Destroy All Humans! 2 - Reprobed im Test: Crypto ist zurück und verbreitet Chaos!

Test Fritz Büttner Sascha Lohmüller Lukas Schmid
Destroy All Humans! 2 - Reprobed im Test: Crypto ist zurück und verbreitet Chaos!
Quelle: THQ Nordic

Kennt ihr die kleinen, grauen Männchen? Wurdet ihr entführt oder habt ihr je ein UFO gesehen? Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie es sich anfühlt, zu einer überlegenen Spezies zu gehören? Bereits ganze 16 Jahre ist es her, dass in Destroy all Humans! 2 mysteriöse Ereignisse eine Kleinstadt in den USA in Angst und Schrecken versetzt haben. Ob der abgefahrene Mix aus totaler Zerstörung und dem Sondieren von Passanten heute noch zündet, erfahrt ihr in unserem Test.

Es waren die späten 1950er, als euer Vorgänger die USA unsicher gemacht und die Geheimorganisation Majestic zerschlagen hat. Nun ist es 1969 und ihr seid als Cryptosporidium 138 - wohlgemerkt auch Präsident der Vereinigten Staaten - am Zug, dem KGB eins auszuwischen. Nachdem die Sowjets euer Mutterschiff zusammen mit der gesamten so dringend benötigten furonischen DNS zerstört hat, sinnt ihr auf Rache und kommt einem Komplott auf die Spur, das die Mauern des Kremls übersteigt. Die Geschichte führt euch dabei an verschiedenste Orte und lässt, dank vieler Nebencharaktere, selten Langeweile aufkommen.

Die Crème de la Crème

Bei euren Missionen helfen euch euer miesepetriger Vorgesetzter Orthopox 13 und die abtrünnige KGB-Agentin Natalya Ivanova. Cryptosporidium 138 selbst ist, genau wie sein Vorgänger, ein sprücheklopfender Pyromane, allerdings mit einem Unterschied: Er hat Genitalien. Dies wirkt sich nicht nur auf seine Gemütszustände aus, sondern macht ihn zum einzigen zeugungsfähigen Furonen. Diese haben durch den ständigen Einsatz von Atomwaffen zur Unterwerfung anderer Völker in der Vergangenheit das letzte Quäntchen Libido verloren, weshalb sie nun auf das Klonen zurückgreifen.

Lest auch unseren Test zum ersten Teil von Destroy all Humans!

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Orthopox wurde bei der Zerstörung des Schiffs beinahe getötet, oder besser gesagt: Sein Körper wurde sogar gekillt, doch da die Furonen Klone sind, konnte er seinen Verstand in ein schwebendes Modul laden und wartet jetzt auf einen neuen Körper. Der verrückte Wissenschaftler gibt euch Aufträge und versorgt euch mit neuen Informationen und Waffen.
Ein typisches Gespräch mit dem Vorgesetzten. Orthopox ist nicht gerade begeistert. Quelle: PC Games Ein typisches Gespräch mit dem Vorgesetzten. Orthopox ist nicht gerade begeistert. Die auf eigene Faust losgezogene Kreml-Agentin Natalja ist eine exzellente Schützin und hilft euch im Gegenzug für eure furonischen Dienste. Ihr lernt sie zwar erst in der zweiten Spielwelt Albion kennen, doch es ist Liebe auf den ersten Blick oder zumindest das, was Crypto darunter versteht.

Es gibt wirklich keinen Dialog, in dem ihr nicht wenigstens versuchen könnt, die hübsche Agentin anzugraben. Das führt jedoch selten zu peinlichen Momenten, außer für Crypto, da Natalja immer die Oberhand in den Gesprächen behält.

Flachwitzhaubitzen und andere Eisbrecher

Generell sind die Dialoge mit ihren witzigen Optionen fast komplett dem Original nachempfunden und bieten häufig mehrere Auswahlmöglichkeiten. Dies ändert zwar selten den Verlauf einer Mission, macht aber Laune, was vor allem den hervorragenden deutschen Synchronsprechern zu verdanken ist.
Der überzogene russische Akzent, die dauerbreiten Hippies oder Cryptos übermännliche Art und die teils übertrieben flachen Witze machen den speziellen Humor des Spiels aus. Die Zap-O-Matik nimmt gleich mehrere Gegner und Objekte in Beschlag. Quelle: PC Games Die Zap-O-Matik nimmt gleich mehrere Gegner und Objekte in Beschlag.

Darüber, ob es zeitgemäß ist, lässt sich sicherlich streiten. Wenn ihr damals schon gelacht habt, werdet ihr es auch heute noch tun. Alle Neueinsteiger sollten unvoreingenommen an die Sache herangehen, das Spiel nimmt sich selbst auch nicht sonderlich ernst, weshalb das meiste eher ironisch zu verstehen ist. Wir hatten jedenfalls denselben Spaß wie schon damals, wenn Crypto zum gefühlt 1000en Mal erwähnt, dass Pox keinen Körper mehr hat und er ja die ganze Drecksarbeit macht.
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