Riesige Enttäuschung beim Summer Game Fest - war das alles?
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In seiner Kolumne erklärt unser Autor, wieso der Auftakt zum Summer Game Fest ziemlich enttäuschend ausfiel.
In der Nacht zum Freitag fand die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Summer Game Fest statt. Der 2020 aus der Pandemie-Not heraus geborene Event versorgt alle Spielerinnen und Spieler während des Sommers mit neuen Infos, Ankündigungen und Trailer zu bald erscheinenden Spielen für PC, Playstation 5, Xbox, Nintendo Switch und mobile. Da auch dieses Jahr die ehemals wichtigste Spielemesse E3 nicht stattfindet, liegt der volle Fokus der Gaming-Welt erneut auf dem Summer Game Fest. Die Auftakt-Show mit Moderator Geoff Keighley bot neben allerhand Neuem leider auch eine faustdicke Enttäuschung.
Summer Game Fest - war das alles?
Wenn man sich unsere Zusammenfassung der Auftakt-Show des Summer Game Fest zu Gemüte führt, dann wirkt die Liste der angepriesenen Titel durchaus imposant. Mit Mortal Kombat, Prince of Persia, Sonic, Spider-Man, Baldur's Gate oder Street Fighter waren einige der renommiertesten Spiele-Franchises vertreten. Echte Neuankündigungen musste man allerdings mit der sprichwörtlichen Lupe suchen.
Einige der vorgestellten Titel versuchten vom Look her krampfhaft wie Elden Ring zu wirken. Path of Exile 2 gab ein kurzes Lebenszeichen in Richtung aller Diablo-Spielenden von sich. Und wieder andere Games schmissen sich in Sachen Grafik eher der Fraktion der Mobile-Gamer an den Hals. Im Englischen würde man von "Fillers" statt "Killers" sprechen.
Summer Game Fest - das große Finale enttäuscht
Von Geoff Keighley produzierte und moderierte Shows sind im Regelfall auf allerhöchstem professionellen Niveau. Das Summer Game Fest bildet hier keine Ausnahme. Und mit Nicolas Cage hatte man immerhin mal wieder einen echten Hollywood-Star auf der Bühne. Mittlerweile verzichtet man sogar auf den inflationären Gebrauch des Labels "World Premiere". Dennoch wirkte meiner Meinung nach die gesamte Show im Rückblick ziemlich unterwältigend.
Das lag vor allem am großen Finale. Geoff Keighley kündigte als letzten Trailer einen "Einblick in eine riesige Welt" an, die man "erneut erkunden" könne. Das Studio dahinter hätte das Genre des Rollenspiels neu definiert - mit ikonischen Charakteren und tiefgründigem Storytelling. Alles Punkte, die eindeutig auf Phantom Liberty, die Erweiterung von Cyberpunk 2077 (jetzt kaufen ) hinweisen. Doch was wurde stattdessen gezeigt? Der zweite Teil des Remakes von Fina Fantasy 7.
Zugegeben: Beide Titel kann man kaum miteinander vergleichen. Und alles, was Geoff Keighley in seiner Anmoderation aufzählte, trifft voll und ganz auf die Neuauflage eines der besten JRPGs aller Zeiten zu. Gefühlt wartete die Welt jedoch auf neue Infos zum DLC von Cyberpunk. Ein großes Finale kann eine eher enttäuschende Show durchaus noch retten. Diese Gelegenheit verpasste Geoff Keighley meiner Meinung nach. Alle Hoffnungen, endlich mehr von Phantom Liberty zu sehen, liegen nun auf dem Xbox Games Showcase, der am kommenden Sonntag, 11. Juni 2023, um 19:00 Uhr stattfinden wird.
