Shadow of the Erdtree: Darum wird der DLC von Elden Ring besser als das Hauptspiel
Kolumne
Das Warten hat bald ein Ende: Am 21. Juni 2024 erscheint mit Shadow of the Erdtree die langersehnte Erweiterung für Elden Ring. Wenn From Software ihren alten Traditionen gerecht wird, wird der DLC das absolute Highlight des Spiels.
Die Soulsborne -Spiele sind längst kein Geheimtipp mehr. Dafür hat spätestens der riesige Erfolg von Elden Ring gesorgt. Über zwei Jahre ist es nun schon her, dass FromSoftware die Tore zum Zwischenland geöffnet hat.
Bald steht dann mit Shadow of the Erdtree die große Erweiterung vor der Tür. So lange lässt sich das Entwicklerstudio normalerweise nicht mit den zusätzlichen Inhalten Zeit. Das hat dieses Mal allerdings einen guten Grund: Es soll die größte Erweiterung werden, die die Entwickler bisher gemacht haben.
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Kein Wunder, schließlich ist bereits das Basisspiel nicht nur ein wilder, sondern vor allem ein ziemlich langer Ritt. Das hat aber nicht nur Vorteile, denn bei dem großen Umfang trifft man mit der Zeit immer mal wieder auf dieselben Bosse und bekannte Gegner - nur in leicht unterschiedlichen Varianten.
Anscheinend war selbst bei FromSoftware irgendwann die Luft raus und die Kreativität vollends ausgeschöpft. Aber genau deshalb frage ich mich: Braucht Elden Ring (jetzt kaufen 129,99 € / 53,99 € )üüberhaupt einen DLC? Eigentlich nicht, aber ich freue mich trotzdem sehr drauf. Denn er wird wahrscheinlich das absolute Highlight des Spiels.
Auf zu neuen Ufern
Dafür sprechen vor allem zwei Gründe: Das neue Gebiet und die neuen Bosse. Spätestens seit The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom hat bei mir die Open-World-Müdigkeit eingesetzt. Bei Elden Ring war es noch in Ordnung, allerdings habe ich mich auch damals schon vom Zwischenland ziemlich erschlagen gefühlt.
Es gab einfach so viel zu erkunden, dass ich irgendwann überfordert von der riesigen Spielwelt war. Da half es auch nicht, dass FromSoftware gerne gut versteckte Gebiete in ihre Spiele einbaut, die man ziemlich schnell verpassen kann.
An jeder Ecke gab es so spannende Gegner, interessant aussehende Gebäude und ominöse NPCs, sodass ich stets Angst hatte, irgendwas richtig Cooles zu verpassen.
Das separate Gebiet der Erweiterung ist daher eine willkommene Abwechslung. Die spielerische Freiheit soll aber nicht darunter leiden, dass wir es jetzt mit einem abgetrennten Bereich zu tun haben. Immerhin soll er etwa so groß sein wie das Startgebiet Limgrave und schon dort konnte man im Basisspiel sehr viel Zeit verbringen.
Quelle: Bandai Namco
Allerdings will ich mich nicht zu früh freuen, dass uns ein kompakterer Ausflug ins Zwischenland erwartet. Denn der DLC wird sicher alles andere als kurz. Die bisherigen Erweiterungen des Entwicklerstudios boten je nach Spiel etwa fünf bis zehn Stunden mit neuen Inhalten.
Bei Elden Ring dürfte das etwas anders aussehen, da der ursprüngliche Umfang schon deutlich größer ist. Und wenn die Entwickler dann noch selbst sagen, dass Shadow of the Erdtree ihr bisher größter DLC geworden ist, erwartet uns wohl doch wieder ein längerfristiges Projekt.
Es ist also nicht abwegig, dass uns 20, 30 oder noch mehr Spielstunden erwarten. Das Ganze klingt mehr nach einem Ableger, der theoretisch ins Spiel eingebunden ist, als nach einer Erweiterung mit ein bisschen mehr Inhalt. Nach der ungewöhnlich langen Wartezeit von über zwei Jahren haben wir uns das aber auch redlich verdient.
Wie der kürzlich veröffentlichte Story-Trailer gezeigt hat, hat der DLC natürlich auch seine eigene Geschichte in petto. Die wird vermutlich wie immer kryptisch erzählt und wir müssen jeden Stein umdrehen, um sie zu verstehen - aber die komplizierte Erzählweise gehört einfach zu den Spielen dazu.
Viele, viele neue Bosse
Neben dem frischen Start in einem neuen Gebiet bin ich aber vor allem auf die Bossgegner gespannt. Und genau die sind auch der Grund, warum der DLC das absolute Highlight von Elden Ring werden könnte.
Die Bosskämpfe sind nicht nur das Herzstück eines jeden Soulsborne-Spiels, sondern vor allem die großen Stärken der Erweiterungen. Laut Miyazaki sind es über zehn neue Endgegner, die euch im Schatten des Erdenbaums erwarten.
Passend zum generellen Umfang sind das deutlich mehr, als FromSoftware bisher immer nachgeliefert hat. Manche der Bosse sollen in puncto Schwierigkeit ähnlich drauf sein wie Malenia - das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.
Bildergalerie
Gut, das ist jetzt auch keine große Überraschung. Immerhin wurde bereits angedeutet, dass sich der Eingang ins neue Gebiet in der Bossarena von Mohg befindet. Und der ist alles andere als ein Zuckerschlecken - vorausgesetzt, man lässt seine Mimic zuhause. Dementsprechend weit muss man also im Spiel gekommen sein, um überhaupt eine Überlebenschance im DLC zu haben.
