Fast wie Bloodborne: Spiele im Stil des From-Software-Meisterwerks!

Special Annika Menzel Lukas Schmid
Fast wie Bloodborne: Spiele im Stil des From-Software-Meisterwerks!
Quelle: From Software

Düstere Schauerromantik: Die besondere Atmosphäre von Bloodborne und seinen geistigen Nachfolgern weiß zu begeistern. Wir erklären sie und stellen die aktuellen Quasi-Bloodbornes vor!

Draußen wird es zurzeit zunehmend regnerisch und düster, kürzer werdende Tage treffen auf Kälte, die sich an den Gliedern festsetzt und einen zum Zittern bringt. Der trübe Herbst lädt also förmlich dazu ein, es sich auf dem heimischen Sofa gemütlich zu machen und die Konsole anzuschmeißen. Auch, wenn Horrorspiele da natürlich besonders gut passen, gibt es mittlerweile genügend Vertreter aus anderen Genres, welche die unheimliche Stimmung zu euch nach Hause bringen. Wollt ihr zusätzlich noch eine ordentliche Herausforderung erleben, kommt ihr um den Klassiker Bloodborne aus dem Hause From Software nicht herum.

Das Action-RPG erfreut sich nicht nur bei den Fans großer Beliebtheit, sondern scheint auch bei den Entwicklern aus der Gaming-Branche Anklang gefunden zu haben. Mit Thymesia, Steelrising und dem anstehenden Lies of P erwarten uns aktuell gleich drei Souls-likes, die sich primär an Bloodborne (jetzt kaufen 25,90 € ) orientieren und stilistisch in die gleiche Kerbe schlagen. Wir verraten euch, was die düstere Atmosphäre so besonders macht und warum die Neuerscheinungen trotzdem alle ihren eigenen Charme mit sich bringen.

Atmosphäre in Bloodborne: Schwarze Romantik vom Feinsten

Schon die ersten Minuten in Bloodborne machen deutlich, was euch bei eurem Ausflug nach Yharnam erwartet. Aufgrund eines sich rasant ausbreitenden Fluches haben sich die Menschen verbarrikadiert, während Bestien und andere unheimliche Kreaturen in den verlassenen Straßen umherstreifen.

Yharnam ist von der viktorianischen Zeit inspiriert, was sich unter anderem in der Architektur der Stadt äußert. Quelle: PC Games Yharnam ist von der viktorianischen Zeit inspiriert, was sich unter anderem in der Architektur der Stadt äußert.

Eure ersten Schritte macht ihr in einer verlassenen Klinik, die rein gar nichts mit den sterilen, weißen Krankenhäusern, wie wir sie kennen, gemeinsam hat. In einem der dunklen, verstaubten Räume trefft ihr direkt auf einen blutrünstigen Wolf, der kurzen Prozess mit euch macht, da ihr noch über keinerlei Waffe verfügt.

Sobald ihr das erste Mal das Zeitliche segnet, erwacht ihr im Traum des Jägers. Dieser sichere Zufluchtsort ist eure Basis für die kommende Jagd, von der aus ihr eure Waffen verbessert, Blutechos gegen Level eintauscht und per Grabstein in die verschiedenen Gebiete reist.

Die Menschen haben sich in ihren Häusern verschanzt und sind in der Nacht der Jagd sehr misstrauisch euch gegenüber. Quelle: PC Games Die Menschen haben sich in ihren Häusern verschanzt und sind in der Nacht der Jagd sehr misstrauisch euch gegenüber.

Der Traum ist wesentlich heller und damit auf den ersten Blick freundlicher als der Rest der Welt, allerdings wird auch hier nicht an der charakteristischen Atmosphäre gespart.

Ihr befindet euch nämlich auf einem Friedhof mit einer kleinen Kapelle, erhellt von einem riesigen Vollmond. Die zunächst leblose Puppe, mit der ihr wenig später interagieren könnt, rundet den unheimlichen Eindruck ab.

Die Bosse sind nach unterschiedlichen Prinzipien designt. Es gibt unheimliche Monster, Chtulhu-Wesen und humanoide Gegner. Quelle: PC Games Die Bosse sind nach unterschiedlichen Prinzipien designt. Es gibt unheimliche Monster, Chtulhu-Wesen und humanoide Gegner.

Zurück in Yharnam steht nun nichts mehr außer der Waffe eurer Wahl zwischen euch und dem Biest. Die Außenwelt, die ihr daraufhin zum ersten Mal betretet, könnte glatt einem Schauerroman aus der schwarzen Romantik entspringen. Die Werke der Strömung, die ihre Hochphase zwischen dem Ende des 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte, rücken das Unheimliche in den Fokus der Erzählungen.

Tod und Verderben erwarten euch so ziemlich in der ganzen Spielwelt. Vor allem beim Eingeweideangriff gibt es auch ordentlich Blut zu sehen. Quelle: PC Games Tod und Verderben erwarten euch so ziemlich in der ganzen Spielwelt. Vor allem beim Eingeweideangriff gibt es auch ordentlich Blut zu sehen.

Besonders kennzeichnend sind zum Beispiel eine düstere oder melancholische Stimmung, vor allem während der Nacht, groteske Wesen und Charaktere mit einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Hang zum Wahnsinn. Das Motiv des Todes sowie ein hoher Grad an Brutalität sind ebenfalls keine Seltenheit.

Der Traum des Jägers wirkt im Gegensatz zur restlichen Spielwelt wie ein friedlicher Rückzugsort zwischen euren Jagdausflügen. Quelle: PC Games Der Traum des Jägers wirkt im Gegensatz zur restlichen Spielwelt wie ein friedlicher Rückzugsort zwischen euren Jagdausflügen.

Werke von Autoren wie E.T.A. Hoffmann (Der Sandmann), Bram Stoker (Dracula) oder Mary Shelley (Frankenstein) prägten das Genre des Schauerromans stark und gelten auch heute noch als Klassiker für Liebhaber der dunklen Seite der Romantik.

Auch, wenn wir es bei Bloodborne mit keinem über 150 Jahre alten Buch zu tun haben, so lässt sich wohl kaum bestreiten, woher die Inspiration für das Spiel stammt. Eine albtraumhafte Kreatur nach der anderen zeigt zudem einen weiteren unverkennbaren Einfluss auf: H.P. Lovecraft und den aus seiner Feder stammenden Cthulhu-Mythos.

Früher oder später wird die sich ausbreitende Seuche vermutlich jeden erwischen. Auch Bosse sind davor nicht geschützt. Quelle: PC Games Früher oder später wird die sich ausbreitende Seuche vermutlich jeden erwischen. Auch Bosse sind davor nicht geschützt.

Von den gottähnlichen Wesen, die aussehen, als wären sie gerade aus der hintersten Ecke der Hölle gekrochen, sind einige der Bossgegner in From Softwares Werk inspiriert. Beispiele dafür sind unter anderem Amygdala, von der es auch kleinere Varianten in der Spielwelt verteilt gibt, und Ebrietas.

Klassische Bestien, Spinnen, Schlangen und humanoide Gegner gibt es selbstverständlich auch. Egal, wovor es euch am meisten graut, Bloodborne scheint für jede Phobie den passenden Gegnertyp parat zu haben.

Nicht nur die Alt-Yharnam, sondern auch der Himmel scheint zu brennen. Rot ist eine der wenigen präsenten Farben im Spiel. Quelle: PC Games Nicht nur die Alt-Yharnam, sondern auch der Himmel scheint zu brennen. Rot ist eine der wenigen präsenten Farben im Spiel.

Neben dem überaus prominenten Blutvergießen und einer grauenhaften Gestalt nach der anderen glänzt vor allem die abwechslungsreiche Konstruktion der Spielwelt.

Außer den typischen verlassenen Straßen voller Kutschen, Särge und Monster gibt es sowohl verworrene, düstere Wälder als auch ein imposantes, schneebedecktes Schloss, das der romantischen beziehungsweise gotischen Architektur alle Ehre macht. Solche Festungen im Stil von Draculas Reich sind ebenfalls ein typisches Motiv der entsprechenden Epoche.

Vikarin Amelia kniet in ihrer menschlichen Gestalt auf dem Boden Quelle: PC Games Auch wer zunächst harmlos erscheint, kann eine Gefahr für euch darstellen. Seid also besser immer auf der Hut. 

Natürlich darf während der Jagd die passende Kleidung für euren Charakter nicht fehlen, um das Gesamtpaket abzurunden. Die verschiedenen Sets reichen optisch vom klassischen Yharnam-Jäger über von Steampunk inspirierte Outfits bis hin zu kirchlichen Gewändern, die allesamt unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen. Stilistisch passen sie hervorragend zu dem viktorianischen Setting des Spiels.

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