Dungeons & Dragons Online

Test

Gemeinsam sind wir stark! Gruppenkämpfe in atmosphärischen Dungeons sind eine gute Abwechslung zum Alleingängertum in World of WarCraft und Co.

Keine Angst vor übertriebenem Regelwahn in Dungeons & Dragons Online! Das Online-Rollenspiel ist viel leichter zu spielen als das Pen&Paper-Vorbild. Bevor Sie sich in die Abenteuerwelt stürzen und Phantasiegestalten verkloppen, erstellen Sie einen Charakter. Dazu wählen Sie aus fünf Rassen (Menschen, Elfen, Halblinge, Zwerge und Warforges) und neun Klassen wie zum Beispiel Krieger, Magier und Barde.

Solokämpfer stehen im Regen

Ihr erster Auftrag (Quest) führt Sie in den Keller einer Taverne. Die Mission wird von vielen Tipps begleitet, die in einem Fenster aufpoppen. Auf diese Art ist der Einstieg in die Welt von Stormreach sehr einfach.

Nur die ersten zehn Minuten (!) sind Sie allein unterwegs -- im Hafen von Stormreach brauchen Sie schon die Hilfe anderer Spieler. Der Schwierigkeitsgrad der Dungeons zieht nämlich schnell an. Für die Abenteuer muss unbedingt eine Gruppe her.

Mitstreiter finden Sie im so genannten Socialtab. Dort sind Spieler aufgelistet, die nach Helden suchen. Wir haben zu verschiedenen Uhrzeiten nachgeschaut; kurz nach Verkaufsstart (in England) waren zur Mittagszeit oft über 100 Recken online, am Abend 300 bis 400. Es dauert also selten lange, bis Sie eine Gruppe finden.

Mach' mal ?ne Pause!

Die Kampfsteuerung in den Dungeons ist einfach: Mit einem Klick auf die linke Maustaste greifen wir an, ein Druck auf die Umschalt-Taste lässt uns blocken. Werden wir getroffen, sinkt unsere Lebensenergie, die sich ebenso wie Manapunkte während der Quest nicht regeneriert. Daher suchen wir im Dungeon einen Rastschrein auf, an dem wir uns erholen. Da es jedoch selten mehr als einen Schrein gibt, dürfen wir die Regeneration nicht verschwenden. Klingt umständlich und nach Mana-Knappheit, ist aber halb so wild: Wenn wir nicht unnötigen Tüddelkram zaubern, kommen wir gut aus. Verpulvern wir jedoch als Heiler Mana für Angriffszauber, können wir nur hoffen, dass wir später kaum heilen müssen.

Mein Schatz!

In den Dungeons erhalten wir für das Erschlagen der Gegner keine Erfahrungspunkte, die gibt's nur für das Erfüllen von Quests. Nebenbei finden wir in Truhen nützliche Gegenstände, etwa verzauberte Waffen. Ein tolles Erfolgserlebnis haben wir in den Wasserwerken von Stormreach: Nachdem wir uns mit unseren Mitstreitern durch vier lange Dungeons gekämpft haben, bekommen wir ein Schriftstück. Und mit dieser Schriftrolle dürfen wir endlich das Tor zum Marktplatz passieren. Was dort auf uns wartet? Mehr Quests!

Reinrassige Helden

Die Erfahrungspunkte sammeln Sie für Ihren Stufenaufstieg. Die zehn Stufen sind jeweils in fünf Ränge unterteilt. Geduld ist gefragt: Bis zum ersten Levelsprung dauert's zwei bis drei Stunden!

Beim Rangaufstieg wählen Sie für eine Ihrer Fähigkeiten eine Steigerung aus. Beim nächsten Level lernen Sie neue Sprüche und Attacken. Doch dafür gibt's keine Garantie: Manche Klassen gehen beim ersten Aufstieg leer aus. Äußerst demotivierend! Um das zu kompensieren, können Sie eine zweite Klasse erlernen.

Und täglich grüsst das Murmeltier

So spannend und atmosphärisch die Dungeons sind, sie langweilen auf Dauer -- oft sehen sie gleich aus, und die Gegnertypen variieren kaum. Außerdem fehlen bisher Dungeons und Gegner für Spieler in den höheren Levels. Denen bleibt oft nichts anderes übrig, als dieselben Dungeons wieder und wieder zu spielen, weil es sonst nichts zu tun gibt. Beliebte Elemente wie Spieler-gegen-Spieler-Schlachten (PvP) oder Berufe sind ebenfalls (noch) nicht integriert. Entwickler Turbine hat sich bisher nicht zu den Spielerwünschen geäußert.

Wir haben die englische Version getestet; zum deutschen Serverstart (23. März) erscheint die übersetzte Fassung des Spiels.

Susanne Braun

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