Dragon Quest Treasures im Test: Auf Schatzsuche in den Wolken
Test
Um uns die Zeit bis zum zwölften Teil der Dragon-Quest-Reihe zu vertreiben, begeben wir uns in Treasures auf Schatzsuche. Auf den Dracheninseln in den Wolken suchen wir nach den größten Schätzen und versuchen unsere Basis samt Monsterbande zu den besten Schatzsuchern weit und breit auszubauen.
In der Bahnhofsbasis angekommen, steigert der Wert der Schätze unseren Rang. So erhalten wir neue Boni wie mehr Ausrüstungsslots für Medaillen. Das ist gewissermaßen unser Equipment zu Wertesteigerung für den Kampf. Die Schätze können wir schön auf Podesten platzieren und somit über längere Zeit ihren Wert erhöhen. Die ausgegrabenen Gegenstände sind meist bekannte Items oder Figuren von Charakteren aus alten Dragon-Quest-Teilen, was Fans sicherlich freut.
Süß und charmant, wie eh und je
Da kommt Sammelfieber auf, und es macht Spaß, altbekannte Gesichter aus den Hauptteilen als Statuen in der Schatzkammer stehen zu sehen. Nicht nur da geht einem Dragon Quest Fan das Herz auf! Üblicherweise hat Treasures wieder eine hervorragende deutsche Lokalisation bekommen. Viele Namen von Monstern und Orten weisen tolle Wortwitze auf und haben uns das ein oder andere Mal echt zum Schmunzeln animiert. Der typische Dragon-Quest-Charme ist also wieder voll dabei und auch ein großer Pluspunkt für Treasures. Neben den Wortspielen kehrt auch der ikonische Soundtrack zurück, der Fans der Reihe sofort in seinen Bann zieht. Egal, wie oft man das Dragon Quest Themehört, es fühlt sich immer wieder an, als würde man nach Hause kommen.
Schwächen hat Treasures aber trotzdem. Die simple Grafik fällt zuerst auf, sie ist nicht immer schön anzusehen. Da kann auch der charmante Anime-Stil von Dragon-Ball-Schöpfer Akira Toriyama nicht drüber hinwegtrösten. Dafür sind uns aber keine Bugs oder ähnliche Technikprobleme über den Weg gelaufen. Der Kämpfe sind simpel und wir oft für starke Angriffe auf unsere KI-gesteuerten Monsterfreunde angewiesen. Trotzdem fanden wir immer was zu tun.
Quelle: Square Enix
Auch eine Schnee- und Eisinsel darf nicht fehlen
Entspanntes Looten & Leveln
Wo Treasures visuell vielleicht abschreckt, punktet es bei seinem Weltendesign. Die Inseln sind schön gestaltet und sehr unterschiedlich. Von Wüsten, heißen Lava-Seen, Sümpfen über schneebedeckte Berge gibt es echt viel zu entdecken, unsere Monster helfen uns dabei. Je nach Fähigkeitentyp können wir mit ihnen gleiten, höher springen oder schnell durch die Gegend reiten. Wir fliegen durch Windkanäle oder entdecken Höhlen, und wenn man einmal realisiert, dass man gerade mitten im Maul eines riesigen, steinernen Drachen steht und nach Schätzen buddelt, fühlt sich Treasures nach einem stimmungsvollen Abenteuer an.
Quelle: Square Enix
Auch beim Erkunden sind die Monster hilfreich
Was die Story angeht, bleibt Treasures weit hinter der Hauptreihe zurück. Die Geschichte ist mehr Mittel zum Zweck, aber das reicht auch für das Spin-off. Es dreht sich alles um das Abenteuer und die Schatzsuche, die Formel geht gut auf. Der Gameplay-Loop hat uns Spaß gemacht und motiviert, eine Quest nach der anderen zu absolvieren und noch mehr Schätze zu sammeln. Kann man über die offensichtlichen Schwächen von Treasures hinwegschauen und lässt man sich auf das Gameplay und die Welt ein, bekommt man ein schönes Abenteuer, das mit circa 20 Stunden gut Spielzeit liefert, aber nicht zu lang ist.
Für Dragon-Quest oder Abenteurer-Fans, die nicht genug vom Looten bekommen, ist Treasures ein schöner Zeitvertreib. Und auch der Sammeldrang, alle Schätze oder auch Monster einzusacken, motiviert ordentlich. Wer jedoch ein typisches JRPG wie aus der Hauptreihe erwartet, wird enttäuscht. Eine nette Überbrückung für Hardcore-Fans der Reihe ist es aber allemal. Dragon Quest Treasures ist seit 9. Dezember 2022 exklusiv für Nintendo Switch erhältlich.
