EA Sports FC 26: Niemand braucht das "FIFA" von EA - dieses Spiel macht einfach viel mehr Bock!

Kolumne Michael Grünwald
EA Sports FC 26: Niemand braucht das "FIFA" von EA - dieses Spiel macht einfach viel mehr Bock!
Quelle: Electronic Arts / Bildmontage: PC Games

Das Warten auf EA Sports FC 26 ist in vollem Gange, aber lohnt es sich überhaupt noch? Redakteur Michi Grünwald hat dazu eine klare Meinung.

Die Fußballsaison geht in ihre heiße Phase: Zwar ist dem FC Bayern München in der Bundesliga die Meisterschaft wohl kaum noch zu nehmen, aber in der Champions League und anderen Wettbewerben wird noch hart gekämpft. Der Saisonabschluss bedeutete für mich früher auch immer ein wenig, auf das neue FIFA hin zu fiebern, schließlich musste ich als Fan up to date sein.

Doch mittlerweile sehe ich dem Ganzen anders entgegen. FIFA heißt nicht mehr FIFA, sondern seit zwei Jahren EA Sports FC. Das allein macht noch keinen großen Unterschied, aber leider hat seit der Umstellung auch die Qualität des Spiels gelitten. Unter anderem das Gameplay kann mich nach dem Wechsel einfach nicht mehr richtig packen. Hin und wieder zocke ich den virtuellen Kick aber dennoch mit Freunden und da mussten wir letztens gezwungenermaßen auf ein altes Spiel zurückgreifen. Und ich kann euch sagen, das war ein absoluter Volltreffer!

Jude Bellingham in Nahaufnahme Quelle: Electronic Arts

Es hakt an vielen Stellen

Ich habe in meinen Meinungstexten schon häufiger Ultimate Team kritisiert, da vor allem dieser Modus für mich die Weiterentwicklung der Marke ausbremst. Der Glücksspielautomat ist der absolute Geldbringer für EA und ein Grund, warum sich Dinge kaum verändern. Die Leute kaufen das Spiel sowieso jedes Jahr, um an den verschiedenen Wettbewerben teilzunehmen, oder sich einfach nur gegen andere Spieler zu messen.

Das wiederum sorgt dafür, dass die jährlichen Releases zur Pflicht werden. Doch die Produktion von Videospielen nimmt heutzutage immer mehr Zeit in Anspruch, da Games deutlich umfangreicher als in der Vergangenheit sind. Darunter leidet insgesamt die Qualität und das kann ich spätestens seit der Trennung von FIFA und EA deutlich erkennen. Was mich nun zurück zur Ausgangslage, dem Treffen mit meinen Freunden bringt.

Wo liegen die Probleme der neuen Spiele?

Nachdem an diesem Abend niemand die beiden letzten Teile der Reihe - also EA FC 24 und 25 - auf der Festplatte hatte und für den Download keine Zeit war, griffen wir schlichtweg auf FIFA 23 zurück. Wie bereits berichtet, war das ein absoluter Glücksfall.

Das drei Jahre alte Spiel ist sowohl gegen die KI als auch in den Partien gegen andere Mitspieler um einiges zugänglicher und schlichtweg besser. Obwohl ich in EA FC 25 sogar den Gameplay-Stil zwischen einer klassischen und einer simulationslastigen Erfahrung wechseln kann, kommt das Kicken auf dem virtuellen Rasen nicht einmal ansatzweise an den echten Fußball heran.

Fußball Zweikampf Quelle: Electronic Arts Wähle ich "Simulation" aus, spielt sich das Geschehen laut EA realitätsnaher, doch davon ist man noch meilenweit entfernt. Die klassische Variante beschleunigt das Spielgefühl zwar, aber der Spaß fehlt aufgrund bestimmter Balancing-Elemente dennoch.

Seit EA FC 24 macht beispielsweise das Playstyles-Feature Probleme. Zum Release waren dribbelstarke Spieler kaum aufzuhalten. Obwohl EA die Umsetzung mittlerweile verbessert hat, funktioniert das Ganze noch lange nicht gut.

Auch die Abwehrreihen agieren nicht nachvollziehbar genug und machen die Räume permanent zu eng. Bälle in die Spitze kann ich als Offensivtaktik daher viel zu wenig anwenden. Das liegt auch an den teils hanebüchenen Laufwegen der KI-Mitspieler, aber das waren schon immer Schwierigkeiten der Reihe.

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