Verkommt die Spiele-Industrie zu einer Casual-Masse? Müssen wir alle irgendwann SingStar und Kawashima spielen?
Sin City
Doch zumindest die Größen der Branche scheinen ihre Hausaufgaben mittlerweile gemacht zu haben und investieren Unsummen in Know-how aus der Filmindustrie. Da werden neue Studios in Los Angeles eröffnet, um sich durch die Nähe zur Filmfabrik Hollywood einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen.
Da werden komplette Special-Effects-Studios aufgekauft, die nicht nur Spiele aufwendiger machen, sondern gleichzeitig auch Games auf die große Leinwand bringen sollen. So geschehen mit Hybride Technologies (300, Sin City), die mittlerweile Ubisoft gehören. Und immer mehr Filmschaffende wie Vin Diesel oder Steven Spielberg nutzen die interaktiven Möglichkeiten von Computer- und Videospielen für neue Projekte.
Viele Wege, ein Ziel
WoW: Wrath of the Lich King
Ob Casual Games, Hardcore-Games, oder Interactive Movies – alle Arten von digitaler Unterhaltung bringen die Branche weiter, solange sie perfekt auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt sind. Spiele für jedermann nehmen die Einstiegshürden und auch die Angst vor dem Medium. Dadurch schafft man eine Akzeptanz und das Bewusstsein für Unterhaltungssoftware abseits von den typischen Casual-Titeln.
Aber auch große Produktionen wie Grand Theft Auto IV oder World of Warcraft zeigen, dass auch „traditionelle“ Konzepte sowohl neue Spieler als auch alte Hasen ansprechen können. Und das müssen sie wahrscheinlich auch, um in der Zukunft bestehen zu können. Denn zum ersten Mal in der, verglichen mit Büchern und Filmen, noch recht jungen Videospiel-Geschichte bilden sich Strukturen, die eine breite Masse auf unterschiedliche Weisen begeistern können. Wird der Weg von der Branche weitergegangen, dann können sich Videospiele vielleicht sogar hierzulande in den nächsten Jahren endlich als echtes Kulturgut etablieren!
