Ikonen der Spieleindustrie: Hidetaka Miyazaki - Seite 5

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Ikonen der Spieleindustrie: Hidetaka Miyazaki - Seite 5
Quelle: Bandai Namco/Bildmontage: PC Games

Wir skizzieren in unserem Report den Weg von Hidetaka Miyazaki, der mit Elden Ring den heißesten Anwärter auf das Spiel des Jahres 2022 abgeliefert hat.

Im Gegensatz zu Bloodborne bleiben hier große Experimente aus, dafür ist die Produktionsqualität gewohnt hoch. Die Fans freuen sich zudem über deutlich kreativere Bossgegner als im Vorgänger, sowie etwas schnellere und dynamischer ablaufende Kämpfe. Auch technisch zeigt sich das für PS4, Xbox One und PC erhältliche Spiel von einer deutlich besseren Seite als die bisherigen Souls-Games. Lohn der Mühen für Miyazaki und Co.: Drei Millionen verkaufte Einheiten nach nur zwei Monaten und - Stand Sommer 2022 - mit über zehn Millionen verkauften Exemplaren der Bestseller unter den drei Dark-Souls-Titeln.

Nach zwei guten DLCs für Dark Souls 3 - Ashes of Ariandel (2016) und The Ringed City (2017) -, die Miyazaki im Teamwork mit den Co-Direktoren Isamu Okano und Yui Tanimura abliefert, sieht der From-Soft-Präsident allerdings die Zeit gekommen, die erfolgreiche Souls-Serie hinter sich zu lassen. "Es ist an der Zeit, sich von der Dark Souls-Franchise zu entfernen", so Miyazaki in einem Interview mit der US-Webseite Polygon im Jahr 2016. "Als Präsident von From Software möchte ich die Möglichkeit nicht komplett ausschließen, dass das Franchise in der Zukunft irgendwann zurückkehrt. Es könnte jemand anders in meinem Unternehmen geben, der an neuen Teilen arbeiten möchte. Aber wir glauben, dass die Serie nach den beiden DLCs enden wird."

Das First-Person-Adventure Déraciné (2018) ist Miyazakis erstes VR-Spiel und ein durchaus gelungenes, wenn auch etwas spannungsarmes Experiment. Quelle: Moby Games Das First-Person-Adventure Déraciné (2018) ist Miyazakis erstes VR-Spiel und ein durchaus gelungenes, wenn auch etwas spannungsarmes Experiment. Miyazaki bleibt indes fleißig und versucht sich in der Folgezeit am PS4-VR-Spiel Déraciné (2018), einem experimentellen First-Person-Adventure ohne Action, dafür mit simplen Rätseln und interessanter Erzählweise.

Deutlich spannender für die breite Masse ist Miyazakis nächstes Großprojekt für PC, PS4 und Xbox One: Mit Sekiro: Shadows Die Twice (2019) entfernt sich der Regisseur wie schon bei Bloodborne deutlich von den Souls-Spielen, behält aber das vertraute Gameplay-Grundgerüst und einen überaus knackigen Schwierigkeitsgrad bei.

Sekiro: Shadows Die Twice Quelle: Activision Miyazaki zeigt sich immer wieder offen für neue Ideen und Settings. So auch im 2019 erschienenen Sekiro: Shadows Die Twice, in dem wir als Shinobi vor dem historischen Hintergrund der Sengoku-Zeit Gegner schnetzeln. Das farbenfrohe Fernost-Setting zur Sengoku-Zeit im 16. Jahrhundert, das den Spieler in die Rolle eines nach Rache dürstenden Shinobis versetzt, das frische Kampfgefühl nebst auf das Brechen der gegnerischen Haltung ausgelegte Katana-Duellen sowie der spektakuläre Einsatz des erweiterbaren Greifarms (der euch auch problemlos auf Häuserdächer oder Baumäste klettern lässt) sind die wichtigsten Eckpfeiler des Spiels.

"Beim Kampf gibt es in Sekiro zwei Schlüsselkomponenten. Einer dieser Kernaspekte des Spiels ist die Gewalt des Aufeinandertreffens von Schwertern. Der andere ist die vertikale und dynamische Bewegung, die euch offensteht. Diese Dynamik spiegelt sich ebenfalls im Kampf wider. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sich in einem Kampf zu verhalten, wie Schleichen oder das Verwenden eurer Armausrüstung.
Möglich ist etwa ein Angriff von oben. Einige eurer Ninja-Tools können sich zudem die Schwäche des Gegners zunutze machen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr natürlich auch direkt zum Schwert greifen", erklärt Miyazaki 2018 im Gespräch mit dem offiziellen Playstation-Blog den Ansatz seines Spiels.

Interessanterweise hat die Tenchu-Reihe des japanischen Studios Acquire, die von From Software verlegt wird, Miyazaki direkt beeinflusst. "Eine Menge Einfluss kam von Tenchu. Wir hatten sogar zunächst erwogen, Sekiro: Shadows Die Twice zu einem Bestandteil der Tenchu-Reihe zu machen", wird Hidetaka Miyazaki 2019 von Variety zitiert.

Wie auch immer: Rezensenten wie Spieler sind von Sekiro begeistert; bis einschließlich Juli 2020 verkauft sich das Shinobi-Abenteuer über fünf Millionen Mal.

Der Mega-Hit Elden Ring

Wer nun glaubt, dass Hidetaka Miyazaki nach Sekiro: Shadows Die Twice sein kreatives Pulver verschossen hat, der irrt gewaltig. Zwar sind nicht wenige skeptisch, als er und From Software auf der E3 2019 ein neues Fantasy-Open-World-Rollenspiel namens Elden Ring (jetzt kaufen 129,99 € / 53,99 € ) ankündigen, das in Kooperation mit Buchautor George R. R. Martin (Das Lied von Eis und Feuer/Game of Thrones) entstehen soll.

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