EA Sports FC 26 im Test - Seite 2: Änderungen am Gameplay

Test Tobias Meyer
EA Sports FC 26 im Test - Seite 2: Änderungen am Gameplay
Quelle: EA

In neun von zehn Fällen wird der FC Bayern Meister und genauso oft fallen die Änderungen bei einem neuen EA FC eher marginal aus - stellt dieses Jahr eine Ausnahme dar? Das verraten wir euch in unserem Test zu EA Sports FC 26!

EA bietet zwar eine Möglichkeit auch offline mit dem Competitive-Gameplay zu spielen, ein perfekter Weg ist das aber noch nicht. Es bleibt also bisher nichts anderes übrig als zwei Spiele gleichzeitig zu lernen.

Schauen wir aber trotzdem mal drauf, was sich spürbar geändert hat. Als erstes fällt auf, dass es seltener zu Clipping-Problemen in Animationen und Zwischensequenzen kommt. Die Schiedsrichter-Kamera ist kein Gruselfilm mehr und die Kamera verheddert sich nicht mehr allzu oft in irgendwelchen Tribünen.

Fortschritt durch Stillstand

Wer nun hofft, dass die Intelligenz unserer KI-Spieler gestiegen ist, der wird enttäuscht. Hier gilt es weiterhin, über die Taktikeinstellungen präzise Aufgaben zuzuteilen. Wer also casual eine Runde gegen seine Freunde spielen möchte, wird immer noch mit strohdummen Mitspielern konfrontiert, die keine Laufwege sehen.

Die neue Competitive-Kamera gibt einen guten Überblick über das gesamte Spielfeld. Quelle: PC Games Die neue Competitive-Kamera gibt einen guten Überblick über das gesamte Spielfeld. Statt Timed-Finish gibt es in diesem Jahr mit einem Doppelklick auf die Schusstaste das große Comeback des Flachschusses - inklusive Bugs. Genauso, wie wir es von der damaligen Einführung kennen, geht der zu oft ins Tor. Wenn man dann noch einen Schützen wie Haaland hat, ist es vorbei für die Torhüter.

Die sollen zwar intelligenter und agiler sein als je zuvor, davon ist uns bisher aber wenig aufgefallen - tendenziell fielen die eher um wie eine Bahnschranke und bei jedem Ballbesitz hatten wir Angst vor dem Eigentor.

An den Standards wurde wenig geschraubt, genauso wie am grundlegenden Gefühl für Ball, Platz und Verteidigung. Letztere muss etwas besser geplant sein, auch weil Pacing der Stürmer aktuell zu spielentscheidend ist - auch das ist ein Problem, dass wir eigentlich vor zehn Jahren schon abgelegt hatten.

Doch es gibt auch eine Änderung, die uns sehr positiv aufgefallen ist: Während einer Partie können wir nun an der Ausdauerleiste eines Spielers sehen, wie hoch seine Skill-Wertung ist, welcher sein starker Fuß ist und wie stark oder schwach die andere Keule ist.

Wenn man ohnehin immer mit den gleichen Spielern spielt, macht das erst einmal keinen großen Unterschied, aber für Neuverpflichtungen oder Partien mit zufälligen Teams mit Freunden, ist das ein echter Gamechanger - vorausgesetzt der starke Fuß stellt sich nicht als Enttäuschung heraus.

Lieb sie oder hasse sie - Maskottchen

Ganz neu: Maskottchen sorgen neben dem Platz für Stimmung und jubeln mit den Spielern. Quelle: PC Games Ganz neu: Maskottchen sorgen neben dem Platz für Stimmung und jubeln mit den Spielern. Eine der kurioseren Neuerungen: Maskottchen am Spielfeldrand und sogar als Teil von Jubelanimationen. Einerseits eine witzige Ergänzung für Atmosphäre, andererseits droht die Gefahr, dass diese Animationen im Online-Spiel schnell nervig oder überstrapaziert werden.

Manchmal wirken die Menschen im Kostüm auch recht deplatziert - besonders wenn sie in der falschen Kurve stehen oder mal wieder vor den gegnerischen Fans jubeln. Zumindest kennen wir keine Maskottchen, die sowas normalerweise tun.

Jubel ist wohl ohnehin das Stichwort für Fehleranfälligkeiten. Besonders wenn es um Trophäen geht, hat EA die gleichen Animationen der letzten Jahre genutzt - inklusive aller Fehler. Die Kameraleute starren weiter ins Leere und fotografieren den Himmel statt die Spieler. Das liegt womöglich aber auch an den Horrorfratzen die bei den Jubelszenen entstehen.

Werde (mal wieder) zum Star auf dem Platz!

Wenn wir schon Online- und Offline-Gameplay in diesem Jahr trennen, dann schauen wir doch endlich mal auf die Karriere-Modi. Bei der Spielerkarriere fällt direkt auf, dass sich im Grunde nichts getan hat. Zu Beginn der Karriere wählt man zwischen einem neuen Spieler, einem authentischen Spieler oder einer Ikone aus und schnappt sich den Verein seines Herzens.

Die Zwischensequenzen sehen etwas schöner aus als im Vorjahr. Die Spieler sehen etwas natürlicher aus und selbst kleinste Regentropfen sind erkennbar. Quelle: PC Games Die Zwischensequenzen sehen etwas schöner aus als im Vorjahr. Die Spieler sehen etwas natürlicher aus und selbst kleinste Regentropfen sind erkennbar. Leider sind die Animationen und Zwischensequenzen immer noch vorgefertigt, sodass sich niemand wundert, wenn plötzlich ein Fernando Torres als "Frischling" beim 1. FC Magdeburg aufschlägt.

Wie gewohnt, gibt man seinem Spieler zwei Persönlichkeitstypen und darf sich dann neben dem Platz um Dinge wie Investitionen und den eigenen Lifestyle kümmern. Als einzige Neuerung kommen nun die Archetypen ins Spiel. Die ersetzen die Playstyles und sollen der Persönlichkeitsentwicklung dienen. Im Grunde aber nur eine Kleinigkeit. Hier kann man also von einem Spieler- und Lizenzupdate reden statt einer echten Entwicklung.

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