Verkommt die Spiele-Industrie zu einer Casual-Masse? Müssen wir alle irgendwann SingStar und Kawashima spielen?
Vor allem ist GTA IV aber ein „interaktiver Film“ im bestmöglichenen Sinne. Selbst Medien wie DER SPIEGEL, die FAZ oder die Tagesthemen widmeten dem Überspiel des Jahres 2008 (auch unter dem kulturellen Aspekt) lange Beiträge.
Einfache Bedienung, komplexe Handlung
Quelle: Konami
Metal Gear Solid 4
Wo im TV-Bereich Serien wie 24 oder Lost mit komplexen Handlungssträngen zum Trendsetter wurden, da trauen sich auch immer mehr Spiele-Entwickler, von der simplen und oft gesehenen „Aliens bedrohen die Welt und nur der Held kann die Vernichtung verhindern“-Story abzuweichen. Bestes Beispiel: Metal Gear Solid 4! Wer hier die Zwischensequenzen und Dialoge wegklickt, dem entgeht ein Großteil des Unterhaltungswerts, denn die Story ist zentrales Element statt störendes Anhängsel. MGS 4 würde sowohl ohne Spiel- als auch ohne Film-Elemente Spaß machen, aber nur im Paket bietet es denkwürdige Unterhaltung!
Noch leisten viel zu viele Spiele-Entwickler mit banalen Handlungen, öden Cutscenes und amateurhaften Synchronisationen ihrer Branche einen Bärendienst und vermitteln Nichtspielern den Eindruck, als sei das immer noch Kinderspielzeug, das man nicht ernst nehmen muss. Aber nur wenn alle Elemente eines Spiels professionell vermittelt werden, dann schafft es die Games-Industrie, Stück für Stück, von der breiten Masse ernst genommen zu werden und Spiele, neben Filmen und Büchern, als mediales Kulturgut zu etablieren.
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