E3 Vorschau: Spider-Man
Special
Endlich gibt es neue Informationen zum PS4-Exklusivtitel! Und diese versprechen ein richtig cooles Spiel zur freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft.
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Lange Zeit war es ziemlich still um das PS4-exklusive Spiel zu Marvels berühmtem Spinnenmann, doch vor kurzem brachen Publisher Sony und Entwicklerstudio Insomniac endlich ihr Schweigen und kredenzten uns jede Menge neue Informationen zu Story und Gameplay sowie einen Release-Termin. Bereits am 7. September diesen Jahres dürfen wir uns durch die Häuserschluchten Manhattans schwingen und dabei jede Menge böse Buben einbuchten. Wie sich das spielt und warum ihr überhaupt auf Gangsterjagd seid, erfahrt ihr natürlich hier. Ziemlich knorke, oder?
Erfahrener Spinner
Wer sich mit Spidey ein wenig auskennt oder ganz einfach nicht hinter dem Mond lebt, darf beruhigt aufatmen. Genau wie in Spider-Man: Homecoming, dem letzten und verdammt guten Kinofilm zur Marvel-Spinne, müssen wir nicht erneut erleben, wie Peter Parker von einer radioaktiv verseuchten Spinne gebissen oder Onkel Ben ermordet wird. Die Origin-Story liegt etwa acht Jahre zurück. Peter Parker hat sein Studium abgeschlossen und versucht, ein halbwegs erwachsenes Leben mitsamt Job und eigenem Apartment zu führen, während sein Alter-Ego Spider-Man schon ein erfahrener Verbrechensbekämpfer ist, der über die Jahre schon in die eine oder andere Halunkenvisage geschlagen hat. Wo Peter genau arbeitet, verrät Insomniac noch nicht, da dies ein Spoiler sei. Fest steht nur, dass er nicht mehr beim Daily Bugle jobbt, denn dort ist seine Ex-Freundin Mary Jane Watson als Journalistin angestellt.
Quelle: Sony
Äußerst anzüglich: Im Laufe des Spiels lassen sich sehr viele neue Anzüge und Kostüme mit jeweils unterschiedlichen Spezialfähigkeiten freischalten.
Zu Beginn des Spiels haben die beiden einstigen Turteltauben seit sechs Monaten nicht mehr miteinander gesprochen. Die Geschehnisse in Spider-Man verlangen jedoch von ihnen, dass sie sich gegenseitig helfen, da MJ auch bereits Peters Geheimidentität kennt. Insomniac bestätigte zudem etwas überraschend, dass wir nicht nur Spidey sowie Peter steuern, sondern in bestimmten Missionen auch als Mary Jane spielen. Wir vermuten, dass wir in den MJ-Abschnitten Hinweise und Beweise sammeln und das Gameplay ein wenig mehr auf Knobeleien und Stealth ausgerichtet ist, während wir mit Spider-Man eher die direkte Konfrontation suchen. Allerdings lässt das Studio ebenfalls verlauten, dass man auch mit Spidey an vielen Stellen still und leise vorgehen darf. Doch egal, welche Rolle Miss Watson nun einnehmen wird, ihre Hilfe wird durchaus benötigt, denn nachdem Spider-Man direkt zu Anfang des Spiels den Kingpin hinter schwedische Gardinen bringt, entsteht ein kriminelles Machtvakuum. Dieses möchte der mächtige Mister Negative ausfüllen. Doch Spider-Man bekommt es nicht nur mit diesem Superschurken mit einer Vorliebe für biologische Waffen zu tun, sondern auch mit dessen Alter Ego Martin Li. Dieser leitet das sogenannte FEAST-Projekt, bei dem Bedürftigen Nahrung, medizinische Versorgung und Unterkunft gewährt wird. Und eben in genau dieser Einrichtung hilft Tante May freiwillig aus. Es wäre schließlich keine Spider-Man-Story ohne übergreifendes Drama in Peter Parkers Privatleben.
Variable Verbrechen
Da Spider-Man ein Open-World-Spiel ist, braucht ihr aber natürlich nicht nur der Hauptstory folgen, sondern dürft euch auch in zahlreichen Nebenaktivitäten und Sidequests austoben. So dürft ihr euch beispielsweise auf die Suche nach Peters verlorenen Rucksäcken machen, die überall in der Stadt verstreut sind und euch Einblicke in die Zeit zwischen Origin-Story und dem Zeitpunkt des Spiels gewährt. Zudem haben sich an manchen
Quelle: Sony
Pfui Spinne: Unser Lieblingsspinner besitzt viele verschiedene Gadgets, mit denen er seine Gegner einnetzen kann. Sämtliche Hilfsmittel lassen sich zudem upgraden.
Orten noch Handlanger von Wilson Fisk einquartiert und führen die Geschäfte ihres Bosses fort, wenn ihr nicht dort aufkreuzt und ihnen die Verbrechervisagen poliert. Der Taskmaster hingegen stellt euch verschiedene Aufgaben, in denen ihr beispielsweise Bomben entschärfen müsst, während ihr für Peters gerade im Ausland verweilenden Kumpel Harry Osborn Forschungsstationen überprüft und dafür versucht, so schnell wie möglich eine abgesteckte Route zu meistern.
Als wäre das nicht genug, dürft ihr auch Black Kat ein wenig unter die Arme greifen und natürlich viele unterschiedliche Zufallsverbrechen bekämpfen. So gibt es unter anderem Drogendeals in Seitengassen, Raubüberfälle auf Geschäfte oder wilde Autoverfolgungsjagden durch die Stadt. Sehr schön: Die Verbrechen gehen teilweise sogar ineinander über. Lasst ihr bei einem Überfall ein paar Banditen entkommen, fahren sie danach wie die Berserker durch New York und flüchten vor der Polizei. Für abgeschlossene Missionen erhaltet ihr nicht nur Punkte, mit denen ihr eure Gadgets und Fähigkeiten aufleveln dürft, sondern auch Materialien, um neue Kostüme herzustellen. Es soll unglaublich viele verschiedene Anzüge geben, die von Comics, Filmen und der Fantasie einiger Insomniac-Mitarbeiter inspiriert wurden und sich hinsichtlich ihrer Spezialfähigkeiten unterscheiden. Sehr cool allerdings: Die Fähigkeiten lassen sich zwischen den Kostümen hin und her tauschen. Mögt ihr beispielsweise die Gitarren-Attacke des Spider-Punk-Anzugs, wollt aber im Noir-Suit herumlaufen, ist dies problemlos möglich. Auch der aus den Trailern bekannte Anzug mit der großen weißen Spinne ist übrigens eine Weiterentwicklung, die Peter im Laufe des Spiels bastelt. Ihr startet Spider-Man im klassischen Dress mit der kleinen schwarzen Spinne.
Keilereien mit Übersicht
Doch Spider-Man gibt euch nicht nur viele Aufgaben und einen vollen Kleiderschrank, auch das tatsächliche Gameplay macht Laune. Die Kämpfe sind vom Grundprinzip her denen in den Batman: Arkham-Spielen recht ähnlich. Statt einem Symbol, das besagt, wann ihr kontern solltet, meldet sich hier Spidey Spinnensinn und merkt an, dass ihr genau jetzt besser ausweichen solltet. Zudem besitzt das Einprügeln auch einen eigenen Rythmus, den man immer mehr verinnerlicht, bis man in einen Flow kommt. Allerdings ist in Spider-Man mehr Übersicht, Gegner-Management und Schnelligkeit gefragt. Marvels Spinnenmann setzt nicht auf die Wucht eines Batman, sondern bewegt sich schneller von Gegner zu Gegner, hat mehr
Quelle: Sony
Verbrechen lohnt nicht: Überall in der Stadt warten Zufallsverbrechen wie Raubüberfälle oder Verfolgungsjagden darauf, dass Spider-Man sich einmischt.
Möglichkeiten, die Umgebung in den Kampf mit einzubeziehen und hält die Feinde mit seinen Kräften und verschiedenen aufrüstbaren Gadgets in Schach. Insomniac möchte den Spielern so viele verschiedene Vorgehensweisen und Manöver an die Hand geben, dass diese ständig improvisieren und unterschiedliche Aktionen miteinander zu verbinden versuchen. Deshalb ist das Kampfsystem auch nicht so sehr auf Kombos ausgerichtet wie bei DCs Fledermaus. Mit den verschiedenen Gadgets netzt ihr Gegner kurzzeitig ein, baut Netzfallen, die umherlaufende Fieslinge anziehen oder schleudert ihnen ihre eigenen Wurfgeschosse zurück. Natürlich wird es noch mehr Hilfsmittel geben, die sich praktisch in einem aufrufbaren Waffenrad ausrüsten lassen, doch mehr stellte Insomniac bislang nicht vor. Wir sind gespannt, was sich die Entwickler noch haben einfallen lassen, denn von dem Studio, das Ratchet & Clank über Jahre mit genialen und abgefahrenen Waffen versorgte, erwarten wir einige kreative Gadgets, mit denen sich viel Unfug anstellen lässt. Zivilisten kann man allerdings zu keinem Zeitpunkt angreifen. Drückt man bei diesen auf den Angriffsknopf, klatscht Spidey mit ihnen ab oder posiert für ein Selfie mit ihnen.
Mit Schwung durch NY
Jetzt, wo Story, Sidequests und Kämpfe aus dem Weg sind, können wir uns auch endlich der Frage widmen, die Fans der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft wohl am meisten beschäftigt: Wie funktioniert das Schwingen? Die Antwort: Super, es fühlt sich einfach richtig an. Genauso, wie bei den Kämpfen und der allgemeinen Action viel, viel weniger Quicktime-Events eingesetzt werden als es der Trailer von der letzten E3 vermuten ließ, setzt auch das Schwingsystem auf stete Aktionen des Spielers. Viele Fans befürchteten zudem, dass alles automatisiert abläuft, doch wenn ihr nicht aktiv schwingt, stürzt unser Lieblingsspinnenmann mit einer Vorliebe für rot-blauen Latex auf die Straße. Stattdessen verschießt ihr mit R2
Quelle: Sony
Am seidenen Faden: Spidey braucht für seine Klappe zwar einen Waffenschein, aber er tötet nicht. Zivilisten und auch Gegner werden von ihm gerettet.
einzelne Netzstränge und mit dem Analogstick beeinflusst ihr, wie weit oder hoch ihr euch schleudert, was sich natürlich auf Schwung und Geschwindigkeit auswirkt. Das Schwingen soll sehr kontextsensitiv sein und sich mit allerlei Manövern verbinden lassen. So könnt ihr beispielsweise mit einem Sprung das Schwingen unterbrechen, euch mit L3 hinab in die Tiefe stürzen und so extra Schwung erlangen, per gut getimtem Web-Zip einen U-Turn hinlegen oder euch mit gleichzeitig gedrückten L2- und R2-Tasten an Aussichtpunkte heranziehen. Drückt ihr nur L2, wird kurzzeitig die Zeit verlangsamt, wodurch ihr bestimmte Punkte ganz genau anvisieren könnt. Spidey wäre aber natürlich keine echte Superspinne, wenn er nicht auch an Häuserfassaden entlanglaufen könnte. Haltet ihr dabei Kreis gedrückt, rennt unser Spinner ansatzlos um die Ecke. Lauft ihr strack eine Wand hoch, könnt ihr so auch das Dach erklimmen.
Allerdings lassen sich diese Aktionen natürlich auch mit Schwung-Manövern kombinieren. Drückt ihr im richtigen Moment auf X, springt Spider-Man beispielsweise spektakulär über das Gebäude. Bewegt ihr euch doch mal auf dem Boden, haltet ihr einfach nur - Assassin's Creed lässt grüßen - die R2-Taste gedrückt und Spidey führt automatisch allerlei Parcours-Aktionen über die Hindernisse aus.
Anfangs muss man sich sicherlich selbst immer wieder an die vielen vorhandenen und kombinierbaren Manöver erinnern, doch nach ein wenig Eingewöhnung geht das Schwingen gut von der Hand. Zudem sieht es auch einfach nur phänomenal aus. Die Grafik glänzt ohnehin mit knackigen Texturen und schönen Lichteffekten, doch die geschmeidigen Animationen von Spidey sind das eigentliche Highlight. Laut Insomniac soll die Performance des Titels übrigens sowohl auf der normalen PS4 als auch auf der Pro-Variante auf 30 Bilder pro Sekunde gelockt sein. Die Pro-Version sehe lediglich einen Ticken schärfer aus. Da sind wir mal gespannt. Spätestens am 7. September wissen wir es genau. Und zwar nicht nur, ob die Aussage zur Performance stimmt, sondern auch, wo Peter Parker arbeitet. Da wir im bisherigen Material den Stark Tower entdeckten, haben wir da nämlich eine ganz heiße Vermutung, die auch erklären würde, woher Peter Technik, Know-how und Material für seine neuen Anzüge hat.
