PEGI-Einstufungen vor EU-Reform: Neue Richtlinien für Ingame-Käufe und Loot-Boxen - was bedeutet das für EA Sports FC?

News Michael Miskulin
PEGI-Einstufungen vor EU-Reform: Neue Richtlinien für Ingame-Käufe und Loot-Boxen - was bedeutet das für EA Sports FC?
Quelle: Electronic Arts

Europa verschärft die Altersfreigabe für Spiele: Neue PEGI-Regeln könnten Lootboxen und aggressive Monetarisierung deutlich strenger bewerten. Einige Games könnten dadurch künftig statt PEGI-3 erst ab 16 freigegeben werden.

Die europäische Altersfreigabeorganisation Pan European Game Information (PEGI) plant eine umfassende Reform ihres Bewertungssystems. Mit vier neuen Kriterien sollen künftig problematische Designentscheidungen stärker berücksichtigt werden. Darunter fallen Ingame-Käufe, Lootboxen und Online-Kommunikation. Besonders betroffen dürften Spiele sein, die bislang mit sehr niedrigen Altersfreigaben erscheinen, obwohl sie umfangreiche Monetarisierungsmodelle enthalten.

Lootboxen könnten künftig PEGI-16 bedeuten

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft bezahlte Zufallsgegenstände - also klassische Lootboxen, Sammelkartensysteme oder Gacha-Mechaniken. Spiele, die solche Systeme nutzen, sollen künftig standardmäßig eine PEGI-16-Freigabe erhalten. Das könnte unter anderem die Fußbnallreihe EA Sports FC betreffen. Die Serie erscheint traditionell mit einer PEGI-3-Einstufung, enthält aber in ihrem Ultimate-Team-Modus Kartenpakete mit zufälligen Inhalten.

Neben Lootboxen nimmt PEGI auch Battle-Pass-Systeme und zeitlich begrenzte Belohnungen ins Visier. Spiele, die Spieler stark dazu motivieren, regelmäßig zurückzukehren oder Fortschritte zu verlieren, wenn sie nicht aktiv bleiben, könnten künftig mit PEGI-12 bewertet werden.

Auch Online-Kommunikation rückt stärker in den Fokus. Spiele ohne ausreichende Schutzmaßnahmen gegen toxische Inhalte könnte sogar eine PEGI-18-Freigabe erhalten.

Änderungen treten im Sommer in Kraft

Die neuen Regeln sollen im Juni dieses Jahres offiziell eingeführt werden. Erste Spiele mit den überarbeiteten Altersfreigaben könnten laut PEGI bereits im Sommer rund um große Events wie die Gamescom erscheinen. PEGI betont, dass die Reform auch als Signal an Politik und Gesetzgeber gedacht ist. Die Branche soll zunächst zeigen, dass sie problematische Designmechaniken selbst regulieren kann, bevor noch strengere staatliche Maßnahmen folgen.

Sollten Spiele mit Lootboxen eurer Meinung nach grundsätzlich eine höhere Altersfreigabe bekommen oder reicht ein Warnhinweis völlig aus? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: via Eurogamer

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