In neun von zehn Fällen wird der FC Bayern Meister und genauso oft fallen die Änderungen bei einem neuen EA FC eher marginal aus - stellt dieses Jahr eine Ausnahme dar? Das verraten wir euch in unserem Test zu EA Sports FC 26!
In diesem Artikel
Deutlich mehr hat sich dagegen in der Manager-Karriere getan. EA wirbt mit "unerwarteten Ereignissen" und Management-Live-Elementen, die den Karrieremodus lebendiger machen sollen. Das sah in den ersten Trailern ziemlich verwirrend aus, was wohl auch daran liegt, dass es nicht optimal kommuniziert wurde.
Die Manager-Karriere ist in zwei Bereiche geteilt: Die klassische Karriere und die Live-Karriere. Bei ersterer handelt es sich um den Karrieremodus, wie man ihn schon aus FC 25 kennt. Von allen Seiten wird man mit Möglichkeiten zur Optimierung überhäuft.
Auf dem Papier kann man seine Spieler so bearbeiten, wie man sie haben möchte. Positionen können gewechselt werden, entsprechend ändern sich dann auch die Werte des Spielers. Gleiches gilt auch für die taktischen Formationen, neue Trainer, die man einstellt und natürlich die Kommunikation mit dem Team.
Quelle: PC Games
Nicht ganz klar, ob Regen oder Schweiß - Pep Guardiola sieht in den Animationen originalgetreu aus.
Fans von Excel-Tabellen und Personalmanagement werden hier wohl eher ihren Spaß haben als Liebhaber des Gameplays. Auch wenn der Karrieremodus hier weiterhin nicht an reine Management-Simulationen wie den Football Manager herankommt.
Die neue Live-Karriere
Ganz neu ist die Live-Karriere. Hier wählt man erst einen Trainer aus oder erstellt seinen eigenen Avatar und stürzt sich in eine Auswahl an Challenges. Bevor man also seinen Verein aussucht, sucht man sich erstmal seine Aufgabe aus.
Je nach Herausforderung, wird die Karriere als kurz, mittel und lang eingestuft. Das können dann Dinge sein wie "Lege eine gute Vorbereitung hin", wo man als Trainer fünf Spiele der Vorbereitung gewinnen muss.
Vor dem Start sieht man auch die damit verbundenen Einschränkungen. Etwa, dass man nicht simulieren darf, bestimmte Transfereinnahmen erzielen muss oder keinen eigenen Verein erstellen darf.
Quelle: PC Games
Herausforderung gesucht? Mit dem Live-Manager steigt man direkt in vorgegebene Szenarien ein.
Denn neben den authentischen Vereinen kann man auch Ikonen in seinem Team platzieren. Das darf man aber nicht für jede Aufgabe und nicht mit jedem Team machen.
Ihr merkt also: Die Live-Karriere ist eher für all jene Spieler, denen die eigentliche Karriere zu langweilig geworden ist und eine Art kleinen Story-Modus haben möchten. Nicht auf der Basis von The Journey, aber immerhin kann man sich an einigen ausgefallenen Aufgaben entlanghangeln.
Leider haben alle drei Karriere-Modi immer noch ein paar kleine Schwächen, die EA wohl auch nicht behoben bekommt. So schön die Tiefe der neuen Taktikmöglichkeiten auch sind, so sehr fehlt es an kleineren Freiheiten, wie eigenen Formationen, die es eigentlich mal gab. Spieler können nicht mehr auf dem Feld frei verschoben werden. Und weiterhin hört die Karriere nach 15 Jahren auf. Der Traum von einer Trainer-Karriere nach vielen Jahren als Spieler bleibt also weiter aus.
Auch die neuen Live-Ereignisse sind eher seltsam als innovativ. Sicherlich gibt es Spieler, die mal schlecht gelaunt sind, etwas Falsches gegessen haben oder auch mal Heimweh haben, doch die Events sind eher nervig als förderlich.
Quelle: PC Games
Bei den Offline-Kameras gibt es wenig Veränderung. Leider scheint die neue Kamera nur für den Online-Modus verfügbar zu sein.
EA sollte sich vielleicht auf einige Grundlagen konzentrieren und diese stärken, bevor man versucht, mit neuen Innovationen daherzukommen, die die eigentlichen Probleme eher vertuschen. Immerhin werden Offline-Spieler durch das Authentic-Gameplay nicht mehr von den ständigen Patches beeinträchtigt, die sicherlich auch in dieser Saison kommen werden.
Ultimate Team - Cashcow mit neuem Anstrich
Ultimate Team bleibt das Herzstück für EA. Gleichzeitig hat sich hier aber wohl mit am wenigsten getan - warum sollte man auch etwas ändern, wenn die Kohle fließt.
Wie bereits erwähnt, spielt man hier nun ausschließlich im Competitive-Gameplay. Dadurch wirkt das Spiel schneller und weniger zufällig. Gleichzeitig kann man es wohl am besten mit einem Besuch in einer Arcade-Halle vergleichen. Man ist schnell im Spiel drin, spürt das Adrenalin und Dopamin hochschießen und möchte spätestens nach der Belohnung am Ende der Partie mehr.
Dem kommt auch eine neue Kamera zugute, wodurch Spieler und Zuschauer einen optimalen Überblick über Feld und Spieler haben. EA hat sich also tatsächlich Mühe gegeben, um den Modus noch ein wenig attraktiver zu machen.
Das Arcade-Gefühl wird besonders durch das Fehlen des Timed-Finish unterstrichen. Bisher war es so, dass ein Schuss mit einem zweiten Klick auf die entsprechende Taste optimiert werden kann. Dafür bedarf es natürlich Geschick und Übung. Seit diesem Jahr ist das Feature wie erwähnt aber durch den Flachschuss ersetzt worden. Das macht das Spiel einerseits zugänglicher, aber absurderweise auch etwas weniger kompetitiv. Außerhalb des Gameplays hat sich wenig im Ultimate Team getan. Es gibt weiterhin Evolutionen, mit denen Spieler aufgewertet werden können, einen Transfermarkt, Squad-Building-Challenges und natürlich einen Shop.
