Wir haben Dragon's Dogma 2 mehrere Stunden gespielt und stellen euch seine Besonderheiten vor. Ist das Action-RPG-Highlight eine gute Wahl für euch?
Während mein Vasall mit dem Riesenschwert zumindest etwas Schaden anrichten konnte, musste ich ständig mein schwerstes Geschütz aufladen, um überhaupt Fortschritte zu machen. Dabei zeigte sich aber auch wieder, dass vor all der Komplexität und der gelegentlichen Sperrigkeit immer noch ein facettenreiches Action-RPG steht, das schlichtweg riesigen Spaß macht. Meinen großen Feuerpfeil konnte ich nämlich nicht nur in der Luft steuern, er löste auch eine enorme Explosion aus, wenn er sein Ziel fand. Noch mehr begeisterte Impressionen aus den Kämpfen findet ihr in meiner letzten Preview!
Der Charaktereditor: Das Rollenspiel, in dem fast alles eine Rolle spielt
Erstmals konnte ich mir auch den Charaktereditor ansehen, der die Tradition seines Vorgängers fortführt: Es gibt nicht nur jede Menge Optionen für Gesichter, sondern auch Gewicht und Größe des Erweckten können wieder beeinflusst werden. Ob sich sehr kleine Figuren wieder in versteckte Bereiche zwängen konnten, kann ich zwar noch nicht bestätigen, gewichtige und große Charaktere verfügen aber definitiv wieder über eine erhöhte Inventarkapazität und veränderte Ausdauerwerte.
Dass die Wahl aus zwei verschiedenen Rassen, also Menschen und Biestren, an manchen Stellen Einfluss nimmt, wisst ihr bereits aus meiner Quest am Grenzposten. Ich bin jedenfalls gespannt, wie der "optimale" Dragon's-Dogma-2-Körper am Ende aussehen wird - zum Glück lässt sich das Erscheinungsbild auch im laufenden Spiel noch anpassen, indem ich einem Kosmetiker das entsprechende Item aushändige.
Technik und Spielbarkeit: Potenzielle Knackpunkte
Abschließend will ich noch auf die Technik von Dragon's Dogma 2 zu sprechen kommen, denn wie manche der eben aufgezählten Features könnte auch sie die Gemüter spalten. Nachdem zuvor bereits gemunkelt wurde, das Spiel wäre auf PS5 und Xbox Series auf 30 FPS begrenzt, stellte Capcom schnell klar: Das Spiel läuft so schnell, wie es laufen kann, und ist nicht gecapped.
Zumindest für die von mir gespielte, nicht ganz fertige PS5-Version kann ich nun aber wiederum klarstellen: Die Bildrate ist zwar nicht begrenzt, aber sie ist weit entfernt von den 60 FPS, die wir mittlerweile auch auf Konsole erwarten sollten. Mein Augenmaß sagt mir, dass das Spiel mit ungefähr 30 FPS läuft, manchmal mit etwas mehr, in großen Kämpfen aber teils auch mit etwas weniger.
Quelle: PC Games
Zumindest ein optionaler 30-FPS-Lock wäre hier also sogar wünschenswert, denn sonderlich konstant fühlt sich die Framerate nicht an. Verschiedene Performance-Modi konnte ich im Optionsmenü nicht erspähen. Man muss also erstmal nehmen, was man kriegt.
Der instabilen Framerate schiebe ich auch den Umstand in die Schuhe, dass sich vor allem das Zielen mit Fernkampfwaffen noch recht unsauber anfühlt, fast so, als hätte die Controllersteuerung mit Input-Lag zu kämpfen. Darüber hinaus ist die Kamera vor allem in Innenräumen so nah an meinem Charakter platziert, dass ich mir teils vorkam, als würde ich ein mittelalterliches Resident Evil spielen. Zumindest für letzteres gibt es aber einen Regler im Optionsmenü, mit dem sich das Sichtfeld etwas erweitern lässt.
Das vorläufige Fazit: Ein toller Nachfolger, aber nicht für jeden!
Also ja, auch in meiner zweiten Anspielsession hat mir Dragon's Dogma 2 genauso viel Spaß gemacht, wie es die spektakulären Trailer suggerieren. Abwechslungsreichen Feinden in grafisch tollen Scharmützeln einzuheizen wird so schnell nicht langweilig werden und das wunderbar altmodische, komplexe Rollenspiel dahinter wird Fans für viele dutzend Stunden beschäftigen.
Wer ein locker-flockig wegspielbares Abenteuer erwartet, das entgegenkommt und Lösungen auf dem Silbertablett serviert, der darf sich auf einen ordentlichen Umstellprozess einstellen. Ich bin aber bester Dinge, dass sich dieser Prozess lohnen wird! Dragon's Dogma 2 erscheint am 22. März für PC, PS5 und Xbox Series X und S.
