschen.

Das geschieht über die sogenannten Kriegsaschen, mit denen sich aber nicht nur die Waffenfähigkeit, sondern gleichzeitig auch die Skalierung eurer Waffe verändert. Das entschlackt das Schmiedesystem und sorgt für eine höhere Individualisierbarkeit eurer Lieblingsausrüstung.
Die (unabhängig von euren Attributen beschwörbaren) Geister nehmen euch zwar das Kämpfen nicht ab, sie lenken Feinde aber zuverlässig ab. Quelle: PC Games Die (unabhängig von euren Attributen beschwörbaren) Geister nehmen euch zwar das Kämpfen nicht ab, sie lenken Feinde aber zuverlässig ab. Zum anderen dürft ihr in Elden Ring KI-gesteuerte Geister herbeirufen, die euch in besonders harten Kämpfen unterstützen. In Limgrave entdeckt ihr etwa eine fliegende Qualle, ein Wolfsrudel oder eine Gruppe untoter Adeliger. Die verursachen in Kämpfen zwar wenig Schaden, eignen sich aber hervorragend als Ablenkung.

Und diese Ablenkung ist bei so manchem Bosskampf der Schlüssel zum Erfolg. Das bockschwere Duell mit Margit, dem Wächter der Burgtore von Sturmschleier, gehört im Alleingang zu den schwereren der Reihe. Ruft ihr aber zum Beispiel die Qualle herbei, die den Brocken mit ihren Projektilangriffen anlockt, könnt ihr ihm oft relativ gefahrlos in den Rücken schlagen.

Wir sind gespannt, welche Optionen sich mit den Geistern im Spielverlauf noch eröffnen. Wir können uns aber auch vorstellen, dass manche Kämpfe durch ihren Einsatz potenziell etwas zu leicht auszuhebeln sein werden. Immerhin sind die meisten Feinde in From-Software-Spielen nicht gerade für ihre Multitasking-Fähigkeiten bekannt.

Jolly Cooperation

Die Geister sind aber ebenso optional wie der Multiplayer, der in Elden Ring natürlich auch wieder mit an Bord ist. Hier freut ihr euch über ein paar neue Komfortfunktionen. Es gibt nun etwa Marker in der Spielwelt, die euch anzeigen, wo ihr besonders schnell Mitspieler finden könnt. Die Mehrspieler-Items haben nun ihr eigenes Menü.

Auch in der Open World dürft ihr kooperativ ran, allerdings sollt ihr dann grob auf das Gebiet beschränkt werden, in dem ihr euren Partner herbeigeholt habt. Berittene Duelle werdet ihr euch aber leider nicht liefern können, da ihr Sturmwind im Multiplayer nicht benutzen könnt.
Klassischer Souls-Koop: Wir schlagen uns im Nahkampf mit dem Gegner herum, damit unser Zaubererkollege ungestört schießen kann.  Quelle: PC Games Klassischer Souls-Koop: Wir schlagen uns im Nahkampf mit dem Gegner herum, damit unser Zaubererkollege ungestört schießen kann.  Wir rechnen also damit, dass die Online-Features bei Elden Ring mehr oder weniger genauso funktionieren wie von den geistigen Vorgängern gewohnt. PvP ist natürlich ebenso an Bord wie ein Passwort-Feature, beides konnten wir wegen der begrenzten Teilnehmeranzahl im Vorab-Test aber noch nicht ausprobieren.

Artstyle > Technik

Raytracing war im Network Test noch nicht aktiviert, es soll jedoch per Patch auf PC und Next-Gen-Konsolen in der Vollversion enthalten sein. Ob die Reflexion des Feuers hier dann noch besser aussieht? Quelle: PC Games Raytracing war im Network Test noch nicht aktiviert, es soll jedoch per Patch auf PC und Next-Gen-Konsolen in der Vollversion enthalten sein. Ob die Reflexion des Feuers hier dann noch besser aussieht? Abschließend noch ein paar Worte zur Technik. Ja, man sieht dem Spiel deutlich an, dass es mit derselben Engine entstanden ist, wie Bloodborne, Dark Souls 3 und Sekiro vor ihm. Ein Technikfeuerwerk wie beim Remake von Demon's Souls solltet ihr also nicht erwarten.

Dafür punktet Elden Ring From-Software-typisch mit seinem aufwändigen Artdesign, seiner dichten Atmosphäre und seiner schrecklich-schönen Spielwelt. Die beeindruckenden Panoramen, die dichte Vegetation und das herrlich groteske Monsterdesign haben wir schon erwähnt. Elden Ring hat aber auch noch ein sehr stimmungsvolles Beleuchtungssystem inklusive Tag-Nacht-Wechsel zu bieten.

Zudem gefallen viele neue Details, etwa, dass sich das Feuer des Drachen im sumpfigen Untergrund spiegelt, oder dass besonders große Gegner Bäume in der Umgebung zerstören können.Die etwas knalligere Farbgebung mag dem Spiel zunächst einen ungewohnten High-Fantasy-Anstrich verleihen.
Das Beleuchtungssystem und die Tag-Nacht-Zyklen sind hübsch umgesetzt und täuschen oft über die angestaubte Engine hinweg. Quelle: PC Games Das Beleuchtungssystem und die Tag-Nacht-Zyklen sind hübsch umgesetzt und täuschen oft über die angestaubte Engine hinweg. Der stellt aber einen guten Kontrast zu den schaurigen Details der Spielwelt her, etwa den "gekreuzigten" Leichen, die überall in der Gegend herumhängen. Nur die gelegentlichen Ruckler, die uns in der PS5-Version aufgefallen sind, muss From Software bis zum Release noch in den Griff kriegen.

Stabile 60 Bilder pro Sekunde dürften bei der verhältnismäßig alten Engine auf modernen Systemen eigentlich kein Problem darstellen.

Bleibt uns nur noch zu sagen, dass wir vor unserer Anspielsession von Elden Ring eigentlich nur mehr vom gewohnt Guten erwartet haben. Das Spiel hat uns letztendlich aber wirklich positiv überrascht. Die offene Spielwelt ist genau der frische Wind, den die Serie gebraucht hat.

Das wie gehabt tolle Gameplay wurde sinnvoll erweitert, und die Kombination aus hohem Schwierigkeitsgrad und lohnenswerter Erkundung sorgt wieder für ein unschlagbares Fortschrittsgefühl. Alle Zeichen stehen also auf Meisterwerk!

Meinung

Bildergalerie

  1. Seite 1 Elden Ring endlich gespielt: Alle Zeichen stehen auf Meisterwerk! - Seite 1
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