Test zu Diablo 4: Lord of Hatred: Mehr Spaß dank Set-Items und Horadrimwürfel?
Test
Lange haben es sich die Fans gewünscht, nun gibt Blizzard endlich nach: Mit Lord of Hatred kehren grüne Sets und der Horadrimwürfel ins Endgame zurück.
Grüße aus Diablo 2: Der Horadrimwürfel ist zurück
Eine zentrale neue Endgame-Mechanik dürfte in Zukunft der Horadrimwürfel werden, den sich viele Kenner von Diablo 2 schon lange zurückgewünscht haben. Ihr schaltet das Ding erst gegen Ende der Story-Kampagne frei, was aber völlig in Ordnung ist - davor gibt es ohnehin schon mehr als genügend andere Crafting-Möglichkeiten.
Wie gewohnt packt ihr verschiedenste Gegenstände in den Horadrimwürfel, um sie zu verschmelzen, zu verändern oder in etwas komplett anderes umzuwandeln. Praktischerweise wird dazu gleich eine große Rezeptliste eingeblendet, die dabei hilft, den richtigen Kram aus dem Rucksack zu fischen. Ihr könnt Affixe neu auswürfeln, weiße Items zu legendärem Loot aufwerten, Runen erzeugen, einzigartige Beute umwandeln und noch eine ganze Menge mehr. Was davon sinnvoll ist und wo Blizzard einfach nur alte Mechaniken neu verpackt hat, konnten wir in unserer Testphase noch nicht ausreichend abklopfen. Hier wird sich erst mit der Zeit zeigen, ob der Würfel wirklich sein volles Potenzial im Endgame entfaltet - und ob vielleicht noch mehr Rezepte existieren, die uns das Spiel nicht vorab verrät.
Für viele Rezepte benötigt ihr nun die neuen Ressourcen "Horadrisches Harz" sowie "Urstaub", der in sieben Seltenheitsgraden vorliegt. Hochwertigen Urstaub verdient ihr vor allem durch Endgame-Aktivitäten und über das Erfüllen von Kriegsplänen. So schließt sich der Beutekreis.
Quelle: PC Games
Um den Horamdrimwürfel richtig zu nutzen, braucht's neue Ressourcen, die ihr am schnellsten über Kriegspläne verdient.
Der Talisman: Endlich wieder grüne Set-Items
Lange hat sich Blizzard dagegen gewehrt, grüne Set-Gegenstände in Diablo 4 einzubauen. Doch nun haben sie endlich einen Weg gefunden, in Form des Talismans. Den erhaltet ihr schon früh während der Lord-of-Hatred-Kampagne, ab da findet ihr ihn als eigenen Menüpunkt im Inventar.
Der Talisman besteht aus zwei Teilen, Siegeln und Zaubern (Charms). Mit Siegeln schaltet ihr bis zu sechs Slots frei, in die ihr anschließend Zaubersteinchen einsetzen könnt. Die Zauber bieten unterschiedliche passive Boni, darunter Bewegungstempo, +1 auf bestimmte Skill-Kategorien oder ein dickes Plus auf Erfahrungspunkte.
Quelle: PC Games
Mit Siegeln schalten wir bis zu sechs Slots im Talisman frei. Dort können wir dann mächtige Charms einsetzen, darunter auch einige mit Set-Vorteilen.
Siegel und Zauber gibt es in verschiedenen Seltenheitsstufen, doch am reizvollsten sind natürlich die grünen Zauber - die bringen nämlich wieder mächtige Set-Boni wie schon in Diablo 2. Allerdings sind uns in unserer Spielzeit keine Varianten begegnet, die wirklich einzigartige Vorteile liefern, die sich auf die gesamte Spielweise auswirken können, so wie man es von legendären Items gewohnt ist. Wie es scheint, soll der Talisman vor allem passive Grundverstärkung für eure Klasse liefern, ohne dabei in das bisherige Beute-Ökosystem reinzugrätschen. Richtig so!
In diesem Artikel
- Seite 1 Diablo 4: Lord of Hatred im Test + Video: Macht wenig neu, aber vieles richtig!
- Seite 2 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Die Story
- Seite 3 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Der Hexenmeister
- Seite 4 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Endgame und Kriegspläne
- Seite 5 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Horadrimwürfel und Set-Items
- Seite 6 Bildergalerie
Quality of Life: Hier hat Blizzard nachgebessert
Neben dem Talisman und dem Horadrimwürfel hat Blizzard noch eine Reihe kleinerer und größerer Veränderungen vorgenommen, die sich viele Fans schon seit Jahren wünschen. So gibt es nun endlich einen umfangreichen Lootfilter, den ihr über das Optionsmenü erst mal von Hand aufsetzen müsst. Die Fülle an Regeln und Möglichkeiten hätte es für unseren Geschmack zwar nicht gebraucht, aber wer hier ein paar Minuten investiert, kann sich die Beuteanzeige wirklich bis ins Detail anpassen. Das dürfte vor allem Langzeitspieler freuen, die es nur noch auf ganz bestimmte Items abgesehen haben.
Ebenfalls neu: eine praktische Automap, die ihr euch als transparentes Overlay über der Spielgrafik einblenden könnt. Diese Kartenansicht ist ausdrücklich optional und ersetzt auch nicht die Minimap, ist in manchen Situationen aber ganz praktisch. Das gilt auch für eine neue Anzeige, die euch zu eurem nächsten Questziel führt - auch die ist völlig freiwillig, sorgt aber auf Wunsch für ein wenig mehr Spielkomfort.
Sinnloses Angeln
Hattet ihr in Diablo schon immer mal den Wunsch, die Waffe wegzustecken, auf Action und Beute zu pfeifen und stattdessen lieber ein wenig zu angeln? Wir jedenfalls nicht. Aber sei's drum: Wer mag, kann nun an Flüssen, Seen und sogar bei Lava die Angelrute auswerfen und sich einen Fisch fangen; dazu muss man nur im richtigen Moment eine Taste drücken. Die Fische haben zumindest auf den ersten Blick keinen Wert, wobei wir aber gerade im Hinblick auf den Horadrimwürfel keine voreiligen Schlüsse ziehen sollten. Wer weiß, wozu so ein Fisch alles gut ist!
Quelle: PC Games
Beim Angeln könnt ihr entspannen. Mehr aber auch nicht.
Kleine Bonusfreude beim Angeln: Gelegentlich zieht man auch Müll aus dem Wasser, darunter Kuhglocken oder sogar eine Krone des Kuhkönigs. Fehlt nur noch der Kuhlevel, Blizzard! Der darf dann auch gerne im westlichen Kontinent liegen. Die Weltkarte im Spiel lässt jedenfalls wenig Zweifel daran, wohin die Diablo-Reise als Nächstes geht.
Meinung
Hinweis zur Wertung: Zum Test stand uns nur die PC-Fassung zur Verfügung. Sollten die Konsolenumsetzungen nicht unter unerwarteten Problemen leiden, gilt unsere Wertung natürlich auch für diese Versionen.
Diablo 4: Lord of Hatred ist ab dem 28. April für PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series S/X erhältlich. Der Preis liegt bei 40 Euro, Texte und Sprachausgabe gibt's komplett auf Deutsch. Die PC-Fassung wird über Blizzards Battle.net sowie Steam angeboten. Transparenzhinweis: Für diesen Test hat uns Blizzard eine Review-Version von Diablo 4: Lord of Hatred für etwa sechs Tage zur Verfügung gestellt. Diese PC-Fassung lief auf einem eigenen Server, der nur für Reviews reserviert war.
- Seite 1 Diablo 4: Lord of Hatred im Test + Video: Macht wenig neu, aber vieles richtig!
- Seite 2 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Die Story
- Seite 3 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Der Hexenmeister
- Seite 4 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Endgame und Kriegspläne
- Seite 5 Diablo 4: Lord of Hatred im Test: Horadrimwürfel und Set-Items
