EA Sports FC 25: im Test: Hier bleibt (immer noch) alles so, wie es ist!

Test Tobias Meyer
Vini Jr., Bellingham und Mbappé in EA Sports FC 25
Quelle: EA Sports

Es ist mal wieder Zeit, dass sich was dreht! Fußball-Fans schauen da natürlich wieder auf EA Sports FC. Auf dem Papier hat EA zwar schon die stärkste Mannschaft auf dem Markt, doch am Ende wird die Tagesform entscheidend sein.

Spielerrollen und Rollenspiele

Jeder Spieler beherrscht eine Auswahl aus 50 verschiedenen Spielerrollen. Je nach Position eines Spielers und seinen Vorlieben, liegt ihm eine Rolle besser oder schlechter. Setzen wir einen defensiven Spieler ins Mittelfeld, kann er beispielsweise als Absicherung agieren. Setzen wir den gleichen Spieler in die Verteidigung, sieht er sich eher als Vorstopper. Je nach Erfahrungsgrad, haben die Spieler ein kleines Plus hinter der Rolle. Experten haben sogar zwei Symbole.

Doch damit nicht genug. Vor einem Spiel stellen wir obendrein ein, wie unsere Mannschaft gegen den Ball und wie sie mit dem Ball agieren soll. Unsere Taktiken speichern wir in einem Extra-Slot ab und die können dann geteilt und auch in Zukunft genutzt werden.

Can und Son im Zweikampf Quelle: Electronic Arts Die spezifischen Zuordnungen machen das Spiel zumindest etwas realistischer. Weisen wir unseren Spielern eine neue Rolle zu, fühlen sie sich nicht immer wohl, haben aber immerhin grundlegendes Wissen. Ganz zufrieden waren wir aber trotzdem noch nicht mit den neuen Möglichkeiten.

Trotz expliziter Zuweisungen hampelten einige Spieler in Bereichen herum, wo sie nicht hingehören. Bernardo Silva mochte seine Rolle als Schattensturm-Profi scheinbar gar nicht und ignorierte unsere Anweisungen schlichtweg.

Im Vorgänger konnten wir dafür präzise festlegen, welche Spieler sich in welchen Bereichen bewegen oder eben nicht bewegen sollten. Doch an der Stelle sei noch einmal gesagt, dass die Neuerung ein Bruch der Gewohnheiten ist. Gut möglich also, dass die Umgewöhnung lediglich noch mehr Zeit beanspruchen wird.

Neben FC IQ fanden einige neue Torhüter-Playstyles ihren Weg in das Spiel, sowie einige optische und dynamische Überarbeitungen des Spiels. Zusammen mit Hypermotion sollen Bewegungen, Mimik und Gestik noch realistischer sein. Doch das können wir nicht bestätigen. Die Spieler sehen stellenweise aus, als kämen sie frisch aus einer türkischen Schönheitskur. Und als wäre das nicht genug, sehen Animationen in Zwischensequenzen immer noch hölzern aus.

Zinedine Zidane und Jude Bellingham in EA Sports FC 25 Quelle: EA Sports

Immer noch veraltete Gruselanimationen

Selbsterstellte Figuren starren mal wieder stumm in der Gegend herum und die Festivitäten nach einem Pokal-Sieg sind alles andere als schön anzuschauen. Der Pokal ist an den Händen des Kapitäns festgetackert und der Hintergrund wirkt einfach nur chaotisch: Fotografen, die ohne Kamera fotografieren, Spieler, die in anderen Team-Mitgliedern feststecken und Bewegungen, die alles andere als natürlich sind.

Einige Fehler aus dem vergangenen Jahr wurden behoben oder immerhin angepasst. Kullerbälle gehen nun nicht mehr ständig in das Tor und auch sonst wurde das Torhüter-Spiel etwas verbessert. Nach Doppelklick auf die Torhütertaste bleibt er nicht mehr stehen, sondern macht sich breit und versucht den Gegner im 1-gegen-1 zu stellen.

Vier Spieler und eine Spielerin blicken in die Kamera Quelle: Electronic Arts Andererseits sind die Dribbling-Playstyles immer noch zu mächtig. Weiterhin hatten wir wenig Probleme, mit einem Spieler wie Bernardo Silva von der Mittellinie aus quer über den Platz zu dribbeln, um dann die Kirsche ins Tor zu murmeln. Auch die Powerschüsse waren in unseren Partien deutlich stärker als nötig. Ständig konnten wir das runde Leder selbst aus 20-25 Metern in die Maschen dreschen - obwohl unsere Spieler nur Schusswerte um die 60 hatten.

Untermalt wird das in der deutschen Fassung von einem neuen Kommentatoren-Duo. Seit 2016 bestand das Team aus Wolff-Christoph Fuss und Frank Buschmann. Doch es wurde Zeit für einen Wechsel. Jetzt säuseln uns Florian Schmidt-Sommerfeld und Jan Platte in die Ohren. Macht euch aber keine Hoffnungen auf weniger nervige Kommentare. Die setzen sich nahtlos fort - auch wenn wir bisher nicht ganz wissen, was es heißt, wenn zu viel Senf auf dem Ball ist.

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