Dragon Age: The Veilguard Creative Director sagt: "Reaktionen auf den ersten Trailer waren nicht genau, was wir erwartet haben."
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PC-Games-Redakteur und großer Dragon-Age-Fan Matthias Dammes hatte die Gelegenheit, mit dem Creative Director von Dragon Age: The Veilguard zu sprechen.
Matthias Dammes: Wenn du auf Origins zurückblickst, und ich weiß, dass du seitdem bei Bioware bist, und jetzt auf Veilguard, was ist der Fortschritt für die Serie, auf den du am meisten stolz bist?
John Epler: Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Geschichte und das Gameplay immer mehr miteinander verschmelzen, je weiter wir die Spiele entwickelt haben. Das Tolle an Spielen ist, dass sie interaktiv sind. Deshalb wollen wir, dass die Geschichte die Welt durchdringt, nicht nur die Gespräche und Zwischensequenzen, sondern auch die Kämpfe und das Gameplay - alles soll sich so anfühlen, als ob es im selben erzählerischen Kontext Sinn ergibt. Eines der Dinge, auf die ich bei Veilguard am meisten stolz bin, ist, dass wir die Story-Momente nicht nur in Zwischensequenzen und Gesprächen zeigen, sondern dich sie selbst spielen lassen. Vieles davon ist einfach nur Technologie, die sich weiterentwickelt hat. Ich nehme mal Origins als Beispiel. Hätten wir die Technologie gehabt, die wir jetzt haben, hättest du mehr am Kampf in Ostagar teilnehmen können, du hättest mehr von der Schlacht außerhalb der Zwischensequenz am Anfang gesehen. Das ist etwas, was wir in Veilguard zum ersten Mal machen können: Wir lassen dich diese Sequenzen wirklich als Teilnehmer durchspielen anstatt als passiver Beobachter.
Quelle: Bioware
Matthias Dammes: Wo wir bei der Technologie sind: Ihr verwendet wieder die Frostbite Engine. Während der Entwicklung von Inquisition haben wir viel über Probleme mit der Engine gehört, weil diese nicht für Rollenspiele geeignet war. Wie war es dieses Mal, mit der Engine zu arbeiten?
John Epler: Ganz ehrlich, das ist wie Tag und Nacht. Ich habe an Inquisition gearbeitet, ich war an den Tools beteiligt, und ohne Frostbite wären wir nicht in der Lage gewesen, [Veilguard] so zu gestalten, das ich, ehrlich gesagt, so wie es ist, für wunderschön halte.
Matthias Dammes: Es ist wirklich wunderschön.
John Epler: Wenn man die Engine erst einmal im Griff und die Tools entwickelt hat ... denn das war die andere Sache: Als wir Inquisition entwickelten, haben wir auch erst die Tools für Inquisition entwickelt. Ich war schon früh an dem Projekt beteiligt, und wir haben versucht, Zwischensequenzen mit Tools zu erstellen, die nicht wirklich dafür konzipiert waren. Jetzt haben wir diese Werkzeuge, die Engine ist viel ausgereifter, und das hat es uns ermöglicht, Dinge zu tun, die wir in einem Dragon-Age-Spiel noch nie zuvor tun konnten.
Matthias Dammes: Aber ihr habt euch dennoch zehn Jahre Zeit gelassen. Was man so gehört hat, ist das Spiel in dieser Zeit durch sehr viele Iterationen gegangen. Was nimmst du aus diesem Prozess mit? Wie haben die vielen Veränderungen das Spiel dazu geformt, was es heute ist?
John Epler: Ich meine, wir haben einen Haufen verschiedener Dinge ausprobiert, einige Dinge haben wir übernommen, und einige Dinge haben wir offensichtlich verworfen, als wir Veilguard entwickelt haben. Aber ich glaube nicht, dass das Spiel so geworden wäre, wie es jetzt ist, wenn wir diesen Prozess nicht durchlaufen hätten. Spieleentwicklung ist eine Iteration. Auch andere Dinge, die zur gleichen Zeit passierten - die Veröffentlichung von Anthem, die Veröffentlichung von Andromeda - führten zur Fokussierung dieses Spiels auf das charakterorientierte Einzelspieler-Rollenspiel, um das es in Dragon Age immer ging.
Quelle: Bioware
Matthias Dammes: Ich habe bereits das Lighthouse gesehen, wohin wir uns zwischen Missionen zurückziehen, mit Gefährten reden und all diese Dinge. Bleibt das dieses eher intime Setting im Vergleich zu der belebten Festung in Inquisition, oder werden wir dort auch noch mehr Leute außerhalb der Begleiter begrüßen?
John Epler: Es werden einige Charaktere auftauchen, aber ich muss sagen, Rook ist ein ganz anderer Protagonist als der Inquisitor. Der Inquisitor baute eine Armee auf, baute eine massive politische Fraktion auf. Daher war es sinnvoller, dass sie sich in einer Burg mit diesen verschiedenen Leuten aufhielten. Man hatte einen Quartiermeister, einen Späher, verschiedene Charaktere. Bei Veilguard geht es um dich und deine enge Gruppe von Gefährten, die du rekrutierst, um die Welt zu retten. Du arbeitest mit den verschiedenen Fraktionen zusammen, aber auf eine andere Art und Weise. Es gibt zwar auch andere Charaktere, die auftauchen können, aber es ist ein intimerer Bereich als Skyhold.
Matthias Dammes: Ich denke, damit war es das erst mal von meiner Seite.
John Epler: Fantastisch. Es war toll, mit dir zu reden und dich kennenzulernen. Ich freue mich darauf, dass du noch ein bisschen mehr vom Spiel zu sehen bekommst.
Matthias Dammes: Ja, ich freue mich auch jetzt direkt weiterzuspielen. Vielen Dank für das Gespräch.
Dragon Age: The Veilguard wird von Bioware entwickelt und von Electronic Arts vertrieben. Das Spiel erscheint am 31. Oktober 2024 für PC (auf Steam und der EA App), Playstation 5 und Xbox Series S/X. Transparenzhinweis: Publisher Electronic Arts bezahlte Hotel und Reisekosten zum Vorschauevent.
