Crypt Custodian im Test: Das niedlichste Metroidvania des Jahres!

Test Christopher Holler Stefan Wilhelm
Kater Pluto schau mit seinen großen Augen in die Kamera.
Quelle: Top Hat Studios

In Crypt Custodian erleben wir ein grandioses Metroidvania in einer ungewohnten Perspektive. Sobald wir im Jenseits die Rolle des Hausmeisters ergreifen, beginnt ein charmantes Abenteuer mit niedlichen, aber auch melancholischen Momenten.

Dark Ways to Die

Was wäre ein Metroidvania ohne Collectibles, die sich auf der Karte verstecken? Auch die Welt von Crypt Custodian ist gespickt mit Secrets, von denen wir nicht genug bekommen können.

Pluto in seiner weinroten Kleidung und seinem Besen Quelle: Top Hat Studios Am besten gefallen uns davon die sammelbaren Bilder, die uns in jeweils drei Teilen eine Vorgeschichte zu den anderen Tieren erzählen. Denen begegnen wir in der Unterwelt und freunden uns mit ihnen an.

Manche unserer tierischen Geisterkumpanen haben auf natürliche Weise das Zeitliche gesegnet, doch ein paar hatten auch frühzeitig eine Begegnung mit dem Sensenmann. Die Geschichte, die uns meisten berührt hat, handelt vom kleinen Kojoten Wailer:

Der ist von einer Klippe gestürzt, weil er nicht agil genug war, um seinem Rudel über den Abgrund zu folgen. Beim Aufeinandertreffen mit ihm wirkt er sehr deprimiert und vermisst seine Familie inständig.

Außerdem finden wir beim Erkunden der Welt mehrere CDs mit dem Soundtrack des Spiels, die sich bei einer entsprechenden Jukebox abspielen lassen. Zusätzlich retten wir zwanzig Katzengeister aus der Gefangenschaft, um sie zu ihrer Mutter zurückzubringen.

Katzengeister, die wir retten, kehren zu ihrer Mutter zurück. Quelle: Top Hat Studios Hinzu kommen Upgrades sowie Upgrade-Punkte, die weitere Slots für Verbesserungen freischalten. Das System erinnert an Hollow Knight und verschafft uns kleine Buffs. Je mehr davon wir im Laufe des Spielgeschehens anhäufen, desto leichter wird unsere Reise.

Falls wir beim Aufdecken aller Geheimnisse Schwierigkeiten haben, gibt es noch die Möglichkeit, entsprechende Karten-Markierungen im Laden zu kaufen. Dadurch konnten wir in bekannten Bereichen auch nach mehrfachem Ablaufen etwas Neues entdecken.

Pluto schwingt seinen Besen. Quelle: Top Hat Studios

Und nun komm, du alter Besen...

Eine der verschiedenen Spezialattacken nutzen wir, sobald sich unsere Leiste in der Ecke links oben gefüllt hat. Je nach Spielweise haben wir damit Zugang zu einem Flächenangriff, genauer Zielerfassung oder Unverwundbarkeit.

Obwohl die Upgrades und Spezialattacken Variation ins Kampfsystem bringen, schwingen wir meistens doch nur unseren Besen. Das fühlt sich auch befriedigend an, aber viel Abwechslung sollten wir beim Katzenkampf nicht erwarten. Dafür weiß die Gegnervielfalt zu überzeugen: Pro Gebiet finden wir eine Auswahl verschiedener, kreativer Monster, die uns im Weg stehen. Je tiefer wir in die Welt vordringen, desto zäher werden unsere Feinde, doch im Gebiet selbst verändern sie sich nicht.

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