Das Tabletop wird lebendig: Dawn of War 4 verspricht Warhammer-Atmosphäre pur
Special
Um die großartigen Kampfanimationen in Ruhe zu bestaunen, haben wir aus ganz bestimmten Szenen hochwertige Gifs für euch erstellt. Hier gibt's ein paar Beispiele.
Natürlich spielt man Dawn of War 4 normalerweise nicht aus einer schicken, herangezoomten Ansicht. In einem Echtzeit-Strategiespiel braucht es vor allem Übersicht! Genau wie das erste Dawn of War werdet ihr also auch den vierten Teil meistens weit herausgezoomt erleben - und damit weit weg vom Kampfgeschehen.
"Das tut einem dann immer so ein bisschen im Herzen weh, weil so viel Arbeit in dem System steckt.", bemerkt Jan Theysen mit einem breiten Lächeln. "Aber wer will, kann jederzeit reinzoomen. Und dann erkennt man, wie die Figuren richtig miteinander kämpfen und interagieren. Da sind echt coole Sachen dabei!"
Zum Beispiel sowas hier: In dieser Szene sieht man, wie eine mechanische Gruftspinne der Nekrons auf einen Kampfläufer der Orks klettert und versucht, ihn zu Fall zu bringen. Sowas bekommt nicht mal die Total-War-Serie hin - und die ist der Hinsicht bereits ziemlich spitze.
Quelle: Deep Silver
Tolles Detail: Eine Nekron-Gruftspinne klettert auf einen orkischen Killa Kan rauf und versucht, ihn zu Fall zu bringen.
Unten seht ihr noch ein cooles Beispiel: Ein Dreadnought der Space Marines im Nahkampf mit einem orkischen Killa Kan. Mein Highlight: Der Hieb des rechten Mechs, der seinen Gegner nach hinten taumeln lässt. Da steckt ganz schön Wucht drin!
Quelle: Deep Silver
Wunderschön animiert: Zwei Mechs der Space Marines und Orks prügeln sich, ringen miteinander.
Perfekt ist das System allerdings nicht. Hin und wieder erkennt man noch, wie sich Fußsoldaten erst in Position bringen und für einen Augenblick ausrichten, bevor sie aufeinander losgehen. In anderen Spielen wie Warcraft 3 wären da schon längst die Fetzen geflogen. Ich bin gespannt, ob die Entwickler hier noch ein wenig nachbessern können.
Damit sich Fußsoldaten mit Mechs, Spinnen und anderen Nahkampfeinheiten kloppen können, bestehen alle Kampfanimationen aus vielen kleinen Schnipseln. Die werden dann durch ein eigens entwickeltes System dynamisch zusammensetzt. Dabei werden auch verschiedene Faktoren wie Größe und Gewicht der Einheiten berücksichtigt. Ein Dreadnought kann zum Beispiel lässig einen Ork-Soldaten zerstampfen, aber natürlich keinen Panzer.
Quelle: Deep Silver
Echtzeit-Strategen bevorzugen eine herausgezoomte, übersichtliche Perspektive. Dabei kann man die tollen Animationen leicht übersehen.
Und so sieht das im Spiel aus, wenn man selbst an der Maus sitzt: Man blickt von oben auf das Schlachtfeld, um den Überblick zu behalten, dazu gibt's Icons und andere UI-Elemente, Feuer, Partikel, Rauch und andere Effekte, die eure Aufmerksamkeit verlangen. Wer genau hinschaut, erkennt natürlich trotzdem noch die coolen Animationen - doch wer wirklich jedes blutige Detail aufsaugen will, sollte öfter mal ranzoomen und die Kamera mitten im Schlachtgetümmel platzieren.
Dawn of War 4 nutzt übrigens wieder die Unity Engine, also den gleichen Grafikmotor, der schon in Iron Harvest für effektreiche Schlachten, jede Menge Zerstörung und schicke Animationen gesorgt hat.
Dawn of War 4 ist derzeit bei King Art Games in Entwicklung. Relic Entertainment, das Team hinter den drei Vorgängerspielen, ist an Dawn of War 4 nicht beteiligt. Das Echtzeit-Strategiespiel ist nur für PC angekündigt und soll 2026 erscheinen. In meiner großen Vorschau erfahrt ihr alles, was ihr über das ambitionierte Projekt wissen müsst. Vor dem Release wird es auch noch mindestens eine Beta-Phase geben, in der ihr das Spiel selbst ausprobieren könnt.
