E3 Vorschau: Rage 2

Special Christian Dörre Felix Schütz Matti Sandqvist Maria Beyer-Fistrich
E3 Vorschau: Rage 2
Quelle: PC Games

Zwei Top-Studios werfen für Rage 2 ihr ganzes Können in die Waagschale. Genügt das, um Borderlands den Rang in Sachen Endzeit-Shooter abzulaufen?

Die Ankündigung kam überraschend: Nicht Doom, nicht Wolfenstein, sondern Rage ist jene große id-Software-Marke, die Bethesda als nächstes fortsetzen wird. Ausgerechnet Rage! Dabei erntete der erste Teil vor sieben Jahren zwar viele gute, aber kaum jubelnde Kritiken.

Der Shooter blieb schlichtweg hinter den hohen Erwartungen zurück. Das frisch angekündigte Rage 2 will das nun ändern: Die überdrehte Action-Orgie will nicht nur alte Schwächen des Vorgängers ausbügeln, sondern dessen Konzept auf einen völlig neuen Level heben und Rage 2 zu einem echten Open-World-Game machen! Und weil id Software (die vermutlich auch gerade an Doom 2 feilen) ein Projekt dieser Größenordnung nicht alleine stemmen kann, bekommen die Texaner tatkräftige Unterstützung: Rage 2 wird in enger Zusammenarbeit zwischen id Software und den schwedischen Avalanche Studios mit Sitz in Stockholm entwickelt! Avalanche konnte sich nicht nur mit der Just Cause-Serie einen Namen machen, sondern auch schon mit Mad Max (2015) erfolgreich Endzeitluft schnuppern. Dadurch bringen sie massig wertvolle Erfahrung für Rage 2 mit. Übrigens: Rage ist nun schon die zweite id-Software-Marke, die Bethesda ins schöne Schweden auslagert. In Uppsala, gute 63 Kilometer von Stockholm entfernt, kümmert sich Machine Games nämlich gerade um die Wolfenstein-Serie! Durchgedreht: Die Schießereien in Rage 2 sollen deutlich irrer und schneller werden als im Vorgänger. Avalanche Studios (Just Cause 3) hat hier Erfahrung. Quelle: Bethesda Durchgedreht: Die Schießereien in Rage 2 sollen deutlich irrer und schneller werden als im Vorgänger. Avalanche Studios (Just Cause 3) hat hier Erfahrung.

Bunte Postapokalypse

Die Story setzt ein halbes Jahrhundert nach dem ersten Rage ein: Der Shooter ist im Jahr 2185 angesiedelt, rund 150 Jahre nachdem die Weltbevölkerung durch einen Meteoriteneinschlag größtenteils ausgerottet wurde. Übrig blieben nur versprengte Bevölkerungsgrüppchen, die sich an einen Rest von Zivilisation klammern, während Banditen und Mutanten die vertrockneten Steppen der neuen Welt unsicher machen. Doch es gibt auch Hoffnung: Im ersten Rage lernten wir, dass einige Menschen vor der Katastrophe in unterirdischen Bunkern - den sogenannten Arks - eingefroren wurden. Dabei wurden sie mit Nanotrites infiziert, kleinen Nanocomputern, die ihnen übermenschliche Kräfte verliehen.

Kämpfe im Overdrive

In Rage 2 schlüpfen wir in die Haut von Walker, einem der letzten noch verbliebenen Ranger im Ödland. Er ist ein Arkist, einer der wenigen Menschen aus der alten Welt, die sich aus dem Kryoschlaf erhoben haben. Die Authority, eine technisch hochgerüstete Regierungstruppe, hat es allerdings auf die mächtigen Nanotrites abgesehen und macht deswegen Jagd auf die Arkists. Und so kommen sie schließlich auch Walker in die Quere - der Rage 2 erscheint am 14. Mai 2019 für PC, Xbox One und PS4. Quelle: Bethesda Teamwork: Während Avalanche Studios sich um die offene Welt und die Fahrzeuge kümmert, sorgt id Software unter anderem für packende Ego-Shooter-Gefechte. Startschuss für Rage 2! Anders als im Vorgängerspiel wird Walker eine völlig offene Spielwelt erkunden können. Das Know-how dafür stammt von Avalanche Studios, die sich auch um die Umsetzung der Fahrzeuge kümmern: Walker soll eine Vielzahl von Buggys und Trucks fahren können, Gyrokopter stehen ebenfalls zur Wahl und in einem ersten Gameplay-Trailer waren sogar Mechs zu sehen.

Die Nanotrites verleihen Walker während der hektischen Kämpfe besondere Fähigkeiten. Beispielsweise kann er Energiestöße einsetzen, um sich oder seine Feinde in die Luft zu katapultieren, was sich auch taktisch nutzen lässt. Außerdem kann Walker einen Overdrive-Modus aktivieren, der seine Wummen stärker macht und ihnen besondere Schadenseffekte verpasst. Obendrein regeneriert sich dabei seine Gesundheit und Gegner hinterlassen bessere Beutestücke - der Overdrive-Modus belohnt also aggressives Vorgehen und lässt Walker rasant durch die Gegner fetzen, was zumindest auf den ersten Blick ein wenig an Doom (2016) erinnert. Spannend dürfte das Stichwort "Beute" werden, denn die Gegner im ersten Rage hinterließen lediglich Geld und Munition. Wird Rage 2 etwa ein Loot-Shooter à la Borderlands? Zumindest das ist schon sicher: Walker bekommt ein umfangreiches Waffenarsenal, das er vielfältig aufrüsten und modifizieren darf.

Keine id Tech, offene Fragen

Für Rage 2 kommt nicht die id Tech 6, sondern die Apex Engine zum Einsatz, die schon in Mad Max gute Arbeit geleistet hat. Mit der neuen Technik wurde auch der Look aufgefrischt, die ersten Spielszenen zeigen deutlich farbenfrohere und abwechslungsreichere Gebiete als im tristen Vorgänger. Neben Wüsten und Steppen sind im Trailer auch große Areale mit üppiger Vegetation und dichten Wäldern zu sehen! Über Multiplayer oder gar einen Koop-Modus schweigen sich die Entwickler noch aus. Sicher ist aber: id Software betrachtet Rage 2 als einen "game as a service"-Titel und will dafür sorgen, dass der Shooter auch nach Release noch lange gespielt wird. Aber keine Sorge: Lootboxen soll es definitiv nicht geben!

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