Dying Light: The Beast gespielt - Twin-Peaks-Inspiration

Special Sönke Siemens Benedikt Plass-Fleßenkämper Viktor Eippert
Dying Light: The Beast gespielt - Twin-Peaks-Inspiration
Quelle: Techland

Wir waren in Warschau und haben Dying Light: The Beast vier Stunden lang gespielt! Mehr als drei Jahre nach Dying Light 2: Stay Human entführt uns Techland erneut in eine düstere Zombie-Apokalypse.

Doch Vorsicht: Jede Aktion erschöpft den Modus in einer von drei Stufen (leicht, moderat oder erheblich), weshalb gutes Timing wichtig ist, um Kyles Superkräfte möglichst effizient zu nutzen. Sobald ihr die Fähigkeit "Bestie unter Kontrolle" erlernt habt, könnt ihr den Bestien-Modus zudem jederzeit manuell starten, indem ihr beide Analogsticks hineindrückt. In unserer Anspielzeit konnten wir zwar nur einen Teil dieser Fähigkeiten freischalten, der damit einhergehende Machtzuwachs fühlte sich jedoch fantastisch an und war in vielen Situationen auch dringend nötig, um nicht von Untoten überrannt zu werden.

Kyles neuer Skill-Tree beschränkt sich jedoch nicht nur auf neue Bestien-Fähigkeiten, sondern umfasst auch eine ganze Reihe weiterer Talente. Diese verteilen sich auf drei zusätzliche Verästelungen des Skill-Trees mit jeweils sieben Einträgen.

So seid ihr etwa mit der Fertigkeit "Tarnexperte" für Feinde schwieriger zu erkennen, könnt mit "Dropkick" besonders kraftvolle Sprungtritte vollführen, eure aktuelle Nahkampfwaffe mittels "Windrad" um 360 Grad im Kreis wirbeln, per "Aktivlandung" den Sturzschaden aus großer Höhe stark verringern oder mit "Nachbrenner" nach bestimmten Parkour-Aktionen von einem kurzen Geschwindigkeitsschub profitieren. In der Hands-on-Version war ein Zurücksetzen bereits vergebener Fähigkeitenpunkte übrigens nicht möglich, weshalb man sich die Punkteverteilung sehr genau überlegen sollte.

Ein Ausblick auf Castor Woods, dem Spielgebiet. Quelle: Techland Das Spielgebiet in Castor Woods verströmt gute Erkundungs-Atmosphäre.

Von Twin Peaks inspiriert

Nach unserem Schlagabtausch mit der ersten Chimäre begaben wir uns auf Erkundungstour im neuen Szenario Castor Woods. Mit seinen dichten Wäldern, idyllischen Wasserfällen, kleinen Gebirgsseen, verwinkelten Höhlensystemen, vielerorts verlaufenden Wanderwegen und dynamischen Wetterwechseln weckt es wohlige Erinnerungen an die Mystery-Horror-Serie Twin Peaks. Nur eben, dass sich hier nahezu überall gefräßige Untote tummeln. Um für spielerische und optische Abwechslung zu sorgen, bietet Castor Woods neben der vom Nationalpark inspirierten Waldregion aber noch weitere Biome, darunter ein Industriegebiet und ein Sumpf, sowie jede Menge "Sehenswürdigkeiten". Ein Blick auf die Karte offenbarte unter anderem eine kleine Insel samt Irrenanstalt, einen Campingplatz, eine Kläranlage, einen Schweinezuchtbetrieb sowie mehrere Flussverläufe mit Brücken.

Im Zentrum dieser atmosphärischen Open World befindet sich außerdem die sogenannte Alte Stadt. In einem imposanten Rathaus haben sich hier Überlebende verschanzt. Das Rathaus dient euch später als Basis und Missions-Hub.

Eine heruntergekommene Wohnung, die offenbar schon lange verlassen ist. Quelle: Techland Die Spielwelt lädt auch in Dying Light: The Beast zum Erkunden ein. Stichwort Missionen: In der Vorabversion spielten sie sich bereits erfreulich abwechslungsreich und ließen sich meist auf unterschiedliche Weise lösen. Im Auftrag "Verbündete" müssen wir beispielsweise zunächst die oberen Etagen eines riesigen Gebäudes erkunden, dort mit einem Dietrich ein Schloss knacken und dann - mit einem Stromkabel im Schlepptau - auf die Spitze eines schwindelerregenden Turms klettern. Das Problem: Das Kabel ist nur 50 Meter lang, weshalb nicht alle Routen zum Ziel von Erfolg gekrönt sind. Solche und andere "Parkour-Puzzles" kamen in der Vorabversion gleich mehrfach vor. Sie lassen sich letztendlich nur lösen, wenn man sich die Umgebung sehr genau ansieht, eine Route plant und dieser dann konsequent folgt.

Andernorts mussten wir den Weg ins Innere einer Kirche finden, deren Krypta übersät war von schlafenden Infizierten. Auch hier hatten wir wieder die Qual der Wahl: Vorbeischleichen, um Ärger zu vermeiden? Oder sollten wir lieber angreifen, um uns für jeden niedergestreckten Hirnfresser zusätzliche Erfahrungspunkte zu sichern?

Kommt es zum Kampf, spielt sich Dying Light: The Beast ähnlich wie Teil zwei, allerdings mit dem wichtigen Unterschied, dass Schusswaffen hier deutlich früher zur Verfügung stehen. Darüber hinaus spielt Vielfalt eine größere Rolle. Neben Pistole, Sturmgewehr, Shotgun, Uzi, Bogen und Armbrust dürft ihr später auch mit Neuzugängen wie Flammenwerfer und Granatwerfer hantieren. Während sich der Flammenwerfer vor allem für das Eindämmen von Zombie-Horden auf kurze Distanz eignet, lässt sich der Granatwerfer dank einer Vielzahl von Munitionsarten (darunter auch UV-Geschosse) nicht zuletzt in Bosskämpfen taktisch clever einsetzen. Der größte Nachteil der beiden neuen Waffen: Die Munitionsbeschaffung ist kostspielig beziehungsweise erfordert einen vergleichsweise hohen Crafting-Aufwand. Deshalb sollte man den Einsatzort und die Frequenz der Nutzung stets genau abwägen.

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