Verkommt die Spiele-Industrie zu einer Casual-Masse? Müssen wir alle irgendwann SingStar und Kawashima spielen?
Mega Man 2
Sicherlich werden nicht gleich ganze Genres verschwinden. Aber der Trend, Spiele noch zugänglicher und kompatibler für den Massenmarkt zu machen, zieht sich durch alle Bereiche. Obwohl man eigentlich gar nicht von einem Trend sprechen kann, denn gerade die Zugänglichkeit verbessern Spiele-Entwickler, seit es Videospiele gibt. Da Spiele im Vergleich zu Büchern und Musik relativ teuer waren, musste man einen entsprechenden Gegenwert schaffen, beispielsweise eine lange Spieldauer oder einen hohen Wiederspielfaktor.
Kurz aber heftig
Die Siedler: Aufbruch der Kulturen
Die meisten Hersteller schraubten daher am Schwierigkeitsgrad. Mehr als drei Bildschirmleben waren eine Seltenheit, Passwort-Systeme gab es kaum und der batteriegepufferte Speicher wanderte erst ab 1987 in die Module. Folge: Die meisten Spiele hatten relativ wenig Umfang, waren aber aufgrund des Schwierigkeitsgrades eine Geduldsprobe, die nur wenige durchstanden. Bestes Beispiel hierfür sind die Mega Man-Teile auf dem NES, die weniger als eine Stunde Netto-Spielzeit brachten, obwohl man mehrere Tage investieren musste, um das Ende zu sehen. Handbuch lesen war hier ein Muss – so einen Luxus wie Tutorials gibt es erst seit Siedler.
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