EA Sports FC 26: Niemand braucht das "FIFA" von EA - dieses Spiel macht einfach viel mehr Bock!

Kolumne Michael Grünwald
EA Sports FC 26: Niemand braucht das "FIFA" von EA - dieses Spiel macht einfach viel mehr Bock!
Quelle: Electronic Arts / Bildmontage: PC Games

Das Warten auf EA Sports FC 26 ist in vollem Gange, aber lohnt es sich überhaupt noch? Redakteur Michi Grünwald hat dazu eine klare Meinung.

Was sich sogar verschlimmert hat, ist das Torhüterspiel. Die Keeper unterscheiden sich einerseits viel zu wenig, denn ob ich einen Drittliga-Goalie im Kasten stehen habe oder einen Star-Torhüter wie Alisson spielt beinahe keine Rolle. Andererseits leisten sie sich Fehlgriffe und Stellungsfehler am laufenden Band. Ich bin Fan davon, dass auch im Spiel, so frustrierend es sein mag, Patzer passieren, aber die sollten zumindest logisch eingebunden sein. Wenn ein Torhüter bei einer Parade aber zum wiederholten Mal seine Arme nicht ausstreckt und ich deswegen einen Gegentreffer kassiere, dann ist das ein ordentliches Eigentor - nicht fußballerisch gesehen, versteht sich.

Was macht FIFA 23 besser?

An diesen Dingen fällt sehr leicht auf, dass die Qualität in den letzten Jahren definitiv gelitten hat. FIFA war nie perfekt und es gab immer Bugs und Probleme beim Balancing, aber nie über einen derart langen Zeitraum.

Can und Son im Zweikampf Quelle: Electronic Arts Auffallend ist, dass sich die Feature-Liste in FIFA 23 im Vergleich zu den Vorgängern dagegen überschaubar liest. Hypermotion wurde ausgebaut, Vereinsfußball bei den Frauen eingeführt und ansonsten viel an der Verbesserung des Gameplays geschraubt. Das macht sich in dem Titel bis heute bemerkbar und sorgt für den vorhandenen Spielspaß.

Obwohl es keine Möglichkeit gibt, einen Simulations-Stil einzustellen, kommt das Spielgefühl deutlich mehr an den echten Fußball heran als in den letzten beiden Jahren. Steckpässe durch die gegnerischen Abwehrreihen und allgemein Bälle in den Lauf funktionieren nicht nur besser, sondern fühlen sich auch realer an.

Das Balancing zwischen Defensive und Offensive ist in FIFA 23 auch wesentlich angenehmer getroffen und das schlägt sich auch in den Ergebnissen nieder, wenn ich gegen meine Freunde spiele. Während die Partien in den letzten beiden Titeln sehr torarm ausfielen, klingelt es im 23er deutlich häufiger, ohne aber komplett in Eishockey-Ergebnisse auszuarten.

Spieler von Chelsea jubeln Quelle: Electronic Arts Ich habe mir sogar überlegt, ob es an "Skill Issues" liegt, das lässt sich schließlich nie ausschließen, aber die allgemeine Meinung über die EA-FC-Spiele bestärkt mich da. Die Kritik am Gameplay ist allgegenwärtig und wurde in den letzten Jahren ebenfalls aus der E-Sports-Szene lauter.

Verkaufen wird sich aber auch EA Sports FC 26 wieder absolut blendend, allein im Fußball-verrückten Deutschland wandern die Ableger Jahr für Jahr in millionenfacher Auflage über die virtuelle Ladentheke. Aber wer soll es den Leuten auch verübeln?

EA ist mittlerweile der konkurrenzlose Marktführer: Die Zeiten von Pro Evolution Soccer (inzwischen eFootball) sind gezählt, UFL spricht lediglich Online-Spieler an und von der Kooperation zwischen FIFA und 2K bin ich nicht gerade angetan. Das Gameplay könnte gut ausfallen, aber ich befürchte in Sachen Mikrotransaktionen Schreckliches. Also bleibt nur EA Sports FC und der jährliche Ärger darüber, oder man greift eben auf alte FIFA-Spiele zurück und verzichtet auf aktuelle Kader sowie Spielerbewertungen. Vielleicht geht es euch wie mir und der Schritt zurück macht sich bezahlt.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk